Löschung einer Grundschuld

5 Antworten

Es ist sinnvoll die Grundschuld maximal darauf zu reduzieren einen evtl. nötigen Reparaturkredit zu bekommen. Möglichst auf Null! Die gesamte Grundschuld stehen zu lassen ist höchst leichtsinnig! Die Banken verbuchen sie in den Kontengruppe "Gesamtheit aller Sicherheiten" obwohl Ihr Anteil bereits getilgt ist! Mit dieser "Gesamtheit aller Sicherheiten" als eigene Sicherheit leihen sich die Banken wieder Geld (meist von der Zentralbank) So lange Banken nie Pleite gingen war das kein Problem, diese Zeit scheint vorbei,...also gebt keine "Sicherheiten" mehr aus den Händen!

Was ist wenn man die Bescheinigung vom Kreditinstitut verlegt hat das der Kredit abbezahlt ist? Kennt jemand die Prozedur?

Man braucht die notarielle Löschungsbewilligung des Gläubigers. Die reicht der Notar zwecks Löschung zum Grundbuch ein. Gibt der Gläubiger die Löschungsbewilligung nicht freiwillig, kann man ihn auf Erteilung der Bewilligung verklagen. Wenn die Grundschuld im Grundbuch als "Platzhalter" für spätere Darlehensaufnahmen bestehen bleiben soll, kann sie in eine Eigentümergrundschuld umgewandelt werden. Der Notar weiß alle nötigen Schritte.

Du musst hierzu eine sog. Löschungsbewilligung beim Grundbuchamt, wo das Grundstück eingetragen ist, abgeben und der Eigentümer der Grundschuld muss notariell der Löschung zustimmen und den Vollzug gegenüber dem Grundbuchamt schriftlich beantragen.

Vorsicht, bei Deiner Frage gehen "Grundschuld" und "Hypothek" durcheinander. Beide haben unterschiedliche Konsequenzen.

Falls eine "Hypothek" eingetragen wurde, ist die mit der vollständigen Tilgung "weg" und kann nur noch gelöscht werden.

Eine "Grundschuld" kann wieder aufleben und für neue Kredite jedweder Art verwendet werden. Eine Löschung im Grundbuch würde ich auch nicht empfehlen, sondern die Löschungsbewilligung sicher (zu Hause oder bei dem eingetragenen alten Kreditgeber) aufbewahren. Ihr habt dann die Flexibilität schnell einen neuen Kredit damit zu besichern.

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