Laminat in Mietswohnung. Braucht man vom Vermieter ne Genehmigung?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hattest du nicht schon gestern die gleiche Frage gestellt? Ich habe sie bereits dort beantwortet. Heute bringst du neue Fakten, deshalb neue Antwort: Grundsätzlich ist Verlegen von Laminat keine bauliche Veränderung und deshalb nicht zustimmungsbedürftig, zumal es in deinem MV dazu außerdem keinen Hinweis gibt. Wenn nun die Türen gekürzt werden müssen, so ist das für den Tischler kein Problem, das geht ruckzuck mit einer entspr. Tauchhandkreissäge vor Ort. Wurde bei mir auf Kosten des Vermieters nach Teppichbodenverlegung auch gemacht. Möglicherweise müsstest du aber die Kosten tragen. Der Tenor seitens des Vermieters liegt auf der angeblichen Unzulässigkeit des Verlegens von Laminat. Da das aber unzutreffend ist, sehe ich keinen Grund das Kürzen zu verweigern, zumal die Türen sowieso marode sind und bei anderen Mieter das Laminat erlaubt wurde, sicher mit dem gleichen Effekt der notwendigen Türkürzung. Zu der Klausel, dass bei Schönheitsreparaturen nur mit Zustimmung des Vermieters / der Genossenschaft von der bisherigen Ausführungsart abgewichen werden darf folgendes: Der BGH hat mit Urteil vom 18.10.2006 - VIII ZR 52/06 - entschieden, dass diese Klausel unwirksam ist. Das hat zur Folge, dass die Übertragung von Schönheitsreparaturen insgesamt sowohl während als auch zum Ende der Mietzeit von Anfang an als nicht vereinbart gilt. Das hat zur Folge, dass für alles der Vermieter zuständig ist. Das Verlegen von Laminat ist keine Schönheitsreparatur, demzufolge überhaupt nicht in diesem Zusammenhang von der Klausel betroffen, zumal sie außerdem an sich sowieso unwirksam ist.

Ich stellte die Frage halt wegen der neuen Fakten nochmal. Und im Mietvertrag steht soweit ersichtlich, rein gar nichts zum Bodenbelag, geschweige denn konkret Laminat oder speziell auf die Wohnungen im DG bezogen. Und den Laminat kann ich ja rückstandslos entfernen lassen. Und ich denke, dass ich das aktuelle Problem mit den Türen auch bei einem schönen Teppich hätte. Damals als die Türen durch den Vermieter in Auftrag gekürzt wurden, war der Teppich schon gut abgetreten. Ich werde jetzt mal versuchen zu klären, wie man die Sache regeln kann.

@Smudo1284

Ich werde mich nach guten Vorhängen umschauen, es geht nämlich auch nur um 2 Türen, die schief und unpassend sind ( im Bad und Schlafzimmer passen die Türen trotz Laminat, das ist Hauptsache ). Die Türen, die hinterher irgendwann eh entsorgt werden, stelle ich weg.

Ich will ja keinen Streß mit dem Vermieter, dann ziehe ich lieber aus, weil sowas keine Basis ist. Dass die mich einfach anlügen, ist auch ne Frechheit. Ich mag da gar nicht anrufen. Demnächst erfolgt der Kontakt schriftlich.

An solche komplizierten Fragen (zumal sich da offenbar ein Streit mit dem Vermieter / der Genossenschaft anbahnt) solltest Du auf jeden Fall einen Profi ranlassen. Vielleicht Rat einholen bei einem Fachanwalt für Mietrecht, wenn es sowas gibt.

Offenbar hast du das Verlegen vom Laminat nicht mit dem Vermieter abgesprochen.

Andererseits fragst du beim Vermieter vor dem Kürzen der Türen nach - also kann man dir zumindest keine Böswilligkeit unterstellen.

Um wieviel müssen die Türen denn gekürzt werden?

Wenn es nur wenige Millimeter sind, würde ich zunächst versuchen, Distanzringe in den Türangeln anzubringen, das bringt oft schon etwas.

Wenn es dann noch ein oder zwei Millimeter sind, dann sehe ich keine Problem darin, wenn du das auf eigene Kosten Schneiden/schleifen lässt.

Die Aussage, das steht nicht im Mietvertrag, kann ich natürlich nicht prüfen, aber so wie du das beschreibst, würde ich auch nicht unbedingt daraus lesen, dass Laminat verboten ist.

Und dalls du mal ausziehst - vielleicht gefällt dem Nachmieter das Laminat?

