Kündigungsfrist wenn man keinen Arbeitsvertrag hat

5 Antworten

Wenn du irgendwo arbeitest, hast du auch einen Arbeitsvertrag. Dieser bedarf nicht der Schrift form. Wenn es keinen schriftlichen Vertrag gibt, gelten die gesetzlichen Mindestanforderungen. Du kannst also wirksam kündigen, mit der Frist von 4 Wochen zum nächsten Monatsletzten. (also zum 31.3.) Die Kündigung muss** zwingend schriftlich** erfolgen.

Wenn du einfach nicht mehr hingehst bist du schadensersatzpflichtig. Die Firma könnte also von dir verlangen, eine Ersatzkraft zu bezahlen.

MellanieMGN1990. Auch ein mündlich geschlossener Vertrag ist ein Vertrag. Du bist versichert und arbeitest zu selben Bedingungen wie sie beim schriftlichen Vertrag gelten. Demnach bist Du nicht in einem Vertragslosen Arbeitsverhältnis. Möglicherweise besteht auf Deiner Branche sogar ein sog.Gesamtarbeitsvertrag. An Deiner Stelle würde ich mich an die im Betrieb üblichen Arbeits- und somit Vertragsbedingungen halten. Einfach davonlaufen und der Pflicht den Rücken kehren könnte übel verlaufen.

hm...wäre ja auch zu einfach gewesen...

Auch ein mündlicher Vertrag ist rechtsgültig.

Wenn nichts anderes vereinbart wurde,kannst du das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats kündigen.(§ 622 Abs:1 BGB)

Aber beachte: Die Kündigung muss schriftlich erfolgen;die elektronische Form ist nicht zulässig.

Wenn es keinen schriftlichen Vertrag gibt, frage womit dein Arbeitgeber einverstanden ist, gesetzliche Kündigungsfrist eingeschlossen.

Das versteh ich jetzt nicht.mit was soll er einverstanden sein?

Ein Arbeitsvertrag kann auch mündlich entstehen und ist auch bindend.

Je nach dem wie lange du da arbeitest, hast du eine Kündigungsfirst von einem Monta, drei Monaten oder sechs.

echt?aber ich habe doch nichts unterschrieben.arbeite da jetzt seit 10.2010

@MellanieMGN1990

In diesem Fall gilt glaube die einmonatige.

Hättest du unterschrieben, wäre es schriftlich. In diesem Fall wäre es aber mündlich oder sogar stillschweigend.

Natürlich sind beide Fälle nicht so toll, da man nichts nachweisen kann. Aber wenn du regelmässig deinen Lohn erhalten hast etc, wäre es nur fair, ehrlich zu sein und dich daran zu halten. Es abzustreiten etc, würde nur zu viel Aufwand geben und am Schluss müsstest vielleicht sogar noch etwas zahlen.

@Luardya

naja das wort fair können wir hier aus dem SPiel lassen...ich möchte ja nicht umsonst kündigen :-) Hatte halt gehofft das ich von heute auf morgen dort weg könnte wenn ich was anderes hätte

@MellanieMGN1990

Unter Zustimmung des Arbeitgebers vielleicht ja. Bezweifle ich aber stark, denn die Kündigunsgfrist ist auch dazu da, in dieser Zeit einen neuen Angestellten zu finden etc.. Tut mir Leid, dass ich keine bessere Nachricht für dich habe.

@Luardya

Ich danke für die Antwort, jetzt weiß ich wenigstens wie ich mich verhalten muss...

Das ist Unsinn. In diesem Fall hat der AN immer eine vierwöchige Kündigungsfrist zum 15. oder Monatsletzten. s. § 622 BGB

@ralosaviv

Nein. Ich glaube ab dem 3. Dienstjahr gilt die 3monatige Kündigungsfrist auf Ende eines Monats. Das ist jedenfalls bei uns in der Schweiz so.

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