Lohnt es sich für 1400€ monatlich arbeiten zu gehen oder ab wie viel Geld würdet ihr arbeiten gehen?

Das Ergebnis basiert auf 4 Abstimmungen

1500€ Netto 75%
3000€ Netto 25%
2000€ Netto 0%
2500€ Netto 0%
3500€ Netto 0%
4000€ + 0%

5 Antworten

1500€ Netto

Ich finde eine Miete von 450€ kalt und dann noch 320€ für warm ganz schön viel. Da solltest du mal über eine kleinere Wohnung nachdenken oder wenn man nicht genug Geld hat eine andere Gegend nehmen.

Hamburg Innenstand ist auch teuer, dann zeihe ich eben in einen Randbezirk...

Auch die 260€ Fahrkosten sind ganz schön viel, wo wohnst du denn? Bei den Mieten ja vermutlich in der Stadt, da gibt es sicher passende Tickets mit weniger Ringen, es muss ja kein Gesamtbereich sein.

Wenn man nach Steuern zu wenig hat, dann kann man evtl. ergänzende Gelder vom Amt bekommen.

Nur so als Tipp, du meinst Brutto nicht netto. Netto wäre nach Abzug aller Steuern. 1400 netto würde ich persönlich momentan echt super finden...

Ich arbeite momentan für weniger als 1400€ brutto. Ich bin zwar noch in der Ausbildung und daher kostet mein Ticket etwa nur die Hälfte vom Normalpreis, aber auch ich zahle davon meine Wohnung und alle Ausgaben. Von meinen Eltern bekomme ich nichts und es passt trotzdem. Man muss sich dann eben etwas einschränken.

Zudem würde ich nicht auf Kosten des Staates leben wollen, ich bin gesund und kann arbeiten, daher werde ich es auch tun.  Zudem gibt einem selbst ein schlecht bezahlter Job die Chance Erfahrungen zu sammeln und sich evtl. hoch zu arbeiten. Zudem sieht es auch besser aus, als gar nichts zu tun, wenn man sich weg bewirbt.

Früher hätte ich gesagt: Arbeiten gehen, auch wenn es kaum lohnt! Stichwort Eigenverantwortung.

Wenn ich mir den Zustand in der Wirtschaft heute ansehe, würde ich eher sagen: Hartz IV kassieren, nebenbei schwarz arbeiten. Da kommt unterm Strich mehr bei raus, bei weniger Zeiteinsatz und mehr Freizeit.

Klar, offiziell darf man so eine Empfehlung nicht geben. Aber in der Praxis ist das der einzige Weg, wie Leute am unteren Rande des Lohnspektrums gegen Ausbeutung aufbegehren können. Und nichts anderes sind die Billiglöhne, die mittlerweile auch für etliche qualifizierte Jobs zur Regel geworden sind. Ich wundere mich immer wieder, warum überhaupt noch junge Menschen gewillt sind, sich erst jahrelang durch ein Schul- und Ausbildungssystem zu quälen, um anschließend mit der erhaltenen Qualifikation genau so wenig Lohn zu fordern bzw. bekommen wie Leute, die von vornherein gar nichts gelernt haben. Vor ein paar Jahrzehnten wäre da noch eine ganze Generation in die Rebellion gegangen. Heute scheint eine solche Rebellion nur noch als "innerliche Kündigung gegenüber dem System" möglich zu sein, mangels innergesellschaftlicher Solidarität.

Eigentlich gab es früher mal etwas, was sich "Lohnabstandsgebot" nannte. Wurde auch diverse Male höchstrichterlich bestätigt. Besagt grob gesagt, dass jemand, der arbeitet, mehr in der Tasche haben muss als jemand, der von den Sozialsystemen lebt. Und das ist in der Praxis heute nicht mehr gegeben.


(Randnotiz, um Mißverständnisse zu vermeiden: ich bin selbstständig tätig, selbst "Arbeitgeber", hier gibt's keine Billiglöhner, und ich habe mein ganzes Leben keinen Cent Sozialleistungen kassiert.)

Also wenn du für deine Antwort keinen Stern bekommst dann weiß ich auch nicht. 100 % Zustimmung.

Also erstens beträgt der Mindestlohn bei einer 40 Stunden Woche (Vollzeit)
1.532 Euro das sind je nach Steuerklasse mindestens 1100 Euro Netto.

Wenn Du damit nicht hinkommst musst DU Deinen Ausgaben senken.

Wenn Du ein Arbeitsverhältnis hast, kannst Du Dich immer noch bei einer besseren Arbeitsstelle bewerben, sieht auch besser bei der Bewerbung aus. Aber dazusitzen und zu sagen Mindestlohn reicht nicht oder lohn nicht, finde ich eine Frechheit und faul.

Was ist heute nur los....

 

Wer einen Job für den Mindestlohn hat, muss die Miete nicht zahlen, das wird dann vom Staat bezuschusst. Da muss man zum Jobcenter und einen entsprechenden Antrag stellen.

Meine Freundin macht das so, wird auch nur auf Mindestlohnbasis entlohnt - natürlich reicht das nicht. Die Miete muss sie nicht zahlen und so kommt sie grade so über die Runden, sparsam leben muss man trotzdem.

Hartz4 -Empfänger leben nicht besser und wer einen Job hatte, hat bessere Aussichten auf dem Arbeitsmarkt für eine besser bezahlte Stelle. Sieh es als Übergang an.

Fahrtkosten muss sie übrigens auch nicht zahlen, das macht auch der Jobcenter und so hat sie in der Regel ca. 1.000,- Euro zur Verfügung, das reicht für eine Person lässig, allerdings arbeitet sie auch sehr viel, auch samstags.

lg Lilo


Es lohnt sich immer, arbeiten zu gehen, auch (zeitweise wenigstens) zum Mindestlohn, der aber bei Vollzeit momentan mindestens 1.500 brutto ist.

Das ist natürlich erstmal nicht befriedigend, aber aus dem Arbeitsverhältnis heraus hast du immer größere Chancen, einen besseren Job zu finden als aus Hartz IV heraus.

Wie kommst du übrigens auf 320 Euro Nebenkosten? Das wäre etwa der Betrag für ein Haus - und das wiederum wirst du nicht für 450 Euro mieten können.


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