Lohnfortzahlung bei Insolvenz?

3 Antworten

Die AA zahlt Konkursausfallgeld. Wenn di frei gestellt bist, musst du dich eben arbeitslos melden. Wenn du die Zwischenzeit nicht überbrücken kannst, hast du evtl. Anspruch auf AlG 2.

Freistellung durch den Insolvenzverwalter bedeutet, dass dein Arbeitsverhältnis weiter besteht, Du aber nicht arbeiten musst und von diesem Insoverwalter aber kein Geld zu erwarten hast. Die AfA kann im Rahmen und auf Antrag des Insolvenzverwalters/Liquidators Insolvenzausfallgeld für max. 3 rückständige Monatslohnansprüche für einen jeden Arbeitnehmer gewähren. Antrag über den Insoverwalter bei der AfA stellen. Während einer Freistellung solltest Du dich sofort bei der AfA arbeitssuchend melden, denn die Aussage des Insolvenzverwalters deutet bereits jetzt an, dass er die Verträge eh kündigen wird. Sonst gibt es womöglich Sanktionen resp. Sperrzeiten bei der Gewährung von Arbeitslosengeld. Etwaige Lohnansprüche, die dann über das Insolvenzausfallgeld hinausgehen kannst Du nur zur Tabelle anmelden und wirst dann wie jeder andere Gläubiger auch über eine Quote anteilig befriedigt. I.d.R. kannst Du deine Forderung aber voll abschreiben, denn viel bleibt erfahrungsgemäß nach der Vergütung des Inslvenzverwalters eh nicht zur Verteilung übrig.

Die Arbeitsagentur hat bis auf das Konkursausfallgeld nix mit Deinen Lohnforderungen zu tun.

Alles was an Lohnforderungen noch offen steht ist an den Konkursverwalter zu richten. Mit Glück bekommst Du nach Jahren, wenn die Insolvenz abgeschlossen wird eine Quote, also ein Teil Deiner Forderungen.

Kommende Lohnansprüche werden doch sicher nur bis zum Kündigungstermin entstehen.

Du solltest dich arbeitslos melden.

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