Lohnpfändung bei Unterhalt für Kinder

7 Antworten

Wenn nichts zu holen ist, dann hat eine Lohnpfändung auch keinen Erfolg. Du musst dich umgehend an deinen Anwalt wenden.

Die Ex-Partnerin kann Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt beantragen, wenn die Kinder unter 12 Jahre alt sind, allerdings wirst du dann das alles zurück zahlen müssen, sobald du ein besseres Einkommen hast.

Grundsaetzlich ist das richtig, wenn man netto unter dem Selbstbehalt liegt, dass man keinen Unterhalt leisten muss, da man nicht leistungsfaehig ist.

Aber das geht nicht einfach von alleine, sondern man muss sich aktiv und fruehzeitig melden. Wenn deine Ex eine Lohnpfaendung veranlassen kann, dann liegt bereits ein gueltiger Titel oder eine gueltige Vereinbarung vor, dass du zu zahlen hast. Das bedeutet entweder, dass du dich auf Aufforderung nie gemeldet hast und dann halt einfach zur Zahlung verurteilt wurdest (ich habe selbst 2 dieser Titel vorliegen) oder du hattest vielleicht einmal ein hoeheres EInkommen und jetzt nicht mehr.

Auf alle Faelle, wenn ein pfaendbarer Titel vorliegt, musst du erst mal zahlen bzw. man darf bei Dir pfaenden, was immer moeglich ist.

Um diesen Titel abzuaendern, muesste erst einmal die unterschriebene Vereinbarung beim Jugendamt aufgehoben werden oder eine Unterhaltsabaenderungsklage bei Gericht gefuehrt werden, um den Titel zu aendern.

Und wenn du kein P-Konto hast, das dich vor Pfaendung des Existensminimums schuetzt, dann ist das Geld erst mal weg und das ist absolut rechtens. Du haettest im Vorfeld deine Einwaende geltend machen koennen, was wohl nicht der Fall war.

Vielleicht solltest du jetzt mal in die Gaenge kommen, dich mal mit dem Jugendamt oder dem Anwalt deiner Ex in Verbindung setzen und nachsehen, welche Schreiben du vielleicht nie beantwortet oder gelesen hast, weil es dich nicht interesssiert hat. Deine Ex kann ja sehen, wo sie bleibt mit den Kindern.

Mach dir einen Termin beim der Schuldenberatung und sieh zu, wie du das auf die Reihe kriegst mit dem Geld. Ein Anwalt auf Prozesskostenhilfe kann dir bei einer Unterhaltsabaenderungsklage helfen.

Das hast du alles sehr gut beschrieben.Mir geht es gerade so.Bin vor 7 Jahren Vater geworden und hab mich nicht fürs Kind interessiert.Ich wollte nie Kinder,muss ich dazu sagen.Naja, es war mir alles egal.Ich hatte damals keinen Job, hab keine Briefe geöffnet,hab das Kind verdrängt und alles was damit zu tun hatte.Ich war leider so naiv,ohne einen Anwalt beim Gericht zu erscheinen,als es um die Anerkennung ging.Ich stimmte zu,weil ich meine Ruhe haben wollte.Es kam dann auch eine Weile nichts.Und schon war die Pfändung da.Auch das nahm ich so hin.Nun hat mir eine Freundin mal in den Hintern getreten,mit mir meine Akten geordnet u mich zum Jugendamt geschliffen,damit ich da vorspreche u Akteneinsicht,was den Unterhalt und die Höhe der Schulden betrifft,erhalte.Mir bleiben 750,- € von meinem Gehalt übrig.Die nette Dame vom Amt meinte aber,dass ich kaum Chancen hätte,irgendwas am Titel zu ändern,weil ich ja damals auf kein Schreiben reagiert habe.Sie würde meine Ex anschreiben.Wenn sie einverstanden wäre den Titel zu reduzieren bestehe eine Möglichkeit,aber sie glaubte nicht daran. Sowas kommt denn dabei raus.Ich hätte es nicht soweit kommen lassen dürfen.Nun hab ich einen riesen Berg Schulden,obwohl ich zahle.Wie soll ich denn da raus kommen bei so wenig Gehalt?

Gegenüber minderjährigen Kindern liegt der Selbstbehalt bei 1080 Euro (seit 1.1.2015).

Aber: Solange eines der Kinder noch minderjährig ist, hast Du eine "erhöhte Erwerbsobliegenheit", d. h., Du musst alles Dir Mögliche unternehmen, um wenigstens den Mindestunterhalt für Deine Kinder zahlen zu können, also ggf. eine besser bezahlte Tätigkeit annehmen oder einen Nebenjob... Würdest Du dem nicht nachkommen, könnte Dir ein "fiktives Einkommen" angerechnet werden, nach dem der Unterhalt berechnet würde.

Eine Lohnpfändung kann allerdings nur durchgeführt werden, wenn es einen "Unterhaltstitel" gibt, in dem eine Unterhaltshöhe festgelegt wurde, die Du nicht zahlst...
Dann gilt für Dich ein "Pfändungsfreibetrag" von 1050 Euro (würdest Du Unterhalt leisten, würde dieser auf ca. 1650 Euro steigen...). Allerdings könnte der Pfändungsfreibetrag (je nach "Art" der Schulden, z.B. bei Unterhaltsschulden...) auch auf "Sozialhilfeniveau" herabgesetzt werden.

Dein Selbstbehalt liegt bei 1080 Euro. Also bringt eine Lohnpfändung im Moment gar nichts.

Ist das richtig?!?

Ja, aber wenn du kein P-Konto hast, ist auch dieser Betrag nicht geschützt. Also wandel dein Konto um, die Bank muss dies binnen 3 Tagen tun.

Beachte jedoch die Bestimmungen zur verschärften Erwerbsobliegenheitspflicht.

Es wurde ja nicht mein Konto gepfändet, sondern DIREKT von meinem Lohn abgezogen. Steht ja alles aufm Lohnschein

@Avidan

Hast du den Pfändungstitel mal gesehen?

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