Lärmschutzwall - Baugenehmigung

4 Antworten

Wie "Seehausen" bereits festgestellt hat, sind Lärmschutzwände und -wälle genehmigungspflichtig. Und bei einer Aufschüttung in der genannten Höhe wirft nicht nur die Statik Fragen auf, auch Abwasser respektive Abfluss / Drainage etc. bis hin zur ggfs. Einbeziehung des Bundesverkehrswegerechts / Landesstraßengesetz (Abstandsflächen) sind zu prüfen. Als Zaun ist das überhaupt nicht zulässig, da alle mir bekannten Satzungen Einfriedungen bestenfalls mit einer Höhe von 2m zulassen (in Städten i.d.R. noch weniger). Sofern die Genehmigungsbehörde hier nicht eine Ausnahmegenehmigung erteilt, sehe ich das Ganze als von vorneherein chancenlos an. Auf jeden Fall würde ich unter Lärmschutzaspekten von einem Erwerb stark abraten, solange nicht ein entsprechender Antrag auf Vorbescheid positiv beschieden wurde. Der wird hier allerdings Monate dauern.

NB.: Die Lage an der offenbar stärker frequentierten Landstraße dürfte ein nicht unwesentlicher Grund dafür sein, warum es verkauft werden soll bzw. noch nicht verkauft wurde.

Vielen Dank für deine Antwort. Nun, der Hauptgrund für den Verkauf scheint die Zahlungsunfähigkeit des Eigentümers zu sein. Aus diesem Grund ist das Objekt mehr als günstig zu bekommen, diesen Preis könnte ich bei einem Verkauf wieder erzielen oder wenn 10t€ dabei in den Sand gesetzt sind, sind sie das eben.

Weißt Du zufällig, wie sich die Abstände zu Landstraßen gestalten? Auf dem Abschnitt ist die Geschwindigkeit auf 50 begrenzt und die Straße hat Seitenstreifen sowie ein wenig Abstand zum Grundstück und es ist innerorts.

@LustigLustig123

Vielen Dank für deine Antwort. Nun, der Hauptgrund für den Verkauf scheint die Zahlungsunfähigkeit des Eigentümers zu sein.

OK.

Weißt Du zufällig, wie sich die Abstände zu Landstraßen gestalten?

"Landstraße" ist etwas unscharf. Entscheidend ist, wem die Straße - in diesem Abschnitt - eigentlich gehört: der Gemeinde, dem Kreis oder dem Land.

Handelt es sich um eine Straße des Bundeslandes, gilt üblicherweise (LBO) eine Abstandsfläche von 40m, bei Kreisstraßen 30m. Innerhalb dieser Distanz muss die zuständige Straßenbaubehörde einer baulichen Anlage zustimmen.

Auf dem Abschnitt ist die Geschwindigkeit auf 50 begrenzt und die Straße hat Seitenstreifen sowie ein wenig Abstand zum Grundstück und es ist innerorts.

Das ist aus dieser Beschreibung nicht zu entnehmen. Bitte Einblick in das Grundbuch nehmen (falls nicht ohnehin schon erfolgt) und ggfs. eine Anfrage an die Ortsgemeinde richten, wer für die Baulast dort zuständig ist.

Uii! Ein großes Vorhaben! Ich glaube nicht, dass dir das genehmigt wird, aber du kannst es ja versuchen: Frag erst mal bei deiner Gemeinde-/Stadtverwaltung nach und was im Bebauungsplan steht. Und auch beim zuständigen Bauamt beim Landratsamt! Am besten dummachst voeher eine Maßstabgetreuer Skizze mit allen Größenangaben und mit was du das Ding begrünen willst.

Alternativ kannst du von einem versierten Landschaftsarchitekt so einige Tipps geben lassen,wie man nur aus Pflanzen einen Lärmschutz realisieren könnte - Die Fachleute hierfür kannst du im Bauamt des Landratsamts erfragen.

Lärmschutzwände sind bauliche Anklagen, die baugenehmigungspflichtig sind, wenn sie nicht in einem Planfeststellungsverfahren nach Fernstraßengesetz enthalten sind.

Wenn sie an der Grenze errichtet werden sind sie "Zäune" und unterliegen dem formellen und materiellen Recht der jeweiligen Landesbauordnung; ihre Gestaltung kann zusätzlich im Bebauungsplan oder einer Ortsgestaltungssatzung geregelt sein.

Das gleiche gilt sinngemäß für Erdanschüttungen in der Abstandsfläche.

Das hängt ganz von dem zuständigen Bauamt ab, die das genehmigen müssen; jeder hält das anders - jedes Bundesland, jede Stadt / Gemeinde hat eigene Regeln. Nur da wirst Du erfahren können ob es möglich ist.

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