Leistungen AlgII Kind nicht a gegeben?

1 Antwort

Hallo,

in Deiner grundlegenden Annahme hast schon mal dahingehend Recht dass dem dem Jobcenter hier kein finanzieller Schaden entstand .

Es kann hier zwar nur spekuliert werden, weswegen Dein Ex-Freund und Kindesvater sein Kind im Leistungsantrag nicht als Mitglied in seiner Bedarfsgemeinschaft mit aufführte , aber auch dafür gibt es zumindest eine organisatorische Erklärung :

Als Eltern seit Ihr bekanntlich beide gemeinsam unterhaltspflichtig gegenüber Eurem Kind. Du hast Arbeit, er scheinbar nicht im Moment. Da Ihr Eure partnerschaftliche Beziehung gelöst habt, könnt Ihr beiden jetzt auch entscheiden, in wessen Haushalt das Kind künftig und hauptsächlich leben wird, denn auch in Eurer aktuellen Wohnsituation bildet Ihr nach Eurer Trennung ja fiktiv je Euren eigenen Haushalt.

Wenn Kindesvater sich in seinem Antrag jetzt darauf hingehend bezieht, das Kind lebe in Deinem Haushalt, wird er damit faktisch unterhaltspflichtig, was er momentan im ALG II - Bezug ja nicht in Bar leisten kann. Damit ist der Fall aus Sicht der Bürokratie in soweit schon mal vom Tisch und Du musst momentan alleinig für die Versorgung des Kindes aus Deinem Einkommen aufkommen.

In diesem Sachverhalt hast / hattest Du dadurch allerdings auch nichts mit dem Jobcenter und seiner Bürokratie zu tun und musst somit selbst keinen Kindesunterhalt anteilig an den Vater zahlen. Hätte der Vater in seinem Antrag das Kind z.B. mit 50 / 50 hinsichtlich der Aufenthaltsdauer in seinem Haushalt angegeben, hätte er seinen Lebensunterhalt + eventuell 50 % des Regelbedarfes für das Kind vom Jobcenter bekommen können, aber davor hätte erst mal eine Prüfung Deiner wirtschaftlichen Verhältnisse erfolgen müssen und je nach der Höhe Deiner Einkünfte hättest Du dann diesen Anteil an ihn zahlen müssen.

Sofern Du also über ein ausreichend hohes Erwerbseinkommen für Dich und das Kind verfügst, wäre es finanziell unterm Strich egal, da Du halt dann so oder so den finanziellen Ausgleich hättest schaffen müssen.

Damit er nun vorm Jobcenter deswegen nicht schlecht da steht kannst Du bei gutem Einkommen durchaus angeben, davon gewusst zu haben, weil Du halt derzeit über genügend Einkommen zur vorübergehend alleinigen Versorgung des Kindes verfügst.

Damit wäre der Fall im Sinne der Bürokratie auch für das Jobcenter abgeschlossen und Du hättest nichts weiter mit denen zu tun.

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