LKW Fahren ohne LKW Führerschein auf Private Gelände.

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Moin euch allen,

mal Klartext, man braucht außerhalb des öffentlichen Strassenverkehrs keinen Führerschein. Das bedeutet aber das das Gelände durch niemanden betreten werden darf und vor allem kann. Ausgenommen sind Personen denen das Erlaubt wird. Sicherlich wird dann keine Versicherung mehr bezahlen aber das ist sache deines Chefs wenn er dir das Angewiesen hat. Wichtig: kein öffentlicher Straßenverkehr - für niemanden befahr- oder begehbar.

LG Berni

Ich habs abgesagt, da das Tor immer offen ist und jederzeit andere Fahrzeuge das Gelände drauf fahren koennen. Danke!

@tbadwin

dann gieb mir bitte noch ein Plus. Vielen Dank Berni

Wenn es sich nicht um öffentlichen Verkehrsraum handelt, wäre das Fahren ohne Fahrerlaubnis dort keine Straftat.

Allerdings würde ich mir die berufsgenossenschaftlichen und sonstigen Sozialvorschriften mal ansehen, die für das Betriebsgelände gelten. Es kann durchaus trotzdem zivilrechtliche Konsequenzen gegen den Fragensteller haben, wenn dort etwas passiert und es kommt heraus, dass er niemals Fahrunterricht hatte bzw. eine Prüfung im Lkw-Fahren abgelegt hat.

@Nils2

Sorry aber das ist föllig falsch. Das Fahren ohne Führerschen auf nicht öffentlichen Fläschen ist sehrwohl erlaubt. Und eine Straftat kann ich mit einem Fahrzeug eh nur in Verbindung mit einer anderen Handlung begehen.

"Ich kann auch ohne Führerschein mit meinem Trecker über meinem Acker fahren und wenn ich einen Garten habe, kann ich da auch mit meinem Motorad fahren"

Berni

@papabernd

Auch wenn Du es mit einem "Sorry" würzt, bleibt das, was Du schreibst, vollkommen falsch. Schade finde ich, wenn Leute, die etwas nur aus dem Volksmund wissen, hier Sachen mit einer Selbstsicherheit verkaufen, als ob es stimmen würde.

Ich empfehle Dir dazu z.B. folgende Lektüre: Brutscher, Verkehrsstraftaten, 7. Aufl. 2009, S. 35 ff.

Darüber hinaus besagt z.B. die Verwaltungsvorschrift zur StVO:

"Öffentlicher Verkehr findet auch auf nicht gewidmeten Straßen statt, wenn diese mit Zustimmung, oder unter Duldung des Verfügungsberechtigten tatsächlich allgemein benutzt werden. Dagegen ist der Verkehr auf öffentlichen Straßen nicht öffentlich, solange diese, zum Beispiel wegen Bauarbeiten, durch Absperrschranken oder ähnlich wirksame Mittel für alle Verkehrsarten gesperrt sind."

Einschlägiger Kommentar zur FeV:

"Als Straße gelten alle für den Straßenverkehr oder für einzelne Arten des Straßenverkehrs bestimmten Flächen. Der Oberbegriff „Straße“ umfasst alle für den fließenden und ruhenden Straßenverkehr oder für einzelne Arten des Straßenverkehrs bestimmten Flächen einschließlich der Plätze, der Sonderwege für Radfahrer, Reiter und Fußgänger und der öffentlichen Parkplätze."

Einschlägiger Kommentar zur StVG:

"Dazu gehören nicht nur die dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Verkehrsflächen (vgl. 4 zum § 2 FStrG und entsprechende Bestimmungen der Länderstraßengesetze), sondern auch die tatsächlich öffentlichen Wege"

 

@Nils2

Einschlägiger Kommentar zur StVO:

"Voraussetzung für öffentlichen Verkehr auf privatem Verkehrsgrund ist, dass ein nicht durch persönliche Beziehungen untereinander oder gemeinsame Beziehungen zum Verfügungsberechtigten zusammenhängender Personenkreis den Verkehrsgrund erlaubterweise tatsächlich benutzt. Dass der betroffene Verkehrsgrund nur zu einem bestimmten Zweck von jedermann benutzt werden darf oder nur zu bestimmten Tageszeiten oder nur bestimmte Verkehrsarten auf ihm zugelassen sind, schließt öffentlichen Verkehr nicht aus. [...] Beispiele für öffentlichen Verkehrsraum auf privatem Grund: Ladestraße eines Güterbahnhofs trotz Schildes „Unbefugten ist Zutritt verboten“ (OLG Schleswig in VerkMitt. 48, 15); Tankstellengelände, Autowaschanlage (BayObLG in VerkMitt. 80 Nr. 57); städtische Mülldeponie (OLG Zweibrücken in VRS 60, 218); Parkhäuser (OLG Karlsruhe in VerkMitt. 78 S. 12); Parkplatz einer Gastwirtschaft, es sei denn, er ist nur Übernachtungsgästen vorbehalten (BGH in VRS 20, 453); Polizeiunterkunft, sofern allgemeiner Publikumsverkehr stattfindet (vgl. OLG Düsseldorf in NJW 56, 1651); Hinterhofparkplatz, der Kunden mehrerer Firmen sowie Anwohnern offen steht (OVG Münster v. 4. 8. 1999 in DÖV 2000, 211)."

 

Du siehst, ich könnte Dich mit Belegen, Beispielen und Gerichtsurteilen erschlagen. Was kannst Du um Deine Behauptung zu untermauern?

Für weitere Erklärungen, siehe bitte meinen Kommentar weiter unten.

Übrigens gebe ich meistens meine Antworten als Kommentar irgendwo, weil ich auf die Punkte pfeife. Also gib mir bitte noch ein Plus. Danke.

Auf Privatgelände kannst du tun und machen was du willst. Nur sollte die Versicherung irgendwann mal bzgl. eines Schadens nachforschen, könnte es passieren das diese die Schäden bei einem Unfall nicht übernimmt. Bzgl. deines Führerscheins kann dir nichts passieren, sowieso nicht wenn es von der Firma auch erlaubt wurde auf ihr privates Gelände die Fahrzeuge zu bewegen!

 

So ein Quatsch.

Cool aber, dass Du es mit einer Selbstsicherheit verkaufst, dass man fast glauben könnte, Du weißt es.

das Gelände muss abgesperrt von "öffentlichen Straßen" sein. Eine Absperrung z.B. Seil, Holzlatte reichen aus. Zum Gabelstabler fahren , auch auf Privatgelände braucht man einen Füherschein. Gesetze werden geschaffen um sich zu streiten bzw. damit unsere Feudalherren etwas zu tun haben.

Das ist genau mein Problem weil es gibt ein Zaun der ist aber fast immer offen.

Es stimmt zwar, dass du auf pPrivatgrund keinen Führerschein brauchst, aber bei der Haftung  für einen Unfall steigt jede versicherung aus.

Auf privatem Gelände nur, wenn es umfriedet ist und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Das ist in deinem Fall aber nicht gegeben, da ja Kunden auf das Gelände fahren. Ruft da einer nach einem Unfall die Polizei, gibts Ärger (jaa die kommen auch dahin).

Was möchtest Du wissen?