Lebensversicherung Bezugsrecht!

3 Antworten

Hallo Mia273,

wer im Leistungsfall der Lebensversicherung die Auszahlung erhält, ist von der Bezugsberechtigten Person abhängig.

Bei Lebens- und Rentenversicherungen unterscheidenVersicherungen zwischen dem Versicherungsnehmer, der versicherten Person unddem Bezugsberechtigten.

Der Versicherungsnehmer ist derInhaber eines Vertrages. Der Versicherungsnehmer kann bei der VersicherungInformationen zur Versicherung einholen, die Versicherung kündigen oderbeitragsfrei stellen. Der Versicherungsnehmer kann das Bezugsrecht jederzeit ändern. Hierfür muss er die Änderung schriftlich bei der Versicherungsgesellschaft anzeigen.

Ausnahme: Wurde das Bezugsrecht unwiderruflich verfügt, so kann das Bezugsrecht nur mit Zustimmung des unwiderruflich Bezugsberechtigten Person geändert werden. In der Praxis wird das unwiderruflich Bezugsrecht selten ausgeübt.

Das Risiko einer Versicherung wird auf die versichertePerson abgeschlossen. Im Erlebens- oder Todesfall der versicherten Personkommt die Versicherung zur Auszahlung.

Zum Bezugsrecht:
Der Versicherungsnehmer kann zu Lebzeiten entscheiden wer das Geld zum Auszahlungstermin(Ablauf der Versicherung) erhalten soll. Ebenfalls entscheidet derVersicherungsnehmer, wer das Geld im Todesfall der versicherten Person erhaltensoll. Der Bezugsberechtigte hat dann im Leistungsfall (Ablauftermin bzw.Todesfall) Anspruch auf die Versicherungsleistung. Ganz wichtig: DasBezugsrecht endet mit dem Ablauf- bzw. Kündigungstermin der Versicherung. Dasbedeutet: Verstirbt die versicherte Person nach dem Auszahlungstermin, hast dukeine Ansprüche als Bezugsberechtigter auf die Auszahlungssumme.

So wie du deinen Fall schilderst, wäre es sinnvoll das Bezugsrecht in Todesfall deines Kinder abzuändern. Wenn du das nicht tust, dann würde die Leistung im Falle des Todes an die Erben deines Kindes gehen.

Der Versicherer bestätigt dir de Änderung schriftlichzum Beispiel im Versicherungsschein oder einem Nachtrag zum Versicherungsschein.

Ich hoffe meine Information hilft dir weiter

Viele Grüße, Christina vom Allianz hilft Team.

Hallo, die Bezugsberechtigung "für den Todesfall" bezieht sich grundsätzlich auf die versicherte Person, nicht auf Dich als Versicherungsnehmer. Nachdem eine Deiner beiden Töchter ja die versicherte Person ist, bekäme dann die andere das Geld. Dabei muss aber noch geklärt werden, ob dieses Bezugsrecht unwiderruflich oder widerruflich eingetragen worden ist.

Sinnvoll wäre eine Bezugsrecht im Todesfall auf Dich, wie auch im Erlebensfall. Solche Abschlüsse werden oftmals gemacht, wenn der VN aus gesundheitlichen Gründen keine LV mehr abschließen kann. Oder?

Hallo und danke für deine Antwort. "Nachdem eine Deiner beiden Töchter ja die versicherte Person ist, bekäme dann die andere das Geld. " Das verstehe ich jetzt nicht, wieso dann die andere das bekommen würde.

Ob es unwiderruflich oder widerruflich ist weiß ich nicht, steht nichts auf dem Versicherungsschein drauf. Kann zumindest nichts finden.

Man wie kompliziert. Die LV ist schon älter ... 1992 - ehrlich gesagt weiß ich nicht warum das so gemacht wurde. Aber gesundheitliche Gründe kann nicht sein.

@Mia273

Seltsames Konstrukt, folgende Auszahlungen würden erfolgen:

1) Lebt das Kind, welches VP ist, am Anlauf der Versicherung noch, so bekommst Du als VN das Geld ausgezahlt.

2) Verstirbt das Kind, welches VP ist, vor Ablauf der Versicherung, so bekommt das andere Kind die Todesfallsumme ausgezahlt, Du als VN gehst hier leer aus.

Was passiert wenn Du als VN verstirbst ?

War der Verstorbene versicherte Person, erlischt der Vertrag. Die Versicherungssumme wird an den Bezugsberechtigten gezahlt. Stirbt der Versicherungsnehmer, der nicht versicherte Person war, wird eine bei Vertragsabschluss bestimmte Person neuer Versicherungsnehmer. Wurde niemand eingetragen, fällt der Vertrag an die Erben.

Wichtig: Da Du ja VN bist kannst Du jederzeit die Bezugsberechtigungen problemlos ändern und ich denke das macht auch Sinn.

@Thommy06

VIELEN DANK, genau das wollte ich wissen :-)

@Thommy06

Sicherlich hast Du als VN die alleinigen Gestaltungsrechte und kannst alles ändern, AUßER das Bezugsrecht im Todesfall wäre ein unwiderrufliches. Dann könntest Du die Änderung des Bezugsrechtes für den Todesfall nur mit Zustimmung der unwiderruflich begünstigten Person (Deine zweite Tochter) ändern. Deshalb mein vorsichtiger Hinweis in dieser Richtung, weil ich den Vertrag ja nicht kennen kann.

Wenn schon so ein seltsames Konstrukt gemacht worden ist, warum auch immer, dann könnte ein unwiderrufliches Bezugsrecht eben auch noch vereinbart worden sein. Dies muss aber entweder im Antrag, in der Police oder mittels Nachtrag dokumentiert worden sein. Wenn nichts erkennbar, dann kannst Du als VN eine Änderung nach Deinen Vorstellungen beantragen. Sollte ein unwiderrufliches Recht vereinbart worden sein, so wird spätestens dann der VR Dich um Zustimmung des unwirderruflich Begünstigten bitten.

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