lebendslanges wohnrecht trotz auszug?

5 Antworten

Da das Wohnrecht auf Lebenszeit notariell verbrieft ist, hat der Inhaber des Wohnrechtes das Recht nun wieder dieses auszuüben, auch wenn er vorübergehend einvernehmlich sich anderweitig aufgehalten bzw. gewohnt hat. Es kommt nun lediglich drauf an, mit welcher Frist der derzeitige Mieter raus muss. Was ist dazu vereinbart worden? Ich denke, es läuft auf die gesetzliche Dreimonatsfrist hinaus.

ja, er hat drei monate kündigungsfrist. das würde ja auch im umkehrschluss heißen der wohnrechtinhaber kann aus und einziehen wie er lustig ist?

@dantebenito

Das sehe ich so, es sei denn er gibt dieses Recht notariell beurkundet auf.

Folgendes Problem: Mieter, der Wohnrecht auf Lebenszeit in einer Wohnung hat, zieht im Februar aus der Wohnung. Überlässt sie einem jungen Mann in dessen Mietvertrag er aber vom Hausbesitzer eintragen läßt "Das Lebenslange Wohnrecht von Herrn .... besteht weiterhin"

Wenn man auszieht, verliert man sein lebenslanges Wohnrecht.

Ist das rechtens das dem jetztigem Mieter so einfach gekündigt werden kann?

Nicht ohne entsprechende Gründe, wie z.B. Eigenbedarf, das liegt aber hier nicht vor.

Ohne es zu wissen, würde ich tippen, dass hier der alte Mieter "Eigenbedarf" anmelden und der neue Mieter innerhalb von 3 Monaten ausziehen muss. Ansonsten wäre es mir ein Rätsel, was man von dem Wohnrecht wirklich hat. Vielleicht kommt aber noch ein schlauer Jurist oder jemand mit ähnlichen Erfahrungen zu dieser Frage, der wirklich Bescheid weiß.

Wenn Eigenbedarf dann müsste ja der kündigen der das Wohnrecht hat, oder? Der Mietvertrag wurde aber mit dem Hausbesitzer gemacht.

Schon verwirrend irgendwie

@dantebenito

Der Eigentümer muss dem Mieter kündigen, mit der Begründung der Gewährleistungspflicht zur Ausübung des lebenslangen Wohnrechtes. Als Frist sehe ich drei Monate.

Ist das rechtens das dem jetztigem Mieter so einfach gekündigt werden kann?

Wenn es sich um ein vom Vermieter selbstbewohntes 2-Familienhaus handelt, dann kann der VM ohne Begründung mit einer um 3 Monate verlängerten Kündigungsfrist kündigen.

Ansonsten muss eine Kündigung immer begründet sein.

es handelt sich um ein 4 familienhaus in dem auch der besitzer wohnt

@dantebenito

Dieses Sonderkündigungsrecht gilt ausschließlich für 2-Familienhäuser. Daher muss die Kündigung begründet sein und ist m. E. somit nichtig. Bezüglich der Wohnrechtsituaton schließe ich mich Nemesis an.

Das Wohnrecht behält er, es ist lebenslang...

Allerdings ist es eben ein Wohnrecht, und kein Niesbrauchrecht, es beschränkt sich also lediglich auf das persönliche Wohnen des Berechtigten, aber nicht auf das Vermieten...

Dennoch ist das Mietverhältnis wirksam, auch wenn es unberechtigt zustande kam, und unterliegt somit dem deutschen Mietrecht. Und da darf man eben nur mit entsprechendem Grund kündigen, und das darf auch nur der Vermieter...

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