Kündigungsfrist sechs Monate zum Quartalsende

3 Antworten

Diese Kündigungsfrist ist legitim,weil-du besetzt eine wichtige Position,die Einarbeitung eines Ersatzes für dich dauert dann vermutlich mindestens 1/2 Jahr-ergo,die Frist kann nur deine GL verkürzen,dazu muß sie aber sehr kulant sein.Bestehen kannst du nicht darauf-aber darum bitten.

Hallo! also ich habe nun auch ne super Stelle im Ausblick und habe mich im Vorfeld informiert, da in meinem Vertrag steht, das es nach gesetzlicher Vorschrift läuft, also so wie crazyrat schön zitiert hat. Ich warte nun nur noch auf den Vertrag, dass ich kündigen kann.

Ich würde auch behaupten das dass nicht rechtens ist. druck dir doch den Text aus,... denn solange ncihts anderes vertraglich geregelt ist, gilt gesetzliche Vorschrift.

Greetz GG

Die Frist ist nicht gerechtfertigt, denn die Kündigungsfristen sind im §622 des BGB geregelt. Und das auch für außertarifliche Verträge.

Zitat:

"Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

In der Fassung der Bekanntmachung vom 25. August 1969 (BGBl. I S. 1317), zuletzt geändert durch Artikel 7 des Gesetzes vom 23. Juli 2001 (BGBl. I S. 1852)

  • Auszug zum Thema Kündigungsfristen -

§ 622 [Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen]

(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

(2) Für eine Kündigung durch den Arbeitgeber beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen

  1. zwei Jahre bestanden hat, einen Monat zum Ende eines Kalendermonats

  2. fünf Jahre bestanden hat, zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats,

  3. acht Jahre bestanden hat, drei Monate zum Ende eines Kalendermonats,

  4. zehn Jahre bestanden hat, vier Monate zum Ende eines Kalendermonats,

  5. zwölf Jahre bestanden hat, fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats,

  6. fünfzehn Jahre bestanden hat, sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats,

  7. zwanzig Jahre bestanden hat, sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats,

Bei der Berechnung der Beschäftigungsdauer werden Zeiten, die vor der Vollendung des fünfundzwanzigsten Lebensjahres des Arbeitnehmers liegen, nicht berücksichtigt.

(3) Während einer vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von sechs Monaten, kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.

(4) Von den Absätzen 1 bis 3 abweichende Regelungen können durch Tarifvertrag vereinbart werden. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages gelten die abweichenden tarifvertraglichen Bestimmungen zwischen nichttarifgebundenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, wenn ihre Anwendung zwischen ihnen vereinbart ist.

(5) Einzelvertraglich kann eine kürzere als die in Absatz 1 genannte Kündigungsfrist nur vereinbart werden,

  1. wenn ein Arbeitnehmer zur vorübergehenden Aushilfe eingestellt ist; dies gilt nicht, wenn das Arbeitsverhältnis über die Zeit von drei Monaten hinaus fortgesetzt wird;

  2. wenn der Arbeitgeber in der Regel nicht mehr als zwanzig Arbeitnehmer ausschließlich der zu ihrer Berufsbildung Beschäftigten beschäftigt und die Kündigungsfrist vier Wochen nicht unterschreitet. Bei der Feststellung der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer sind teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,5 und nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 zu berücksichtigen.

Die einzelvertragliche Vereinbarung längerer als der in den Absätzen 1 bis 3 genannten Kündigungsfristen bleibt hiervon unberührt.

(6) Für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer darf keine längere Frist vereinbart werden als für die Kündigung durch den Arbeitgeber.

§ 623 [Schriftform]

Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.

§ 626 [Fristlose Kündigung]

(1) Das Dienstverhältnis kann von jedem Vertragsteil aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden, wenn Tatsachen vorliegen, auf Grund derer dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile die Fortsetzung des Dienstverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zu der vereinbarten Beendigung des Dienstverhältnisses nicht zugemutet werden kann.

(2) Die Kündigung kann nur innerhalb von zwei Wochen erfolgen. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Kündigungsberechtigte von den für die Kündigung maßgebenden Tatsachen Kenntnis erlangt. Der Kündigende muss dem anderen Teil auf Verlangen den Kündigungsgrund unverzüglich schriftlich mitteilen.

Hinweis: Besuchen Sie auch unsere folgende Seiten: Der Kündigungsschutz bei Kündigung des Arbeitsverhältnisses

Wann darf ein Arbeitsverhältnis durch Kündigung beendet werden? Wann besteht bei einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber für den Arbeitnehmer Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG), welcher Sonderkündigungsschutz und welche sonstigen Kündigungsbeschränkungen sind zu beachten? Die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses

Bei der Kündigung eines Arbeitsverhältnissesist grundsätzlich eine Kündigungsfrist einzuhalten, wenn nicht ausnahmsweise die Kündigung außerordentlich fristlos erlaubt ist. Die Kündigungsfrist

Auch wenn die die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses zulässig ist, ist bei der Kündigung grundsätzlich eine Kündigungsfrist einzuhalten."

Quelle: http://www.anderfuhr-buschmann.de/gesetze/buergerlichesgesetzbuchbgb_kuendigungsfristen.htm

Einzelvertrag in beiderseitigem Einvernehmen schließen den § aus.

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