Kunde fordert Steuerrückerstattung wg. Ausfuhr gelieferter Ware ins Ausland

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So, habe nochmal nachgelesen. Steuerlich besteht keine Pflicht für Dich steuerfrei liefern zu müssen, also kommt es darauf an was Du mit dem Kunden vereinbart hast. Es sollte aber in Deinem Interesse liegen entsprechende Ausfuhrnachweise anzunehmen wenn sich dadurch mehr Umsatz machen lässt. Der Zoll hat übrigens wirklich nichts mit Erstattung der Steuer zu tun, dort wird lediglich der für Dich wichtige Ausfuhrnachweis erstellt. Lg

Vielen Dank, das hilft mir weiter. Ich war schon ein bisschen genervt, die letzte Bestellung war über 40 Euro und vier Wochen später kam dann der Wunsch nach der Steuerrückerstattung. Wir haben den Aufwand (und Lohnkosten) nur damit jemand bei einer Minibestellung noch ein paar Euro spart. Wir liefern steuerfrei ins Ausland, da muss niemand solche Verfahren anwenden, um die MwSt. zu umgehen. In Zukunft werden wir also von Fall zu Fall entscheiden. L.G.

Die Käufer müssen sich ihr Geld selbst am Zoll bei der Grenzüberschreitung auszahlen lassen.

Kommentar für die "Antwort" von voyage: (Zitat "Die Käufer müssen sich ihr Geld selbst am Zoll bei der Grenzüberschreitung auszahlen lassen.")

Schwachkopf!

... und Du musst Dir Dein gestohlenes Auto von Polen selbst zurückholen, oder was?

Der ZOLL zahlt garnix aus; bei der Ausreise aus D kriegst Du ein Stempelchen auf Dein Rechnung-chen bzw. Formular-chen, und zwar von einem Beamten der Bundespolizei-chen. Der ZOLL steht auf der anderen Straßenseite und - kassiert im Bedarfsfall. Genauso sieht's am Flughafen aus, nur die Strasse fehlt; an den Uniformen ist übrigens nix zu erkennen, die sind identisch.

Ich arbeite bei einem Steuerberater: Der Kunde weist dem Lieferanten der Ware durch eine Zollbestätigung die Ausfuhr nach. Der Lieferant storniert den Regelsteuerumsatz und bucht statt dessen den Nettobetrag als Ausfuhrlieferung. Die Differenz (= Mehrwertsteuer) überweist er dem Kunden und nimmt die Zollbestätigung zu seiner Buchhaltung. Die Umsatzsteuer wird also nicht fällig (bzw. erstattet), der Kunde hat sein Geld und alle sind glücklich. Wo ist das Problem? Der Zoll ist übrigens für sowas die gänzlich falsche Adresse - die überwachen ja nur die Ausfuhr, mit dem Geld haben sie nichts zu tun.

Du scheinst nicht richtig informiert zu sein, der Zoll hat sehr wohl was mit Geld zu tun, er kassiert z. B. bei Einfuhr außer Zollgebühren auch die Einfuhrumsatzsteuer. Da steht keiner vom Finanzamt.
Das Problem ist der Verwaltungsaufwand. Wir sind nur 3 Mitarbeiter und können uns sowas mehrmals im Monat von der Zeit her nicht leisten.

@Tuma1

Das Verfahren welches Pumuckl70 schildert ist grundsätzlich richtig. Ob es für den Unternehmer allerdings eine Pflicht zur Erstattung der USt gibt, oder ob der Zoll diese Aufgabe ebenfalls übernehmen kann ist mir zur Zeit nicht bekannt, da ich in meiner Praxis nur wenig mit Ausfuhrgeschäften zu tun habe, aber ich werde nachher (wenn ich es zeitlich schaffe) mal ins Gesetzt gucken und Dir hier noch etwas dazu schreiben.

Lg

@Tuma1

...also, man muss schon aufpassen, ob man von der Einfuhr (die der Verzollung u8nd der Umsatzbesteuerung unterliegt) - oder ob es um die andere Seite, also die Ausfuhr geht. Im ersten Fall hättest du (Tuma) schon recht, aber gefragt war hier nach der Ausfuhr.

eine frage für den steuerberater oder das finanzamt .... aus dem bauch heraus würde ich sagen, dass der käufer das selbst erledigen muss, wie du beschrieben hast

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