Leasingdaten im Angebot?

1 Antwort

Leasing ist i.d.R. eine Nutzungsüberlassung über eine bestimmte Laufzeit und je nach Vertrag bzw. Vertragsgestaltung wird beim KFZ-Privatleasing am Ende der Laufzeit das Fahrzeug zurückgegeben oder kann vom Leasingnehmer übernommen werden, so dass es quasi eine Mischform aus Miete und Finanzierung ist, bei der ein Zinssatz zugrundeliegt. Beim Verbraucherleasing muss daher aufgrund gesetzlicher Vorschriften der effektive Jahreszins ausgewiesen werden.

Die Tatsache, dass der Nettodarlehensbetrag, also der Betrag, der tatsächlich als Leasing finanziert wird, in dem Beispiel weitaus niedriger ist als der Kaufpreis, weist auf einen Leasingvertrag mit Kilometerbegrenzung hin mit einem recht hohen Restwert in Höhe von ca. 50 %, der vom Leasingnehmer gezahlt werden müsste, wenn dieser nach 36 Monaten das Fahrzeug übernehmen möchte. I.d.R. wird aber bei dieser Leasingvertragsart das Fahrzeug am Ende der Laufzeit zurückgegeben und nur bei Mehrkilometern und ggf. größeren Schäden muss der Leasingnehmer in diesem Fall etwas zahlen.

Danke!

Bedeutet also, wenn das Auto nach 36 Monaten zurückgegeben wird, entstehen nur die Leasingkosten 36x99 = 3564EUR (wenn keine Mehrkilometer oder Schäden). Sollte das Auto nach 36 Monaten vom Leasingnehmer übernommern werden(gekauft)= würde es den Nettodarlehensbetrag = 19.706EUR kosten,?

@Seglock

Bezüglich der Kosten, wenn das Fahrzeug am Ende der Laufzeit ohne Mehrkilometer und Schäden zurückgegeben wird: Ja, das ist richtig, sofern keine Anzahlung geleistet werden muss.

Sollte das Fahrzeug am Ende der Laufzeit übernommen werden: Nein. Der Nettodarlehensbetrag ist der Gesamtfinanzierungsbetrag einschließlich Zinsen ohne den Restwert, der bei einem sog. Kilometervertrag häufig auch gar nicht ausgewiesen wird. aufgrund des Nettodarlehensbetrags gehe ich von einem kalkulierten Restwert in Höhe von ca. 50 % des ursprünglichen Kaufpreises aus, kann aber nicht sagen, wie hoch der tatsächlich sein wird. Sollten tatsächlich nur 3.564,-- € Leasingraten gezahlt werden und keine Anzahlung, müsste der Restwert bei dem Fahrzeugpreis eigentlich sogar bei ca. 30.000,-- € liegen, also viel zu hoch, wobei bei der Berechnung des Restwertes natürlich auch ein für das Fahrzeugmodell üblicherweise gewährter Rabatt vom Kaufpreis abgezogen werden müsste.

Ich kann mir aufgrund des Nettodarlehensbetrags kaum vorstellen, dass es sich um ein Angebot ohne Anzahlung handeln soll...

Handelt es sich bei dem Leasingangebot um ein Angebot einer Autoherstellerleasinggesellschaft, geht das Fahrzeug bei einem Kilometervertrag i.d.R. an den Händler zurück, von dem das Auto ursprünglich übernommen wurde. Der Händler zahlt dann den Restwert an die Leasinggesellschaft und entscheidet selbst, zu welchem Preis er das Fahrzeug ggf. an den ursprünglichen Leasingnehmer veräußert.

@Leasingfachmann

Danke!

Super Erklärung. Ein kleiner bisshen an Puzzelstücken fehlt mir aber noch um es komplett zu begreifen)))

Händler bekommt das Auto von der Leasinggesellschaft, Wert 33k EUR. Er überlässt es mir für 3 Jahre für 3564EUR. Nach 3 Jahren zahlt der Händler der Leasinggesellschaft den Restwert zurück und das Auto gehört dem Händler, der es nun verkauft, ob an mich oder andere. Der Preis des Autos setzt sich zusammen, faktisch, aus Leasing Raten, Darlehensbetrag, Restwert. Doch wer bezahlt an wen den Darlehensbetrag von fast 20.000EUR?

PS: Angebot ist mit BMW Umweltprämie+, also 6.000EUR die als Anzahlung fungieren. Daher der geringe Leasingbetrag, soweit ich das verstehe.

@Seglock

Dann wird mit der Umweltprämie als Anzahlung insgesamt also 9.564,00 € gezahlt, dann kann es tatsächlich sein, dass der Nettodarlehensbetrag der interne Restwert ist, dann würde es inkl. Rabatt ja hinhauen, das Auto also im Endeffekt ca. 30.000 € kosten. So ganz klar ist mir in diesem speziellen Fall tatsächlich nicht, was mit dem Nettodarlehensbetrag gemeint sein soll. Am besten mal bei dem Anbieter nachfragen und hier schreiben, das würde mich auch interessieren...

@Seglock

Dann könnte hier angesichts des niedrigen tatsächlichen Kaufpreises, bei dem sicherlich neben Rabatt die 6.000,-- € Umweltprämie berücksichtgt ist, die Nettodarlehenssumme doch die Gesambelastung inkl. Restwert sein, der Restwert also die Nettodarlehehenssumme abzüglich Gesamtleasingraten betragen, wobei es dann immer noch insgesamt etwas unter dem Kaufpreis wäre, also nicht nur gar keine Zinsen anfallen, sondern sogar "Minuszinsen", was nicht zum angegebenen Effektivzinssatz passt. Daher steige ich bei dem Angebot auch nicht wirklich durch, das ist etwas verwirrend ausgdrückt und aufgebaut. Vielleicht heißt Nettodarlehenssumme auch Nettodarlehen ohne Zinsen und die müssen hinzugerechnet werden, dann könnte es wieder passen...

Mein Fachgebebiet sind auch eher gewerbliche Leasingverträge und keine privaten.

@Leasingfachmann

Ich danke sehr für den Einsatz! Mal sehen was der Händler sagt)

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