Laut Mietvertrag "Kündigung bis spätestens dritten Werktag eines Monats". Kündigung kommt aber erst am 5. 1. 2017 an. Frist also abgelaufen, richtig?

5 Antworten

Noch hast Du Zeit, die Kündigung auf andere Art, als dem Postweg zu überbringen. Falls es nicht zu weit und zu umständlich ist, schnapp Dir einen neutralen Zeugen und fahr direkt zur Adresse des Vermieters. Übergib dort persönlich oder wir persönlich in den Briefkasten ein. Der Zeuge sollte

a) bestätigen können, was im Umschlag ist

b) bestätigen können, wann Du und dass Du genau diesen Umschlag übergeben oder eingeworfen hast und, wenn möglich

c) Dich mit Zeitstempel mit seinem smartphone fotografieren oder filmen, wenn Du den Brief übergibst/einwirfst.

Geht das nicht, weil der Vermieter zu weit weg wohnt, schickst Du die Kündigung vorab per Fax und rufst dann direkt den Vermieter an und fragst ihn, ob er das Fax erhalten hat. Hat er kein Fax: Ruf ihn an und teile ihm mit, dass Du zum 31.3. kündigen musst und dass das Schreiben unterwegs ist. Frag ihn direkt, ob er die Kündigung zum 31.3. akzeptieren wird, auch wenn der Brief zu spät kommen würde. Er könnte zwar ja sagen und dann immer noch hinterher den rechtzeitigen Zugang bestreiten, aber das wäre dann schon äußerst mies und ganz schlechter Stil. Da muss das Verhältnis schon arg zerrüttet sein, wenn man von seinem Vermieter so schlecht behandelt wird.

Dann ist sie zu spät angekommen und die Kündigung ist erst zum 30. April möglich, wenn der Vermieter ein Erbsenzähler ist.

Ich als Vermieter würde es davon abhängig machen, wie das Verhältnis zum Mieter war. Hat er mich ständig geärgert, dann ärgere ich ihn, wenn es keinen Ärger gab. würde ich trotz einer verspäteten Abgabe den Mieter zum 31. März rauslassen.

Wenn die Kündigung erst am 4. Werktag dem Vertragspartner zugeht, sie im Machtbereich des Vertragspartners ist, endet die Kündigungsfrist entsprechend später.

Zum Beispiel erst am 30. April, statt am 31. März.

Wenn Du heute per Einschreiben kündigst, dann gilt das heutige Datum der Kündigung. Wann der Vermieter das dann aufmacht und liest, ist völlig irrelevant.

Hier gilt das Datum des Poststempels. Bei einem Einschreiben bist Du auf der sicheren Seite, hast ja dann einen Einlieferungsbeleg mit heutigem Datum in der Hand.

Schreib die Kündigung auch nochmal per Mail und kündige in der Mail an, dass die schriftliche Kündigung per Einschreiben auf dem Weg ist.

lg Lilo

Frag mal auf der Post, was ein Einschreiben mit Rückschein kostet? Dann muss der Empfänger nämlich unterschreiben, dass er das Einschreiben in Empfang genommen hat, ist aber relativ teuer

Wenn Dir das alles zu unsicher ist und Du unbedingt aus dem Vertrag rauswillst, kannst Du nicht einfach heute hinfahren und ihm die Kündigung überreichen?

Meine Internet-Recherche sagt da aber was anderes!

Liegt beispielsweise eine Benachrichtigung über ein Einschreiben im Briefkasten, gilt der Tag, an dem der Vermieter das Ding vom Postamt abholt. Und nicht der Tag, an dem der Mieter das Einschreiben aufgegeben hat.

Wenn Du heute per Einschreiben kündigst, dann gilt das heutige Datum der Kündigung.

 

Nein! Woher nimmst Du dieses Wissen?

Ausschlaggebend bei der Kündigungsfrist ist das Datum, an welchem das Schreiben beim Vermieter eingeht. Der Poststempel ist unerheblich.

Folglich muss das Schreiben bis morgen beim Vermieter vorliegen.

per Einschreiben und Rückschein sollte man niemals kündigen. Hier kann nämlich der Vermieter die Annahme verweigern

Schreib die Kündigung auch nochmal per Mail und kündige in der Mail an

 


Die Kündigung von Mietverhältnissen bedarf nach § 568 BGB der Schriftform, d.h. Kündigungen via E-Mail sind grundsätzlich unwirksam.

Bitte keine Antwort geben, wenn Du davon keine Ahnung hast. Das ist für den Fragesteller irreführend.

Bei einer empfangsbedürftigen Willenserklärung (und um eine solche handelt es sich bei einer Kündigung) kommt es auf den Eingang beim Vermieter an. Das "Datum des Poststempels" (also der Augabezeitpunkt zur Post) ist völlig irrelevant.

Hier gilt das Datum des Poststempels. Bei einem Einschreiben bist Du auf der sicheren Seite, hast ja dann einen Einlieferungsbeleg mit heutigem Datum in der Hand.

Dummfug hoch 3.

Das DH war ein Versehen:-(

Du hast keine Ahnung von Mietrecht und verbreitest nur Deine Meinung.

Weißt Du aber die Antwort nicht, dann halte Dich bitte zurück.

