Kündigungszustellung während Krankenhausaufenthalt

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn die Kuendigung am 2.8. in deinen Briefkasten eingeworfen wurde, ist sie auch am 2.8. zugegangen und die vierwoechige Kuendigungsfrist wurde auch eingehalten. Die waere sogar noch dann eingehalten worden, wenn die Kuendigung erst am 3.8. in deinem Briefkasten gelandet waere (womit sich die Frage nach einem Zugang zu "postueblichen" Zeiten gar nicht erst stellt). Entscheidend ist immer, wann das Schriftstueck in deinen Machtbereich gelangt und nicht erst, wann du es dann zur Kenntnis nimmst. In deinen Machtbereich ist es in dem Moment gelant, in dem es in deinen Briefkasten eingeworfen wurde.

Dass du zu dem Zeitpunkt im Krankenhaus warst ist unerheblich. Dies koennte nur dann eine Rolle spielen, wenn du im Koma lagst. Lagst du aber offensichtlich nicht und somit waere es dir durchaus moeglich gewesen, geeignete Massnahmen zu ergreifen, damit die das Schreiben unverzueglich zur Kenntnis gelangt (z.B. jemanden mit der Sichtung und Weiterleitung deiner Post beauftragen).

Macht man natuerlich nur recht selten, man kann es aber machen. Unterlaesst man dies jedoch, muss man mit den Konsequenzen leben und die Unterlassung kann nicht zu einer rechtlichen Schlechterstellung des Absenders fuehren.

Denke bitte auch daran, dass die dreiwoechige Frist fuer die Erhebung einer Kuendigungsschutzklage ebendfalls bereits mit der Zustellung begonnen hat.

Was möchtest Du wissen?