Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag 3 Monate für den Arbeitnehmer, ist das rechtens?

2 Antworten

 Die Zusatzvereinbarung ist  nicht gültig, denn nach § 622 Abs.:6 BGB darf für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer keine längere Frist vereinbart werden als für die Kündigung durch den Arbeitgeber, es sei denn, es ist ein Tarifvertrag mit abweichenden Regeln zu berücksichtigen.

Nach § 622 Abs.:2 Punkt 2 BGB beträgt die Kündigungsfrist für eine Kündigung durch den Arbeitgeber, wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen fünf Jahre bestanden hat, zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats.

Die Kündigungsfrist für die Kündigung durch den Arbeitnehmer ist also länger, als für die Kündigung durch den Arbeitgeber, und somit vermutlich nicht gültig.

Du kannst dich aber bei der Gewerkschaft oder einem Fachanwalt für Arbeitsrecht nach der rückversichern.

Wenn du das unterschrieben hast ist sie natürlich wirksam. 

Es gitb nur zwei Varianten, den Arbeitsvertrag vor Ablauf der Frist zu beenden:

1. Du schließt mit deinem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag

2. Du gehst einfach nicht mehr hin und riskierst eine fristlose Kündigung mit eventuellen Schadensersatzforderungen

Ich empfehle ein Beratungsgespräch bei jemanden, der sich mit sowas auskennt ;)

Kleiner Nachtrag: Ein potentieller Arbeitgeber sollte im Zweifel die Kündigungsfrist abwarten können, die wissen ja auch wie sowas läuft - andernfalls solltest du nicht bei dem neuen Arbeitgeber anfangen ;)

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