Mit Distanzringen würden wir die Türen nicht mehr schließen können, weil sie oben nicht mehr passen würden.

Ich denke, dass die Wohnung komplett erneuert wird, wenn ich ausziehe. Und die Türen wurden schonmal gekürzt, daher verstehe ich es nicht. Die Türen sind fast unbrauchbar, kein Mieter würde sie so nehmen.

Also, Laminat, laut, immer kalt sowie hochgiftig und im Schadensfall Sondermüll. Also wirklich und die Genossenschaft soll alles einfach so schlucken.

In unseren Wohnungen erhalten die Mieter umweltfreundliche Materialien wie Kork, Linoleum, Holz, auf ausdrücklichen Wunsch und bei Übernahme der etwaigen Entsorgungskosten, die ja eine VGV nicht immer übernimmt, auch dieses "Giftzeugs".

Für mich unglaublich, was sich einige Mieter so denken. Ich fürchte, dies wird eine teure Tasse und der alte Fußbodenbelag, den es ja sicherlich gab, wird auch noch zu ersetzen sein. Viel Glück.

Es gab einen Teppich, den ich vom Vormieter übernommen habe. Damals wurden die Türen vom Vermieter schonmal gekürzt, der Vormieter hatte nicht überall welche drin, ich durfte sie mir vom Dachboden holen, weil ich sie da zufällig entdeckte und bemerkte, dass sie nicht passten. Laut Mietvertrag ist die Wohnung ohne Bodenbelag und ohne Tapeten, also Steinboden zu übergeben, was ich auch einplante. Und weil die Wohnung entkernt wird ( Türen, Rahmen, Fenster, Bodenbelag ) und alles neu gemacht werden muss, wenn ich ausziehe, verstehe ich es eh nicht. Auch bei einem guten Teppich gäbe es die Probleme, der Vormieter hatte sie wie gesagt nicht drin. Ich bin nicht die Einzige, die Laminat gelegt hat. Und ich habe herausgefunden, dass Laminat an sich nicht verboten werden darf, sofern ich ihn wieder rausnehme, wenn ich gekündigt habe und ihn nicht ohne Genehmigung einklebe oder ähnliches.

@Smudo1284

Natürlich, der Mieter ist doch in seinen vier Wänden der Hausherr. Nur warum dieses Giftzeugs und dann, weil die Türen abgeschnitten wurden, später dem Vermieter auch noch neue Türen einbauen?

Und wer klebt die abgesägten Teile der Türen nach deinem Auszug wieder an? DAS wäre dann eine erhebliche abweichung der bisherigen Ausführungsart, da die Türen in allen Wohnungen wohl gleich sein werden.


Ich verstehe dich auch nicht so ganz. Du weißt das es schon Laminat im Haus gibt, warum hast du dann nicht einfach vorher gefragt?? Dann hättest du ein klares "Ja" oder "Nein" gehabt, und müsstest dir jetzt keinen Kopf machen!

Ich habe wegen einem Teppich schonmal die Türen kürzen lassen und es war kein Thema. Damals nach meinem Einzug habe ich schon neue Türen gewünscht, weil sie echt veraltet und teils defekt sind. Doch sie ließen sich nur auf die Kürzung ein. Und weil ich nicht davon ausgehe, dass ich einen Bodenbelag, den ich rückstandslos entfernen kann, genehmigen lassen muss, erst recht, wenn andere Mieter den auch haben. ( Zumal ich glaube, dass es evtl. eine Reaktion auf Kosten sparen war. Denn sonst hätte ich im gleichen Atemzug erwartet, dass ich den Laminatboden bis zum Tag x wieder raushaben muss. Die wollen einfach die Kosten der Kürzung nicht tragen, vermutlich ). Wie gesagt, steht im Vertrag nichts aussagekräftiges darüber. Und die Türen werden eh von keinem Nachmieter in dem Zustand übernommen. Ich gehe davon aus, dass die Wohnung nach meinem Auszug komplett sarniert wird.

@Smudo1284

Sie sind aber verpflichtet, den alten Boden wieder herzustellen, wenn Sie Ihr Laminat mal mit nehmen. Für die Kosten passender Türen kommen Sie dan außerdem noch auf!

@schelm1

Dass ich den Bodenbelag rausnehme und einen Steinboden hinterlasse, steht im Vertrag und ich hatte es eingeplant.

Ich mache es wie mein Vormieter und mache mir Vorhänge. Die Türen stelle ich in den Keller oder auf dem Dachboden.

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