Du möchtest sicherlich auch nur richtige Antworten, wenn Du eine Frage stellst.

@johnnymcmuff

Trotzdem gilt ein nicht abgeholtes Einschreiben meines Wissens nach als zugestellt !?

@deKlaus

Trotzdem gilt ein nicht abgeholtes Einschreiben meines Wissens nach als zugestellt !?

Ein Einwurfeinschreiben gilt als zugestellt; Einschreiben mit Rückschein ist Mist, weil der Empfänger es ablehnen kann oder nicht da ist.

Aber es zählt in beiden Fällen, dass das Schreiben am dritten Werktag beim Vermieter sein muss.

@deKlaus

Nein.

Denn auf der Benachrichtigungskarte steht weder der Name des Absendern, noch was über den Inhalt.

@deKlaus

Das war erst kürzlich im Radio zu hören. Demnach wäre es so, dass der Einwurf der Benachrichtigungskarte als Zustellnachweis gilt.

Dennoch würde ich mich nicht darauf verlassen, denn der eigentliche Brief ist nicht rechtzeitig in die Verfügungsgewalt des Empfängers gelangt und dieser hat außerdem die Möglichkeit, die Annahme zu verweigern. Dann war der Zustellversuch vergeblich und zu spät.

@bwhoch2

Das war erst kürzlich im Radio zu hören. Demnach wäre es so, dass der Einwurf der Benachrichtigungskarte als Zustellnachweis gilt. 

Nach meinem Wissen wäre das nur der Fall wenn der Empfänger vorher wußte das die Kündigung unterwegs ist und er das ES darum bewußt nicht angenommen oder abgeholt hat. Stichwort Zustellungsvereitelung.

Dein Unwissen ist grotesk, kein guter Rat sondern Irreführung.

@LiselotteHerz:

Du beschreibst sehr ausführlich, wie man es gerade nicht machen soll. Nur der letzte Satz ist korrekt, scheitert aber spätestens dann, wenn das Hinfahren nicht möglich ist oder der Empfänger nicht angetroffen werden kann und man keinen neutralen Zeugen hat, der einem bestätigt, dass und wann man den Brief eingeworfen hat.

Zur Gültigkeit des Poststempels:

Es gab schon viele Briefe, die der Post übergeben wurden, aber erst nach Jahrzehnten zugestellt wurden, weil sie irgendwo "hinten rein" rutschten.

Heute einen Brief bei der Post aufzugeben, wenn schon bekannt ist, dass die Zusteller streiken, wäre ebenfalls ein Grund, warum das mit dem Poststempel nicht funktionieren kann. Und schlimmstenfalls, entsprechend Deinem ersten Satz, kann der Briefschreiber heute die Kündigung schreiben und erst in drei Wochen zur Post bringen? Ich denke, Du siehst ein, dass es nicht richtig ist, was Du geantwortet hast, es sei denn Du wolltest den FS absichtlich auf die falsche Schiene setzen.

Wenn möglich, solltest Du die Kündigung persönlich überreichen und den Erhalt mit Datum auf einer Kopie quittieren lassen.

Alle über den Postweg abzuwickelnden Zustellwege haben ihre Tücken.

Selbst beim Übergabe-Einschreiben könnte ein (böswilliger) Vermieter behaupten, er hätte einen leeren Umschlag erhalten...

Alle über den Postweg abzuwickelnden Zustellwege haben ihre Tücken.

Stimmt nicht: Einwurfeinschreiben ist sicher

er hätte einen leeren Umschlag erhalten...

Das ist nun wirklich Unsinn, derlei Argument stammt aus der Eiszeit. Kein Gericht würde solch Argument gelten lassen.

Warum sollte auch jemand ein leeres Blatt schicken?

@albatros

Schon 2006 hat z. B. das AG Kempen darüber geurteilt, dass der Auslieferungsbeleg des Postzustellers den Zugang nicht beweist- noch nicht einmal als Anscheinsbeweis brauchbar ist.

@Samika68

Schon 2006 hat z. B. das AG Kempen darüber geurteilt

Das ist das Urteil eines Richters eines kleinen Gerichts; in der nächsten Instanz vor drei Richtern kann das anders ausgehen.

Habe eine Mietrechtssache die als verloren galt in der nächsten Instanz gewonnen.

@johnnymcmuff

... und dieser Richter ist bestimmt schon 10 Jahre in Pension und hat wahrscheinlich seinen Beruf gelernt, als noch Postkutschen unterwegs waren.

Vermutlich hat dieser Richter seine Amtssachen auch alle persönlich überbracht, weil er der Post nicht vertraute. Man muss sich das mal geben: Gerade Gerichte stellen ihre Bescheide entweder auch als normale Briefe zu oder man bekommt so eigenartig gelbe Umschläge eingeworfen, die einen Zustellvermerk enthalten, wo auch nur ein Briefträger bestätigt, dass er eingeworfen hat. Kein Unterschied zum Einwurfeinschreiben. Weshalb glaubt ein Richter, dass Gerichtssachen zuverlässiger zugestellt werden, als sonstige Einschreibebriefe?

Könnte er zwar behaupten, käme damit aber nicht durch...

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