Kunde hat zu viel überwiesen, Erstattung erfolgte Bar, wie buchen?

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Ganz einfach:

(Soll) 4300 Erlöse 7% USt an (Haben) Kasse oder Privateinlage (ich nehme an, du bist Einzelunternehmer?!?), also genau anders herum, so wie man z.B. auch Gutschriften einbuchen würde. Die Netto-Erlöse sowie die USt werden gemindert, also ordnungsgemäß korrigiert, da das Geld ja auch wirklich zurückgeflossen ist.

Genau, ich bin Einzelunternehmer mit EÜR. Dass der Buchungsvorgang nun doch so einfach ist hätte ich nicht gedacht, danke hierfür.

Wie konntest Du lediglich den Eingang des Rechnungsbetrages in der Bank buchen? Dann stimmt doch jetzt die Bank nicht mit der Buchhaltung überein? Das wäre ein schwerer Mangel in der Buchhaltung. Eine Verwerfung der Buchführung mit verwerfen der Buchhaltung hätte die Folge, dass Sicherheitszuschläge geschätzt werden müssen.

Ich lasse jetzt mal Umsatzsteuer weg. Und unterstelle den Sachverhalt wie folgt bzw. Prinzip so verstanden. Der Kunde hätte 100 Euro zahlen sollen, hat aber 106,50 überwiesen. Du hast dann die 6,50 aus der Kasse entnommen und bar dem Kunden zugeschickt.

Bereits gebucht: Bank an Erlöse 100,00

Weitere Buchungen: Bank an Durchlaufende Posten 6,50 Durchlaufende Posten an Kasse 6,50

Ein Vermerk in der Kassenzeile sollte als Beleg ausreichen. In der Art: Überzahlung d. Kd. x Kd.Nr. xy für Rg. xyz i.H.v. brutto 100 € mit 106,50 siehe Bankauszug Nr. z. Betrag mit Ware zurück geschickt. Zu den Kassenbelegen würde ich dann je eine Kopie des Kontoauszugs und der Ausgangsrechnung nehmen. Das wesentliche markieren.

Dann kann das nachvollzogen werden.

Öhm, wieso schwerer Mangel? Es handelt sich hier offensichtlich nicht um ein bilanzierendes Unternehmen mit doppelter Buchführung, sondern um einen Einnahme-Überschuß-Rechner, da ist es natürlich ohne Weiteres möglich, den Geldeingang direkt gegen die Erlöse zu buchen (andersrum natürlich auch mit Geldausgängen gegen Aufwendungen).

Bevor du solche bösen Worte wie "Verwerfen der Buchhaltung" in den Raum stellst, soltest du besser mal deine Buchhaltungskenntnisse überprüfen. Es ist z.B. auch überhaupt nicht nachvollziehbar, warum für die Bar-Rückzahlung extra eine Barabhebung von der Bank an die Kasse gemacht werden soll, das tut doch kein Mensch, man füllt die Kasse (sofern eine existiert) turnusmäßig mit runden Beträgen wieder auf und aus dem vorhandenen Kassenbestand würde man dann die Bar-Rückzahlung vornehmen. Oder als Privateinlage, wenn bei einem Einzelunternehmer keine Kasse existiert.

@Patty

Was bei einem Handelsunternehmen hier offensichtlich sein soll. Wenn Du meinst es handelt sich um einen 4/3-Rechner führt das trotzdem dazu, dass die Erfassung der Belege verlangt die Beträge korrekt zu erfassen. Und auch hier können Unstimmigkeiten dazu führen, den Eindruck zu vermitteln hier stimmt was nicht. Da kann es dann Zuschätzungen ohne Verwerfung geben. Also toller Gewinn.

Wenn Du hier meinen Buchungsvorschlag kritisieren wolltest, wo habe ich einen Geldtransit gebucht?

Ich habe mit der ersten Buchung den zur Zeit falschen Bankbestand berichtigt. Durchlaufende Posten sind klassisch Zahlungen für andere Unternehmen. Ist dann immer zu ungeklärte Posten geworden und natürlich auch für Beträge die noch wegen fehlender Belege nicht korrekt verbucht werden können.

Da sich dieser Posten mit der Entnahme aus der Kasse erledigt hat - Durchlaufende Posten Null. Bank passt und die Kasse auch, da das Geld wohl von dort entnommen wurde.

Ich kann Deinen phantasievollen Aussagen nicht folgen. Auch nicht die Auffüllung von irgendwelchen Beträgen turnusgemäß, dazu möchte ich nur Raten sich mit jemanden zu treffen, der sich damit auskennt und die Notwendigkeit einer Selbstanzeige mal erörtert. Ist ja unglaublich was Du hier zum Besten gibst.

Die einzige stimmige Ergänzung von Dir: Wenn keine Kasse da ist, dann Privateinlage verwenden.

Übrigens finde ich solche Verharmlosungen wie von Dir ausgesprochen gefährlich! Ferner entsteht damit der Eindruck, dass mal so fröhlich hin und her gemacht werden darf. Dich Buchhaltung ist ähnlich einem Beweismittel. Aber auch die Aufzeichnungen sind dieses. Und wer da nicht pfleglich arbeitet erschüttert den Glauben in diese. Damit wird ein Beweis zur Schätzungsgrundlage. Und Schätzung ist nicht nur wenn man unvollständig oder gar nicht meldet bzw. erklärt. Schätzung ist auch bei nicht glaubhaft gemacht und Sicherheitszuschlag. Das wäre zwar keine Hinterziehung, aber die Versteuerung von Geld, dass man nie hatte.

Möchte mich auch bei dir für die ausführliche Antwort bedanken, da ich jedoch den Weg von Patty einfacher finde, werde ich ihn auch anwenden.

Keine Buchung ohne Beleg......

Könnte man das Problem nicht über eine Quittung lösen?! :)

Eigenbeleg ist angefertigt und liegt in der Kasse. Das Problem ist, wie ich das richtig einbuche, da für die Überzahlung keine USt. abgeführt wird, da zurückerstattet.

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