Kurzfristige Beschäftigung Lohnsteuer berechnen?

2 Antworten

Die Abrechnung für den zweiten Monat erfolgte wahrscheinlich wöchentlich. Bei der Lohnsteuerberechnung wird der Arbeitslohn auf einen fiktiven Jahresarbeitslohn hochgerechnet, Hat man in kürzerer Zeit mehr verdient, ist die Lohnsteuer dadurch höher.

Bekommst du beim Lohnsteuerjahresausgleich doch alles wieder.

Ich bin Schüler gewesen und habe in meinem Leben noch nie eine Steuererklärung abgegeben. Mich würde lieber interessieren ob das so rechtens ist und nicht das ich das in 2 Jahren wieder bekomme. Ich habe das Geld verdient um mir meine Wohnung fürs Studium die ersten Monate zu finanzieren, da bringt es mir in 2 Jahren recht wenig.

@Nethan94
Ich bin Schüler gewesen und habe in meinem Leben noch nie eine Steuererklärung abgegeben

Wenn du die einbehaltene Lohnsteuer erstattet haben möchtest, wirst du nicht darum herum kommen, eine Steuererklärung anzugeben,

Mich würde lieber interessieren ob das so rechtens ist

Wenn dein Arbeitgeber bei der Berechnung keinen Fehler gemacht hat, kann man davon ausgehen.

da bringt es mir in 2 Jahren recht wenig.

Du kannst die Steuererklärung für 2014 Anfang 2015 abgeben, dann hast du deine 83 € Lohnsteuer im März oder April 2015 wieder.

Doppelpost

Unter dieser Adresse findest du viele (alle) Hinweise!

Zitat: Ein Schüler übt 2013 ganzjährig eine geringfügig entlohnte Dauerbeschäftigung für 300 Euro monatlich aus. In den Sommerferien arbeitet er in der gleichen Beschäftigung für 600 Euro monatlich. Da das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450 Euro nicht übersteigt, bleibt die Beschäftigung auch in den Sommerferien versicherungsfrei.

Zu beachten ist auch folgende Besonderheit:

Wenn die Geringfügigkeitsgrenzen nur gelegentlich und nicht vorhersehbar überschritten werden, tritt nicht sofort Versicherungspflicht ein. Als gelegentlich ist dabei ein Zeitraum bis zu zwei Monaten innerhalb eines Jahres anzusehen. Nicht vorhersehbar wäre z.B. die Krankheitsvertretung eines Vollbeschäftigten durch einen geringfügig Beschäftigten. Hier könnte für maximal 2 Monate sogar deutlich mehr als 450 Euro verdient werden, ohne das Versicherungspflicht eintritt. Für den Verdienst wären trotzdem die Pauschalabgaben zu zahlen.

Kurzfristige Aushilfsbeschäftigung

Für eine geringfügige kurzfristige Beschäftigung braucht der Arbeitgeber keine Sozialversicherungsbeiträge entrichten (Versicherungsfreiheit wegen Kurzfristigkeit). Eine geringfügige Beschäftigung als kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn diese im Laufe eines Kalenderjahrs auf längstens 2 Monate oder 50 Arbeitstage begrenzt ist. Bereits zuvor im Kalenderjahr ausgeübte Jobs können dazu führen, dass eine Beschäftigung in späteren Ferien zur Versicherungspflicht führt. Bei Beginn jeder einzelnen Beschäftigung ist daher zu prüfen, ob diese zusammen mit den im laufenden Kalenderjahr bereits ausgeübten die maßgebliche Grenze überschreitet.

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt nicht mehr vor, wenn sie berufsmäßig ausgeübt wird. Hier gibt es bei Schülern einen wesentlichen Unterschied:

Schulentlassene, die bis zum Beginn ihrer Berufsausbildung eine Beschäftigung ausüben, gelten ausnahmslos als berufsmäßig beschäftigt.
Versicherungsfreiheit wegen Kurzfristigkeit kommt deshalb nicht in Betracht.
Schulentlassene (Abitur), die bis zum Beginn des Studiums eine Beschäftigung ausüben, gelten nicht als berufsmäßig beschäftigt. Das gilt auch für Beschäftigungen zwischen Abitur und Wehr- oder Zivildienst, wenn die Aufnahme eines Studiums beabsichtigt ist.

Es besteht damit Versicherungsfreiheit wegen Kurzfristigkeit.

Gefunden und alles unter: http://www.lohn-info.de/schueler.html

@anders7777

Schön und gut, aber in der Frage geht es um die Lohnsteuer.

@PatrickLassan

@PatrickLasan,

es geht hier um den Anmeldevorgang und der dürfte falsch sein.

@anders7777

Bei der Lohnsteuer gibt es keine 'Geringfügigskeitsgrenze', wenn mal die Minijobs außer Acht läßt, bei denen der Arbeitgeber die Abgaben pauschal übernimmt. Für die Frage dürfte daher nur der der folgende Absatz aus deinem Link relevant sein:

Schüler, die neben dem Unterricht oder in den großen Ferien arbeiten, sind Arbeitnehmer. Sie unterliegen mit ihrem Arbeitslohn dem Lohnsteuerabzug nach den allgemeinen Vorschriften. Grundsätzlich muss deshalb auch ein Schüler bei Eintritt in ein Arbeitsverhältnis dem Arbeitgeber bestimmte Daten für den Abruf der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) mitteilen.

Vorstellbar wäre, dass der Arbeitgeber bei der Abrechnung für den ersten Monat StKl. I zugrunde gelegt hat und bei der Abrechnung für den zweiten Monat St.Kl. VI. Das halte ich allerdings für unwahrscheinlich, und falls es dennoch passiert sein sollte, müsste der fragesteller das aus seinen Lohnabrechnungen ersehen können.

Was möchtest Du wissen?