Kündigungsfolgeschaden bei Kündigung durch den Vermieter - Was ist da dran?

5 Antworten

Wenn die Kündigung aus irgendwelchen Gründen rechtlich nicht in Ordnung ist, solltest du auf jeden Fall einen Widerspruch fristgerecht absenden. Auch dabei sind Fristen einzuhalten, die solltest du nachlesen.

Damit lässt sich ja durchaus ein bischen Zeit gewinnen. Abgesehen davon ist es hoffentlich an deinem Wohnort machbar, innerhalb von 3 Monaten eine neue Wohnung zu finden. Du willst eh da weg. Fang an, dich um neuen Wohnraum zu kümmern und verschwende deine Energie nicht mit rechtlichen Recherchen, die andere aus dem Stegreif parat haben. In großen Städten, wo man sich nicht mehr kennt, ist der Jahresbeitrag für den Mieterschutzbund gut investiertes Geld.

Nachdem kein Grund in der Kündigung steht, ist diese ungültig und ich würde halt jetzt garnichts sagen, bis sie es selbst merken und mir eine rechtlich saubere Kündigung schicken. Ist ja nicht meine Aufgabe die darauf hinzuweisen, oder?

Wenn sie auf Eigenbedarf pledieren, hab ich gelesen, müssen sie mir, wenn sie haben einen vergleichbaren Wohnraum anbieten und den haben sie tatsächlich. Ich würde ihn nicht nehmen, aber ich lass mich auch nicht für dumm verkaufen...

Ich glaube du hast recht, Mieterbund muss her....

@Libella26
Ich glaube du hast recht, Mieterbund muss her....

Wozu Mieterbund? Die Kündigung ist unwirksam und damit nicht erfolgt. Schweigen ist das Gebot.

Falsch, Unsinn!

aus irgendwelchen Gründen rechtlich nicht in Ordnung ist, solltest du auf jeden Fall einen Widerspruch fristgerecht absenden. Auch dabei sind Fristen einzuhalten, die solltest du nachlesen. 

Da denkst du völlig falsch. Einer unwirksamen Kündigung sollte keinesfalls widersprochen werden. Alles Andere ist total überflüssig wie ein Kropf (Zitat Alt- BP Herzog).

Zunächst: Einer unwirksamen Kündigung wegen Fehlens der Begründung muss nicht widersprochen werde, ist auch dringend davon abzuraten. Tätest du das doch, hättest du flux eine korrekte Kündigung im Briefkasten. Das willst du doch sicher nicht. #### Also: SCHWEIGE! ####

Du bist gesetzlich nicht verpflichtet, den Vermieter auf die Unwirksamkeit einer Kündigung hinzuweisen. Eine Kündigung ist ein einseitige Willenserklärung, die keinerlei Bestätigung bedarf.

Da der Vermieter hier den Kündigungsgrund nicht genannt hat besteht auch kein Schadenersatzanspruch

Der Vermieter muss bei einer ordentliche Kündigung ein berechtigtes Interesse vorweisen damit sie wirksam wird. Ansonsten ist die Kündigung nichtig ! Die Fristen sind 3 Monate bis 5 Jahre Mietdauer ab 5 Jahre 6 Monate und nach 8 Jahren 9 Monate Kündigungsfrist. Empfehle dir einen Mieterschutzbund beizutreten die beraten dich dann wenn du Fragen hast, bei Streitigkeiten stellen die dir auch einen Anwalt auf deren Kosten zu Verfügung Mitgliedschaft kostet ca 50€ in Jahr .

Andererseits kann es dem Mieter als Mitverschulden angerechnet werden, wenn er die Kündigung widerspruchslos hinnimmt, obwohl er weiß, dass die Kündigung unberechtigt ist. Eine Überprüfungspflicht trifft den Mieter wegen der Wahrheitspflicht des Vermieters allerdings nicht.* Stimmt das?

Ja, aber offenbar verwechselst du hier unwirksam und unberechtigt :-)

Mangelt es einer n. § 573 Abs 3 BGB erforderlichen Begründung, ist eine ordentliche Kündigung unwirksam. Sie gilt als nicht erfolgt und darauf muss man den Vermieter nun nicht hinweisen.

Er kann nicht davon ausgehen, dass eine formunwirksame, nichtige Erklärung durch Stillschweigen akzeptiert wurde.

Käme es dir, ohnehin auszugswillig, nur darauf an, die Kündigungsfrist zu deinen Gunsten verlängern zu können, um dir noch nach ausgesprochener Beendigung des Mietverhältnisses eine geeignete Wohnung suchen zu können, kann man es darauf ankommen lassen und bei Räumunmgsklage noch im Termin auf Unwirksamkeit verweisen und insofern unveränderte Fortführung des Mietverhältnisses erstreiten.

Hätte der Vermieter hingegen unberechtigte Gründe angeführt, müsste man den widersprechen, um eine Schadensersatzforderung abzuwenden, wenn er in gutem Glauben auf wirksame Beendigung bereits Nachmietern Vertragsangebot gemacht hätte, dessen Erfüllung nun scheitert..

Der Vermieter durfte hier davon ausgehen, dass du die Beendigung akzeptierst.

Im Ergebnis bliebe es unschädlich, die formunwirksame Kündigung unkommentiert als nichtig stehen zu lassen und abzuwarten, ob man sie nach erfolgreicher Wohnungssuche gleichwohl erfüllt oder eben gut 3 Monate verlängert bekäme.

G imager761

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