kündigung wegen krankheit!

5 Antworten

Selbstverständlich kann wiederholte Krankheit auch als Kündigungsgrund herangezogen werden. Die Kündigung muss jedoch den arbeitsrechtlichen Bestimmungen (Kündigungsfrist) genügen.

So ist es! DH

Nach der Rechtsprechung müssen die folgenden drei Voraussetzungen vorliegen, damit eine krankheitsbedingte Kündigung wirksam ist (fehlt auch nur eine dieser Voraussetzungen, ist die Kündigung unwirksam):

  1. Es müssen zum Zeitpunkt der Kündigung Tatsachen vorliegen, die die Prognose weiterer Erkrankungen des Arbeitnehmers in dem bisherigen Umfang rechtfertigen. Diese Voraussetzung heißt "negative Gesundheitsprognose".

  2. Es muß feststehen, daß die zu erwartenden Fehlzeiten des Arbeitnehmers zu einer erheblichen Beeinträchtigung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers führen. Eine solche Interessenbeeinträchtigung liegt vor allem dann vor, wenn es aufgrund der Fehlzeiten des Arbeitnehmers zu Störungen des Betriebsablaufs oder zu erheblichen Belastungen des Arbeitgebers mit Lohnfortzahlungskosten kommt.

  3. Schließlich muß eine Interessenabwägung vorgenommen werden. Sie muß zugunsten des Arbeitgebers ausgehen, d.h. sie muß ergeben, daß ihm bei einer umfassenden Abwägung der beiderseitigen Interessen unter Berücksichtigung der Dauer des Arbeitsverhältnisses, der Krankheitsursachen, der Fehlzeiten vergleichbarer Arbeitnehmer und des Lebensalter des Arbeitnehmers die oben festgestellte Beeinträchtigung seiner Interessen (siehe Punkt 2.) nicht mehr weiter zugemutet werden kann.

Wie gesagt müssen diese drei Voraussetzungen allesamt vorliegen. Fehlt auch nur eine, ist die Kündigung unwirksam.

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Kuendigung_Krankheitsbedingt.html

JA, man kann gekündigt werden.

(Ich wunder mich wie schnell die Frage hier mit Nein beantwortet wurde.)

Tatsächlich ist es aber möglich jemanden wegen einer langanhaltenden Krankheit oder häufigen Kurzerkrankungen zu kündigen. Das nennt sich personenbedingte Kündigung.

Dem Arbeitnehmer wird kein Vorwurf gemacht, sich falsch verhalten zu haben, aber wenn er offenbar die Arbeit nicht mehr ausführen kann, kann ihm gekündigt werden. (Beispiele: Kraftfahrer erblindet, Postbote mit Beinamputation, Bergmann leidet unter Klaustrophobie, Stenotypistin verliert das Gehör usw.)

Mit einer guten Begründung ist eine personenbedingte Kündigung wegen Krankheit möglich, man sollte sie aber immer von Anwalt (Fachanwalt für Arbeitsrecht) prüfen lassen.

Wie schaut es eigentlich aus, wenn mein Arbeitgeber von meiner Behinderung weiß, wegen der ich des öfteren krank sein kann?

Schließlich hat er mich angestellt, wobei ich nie verheimlicht habe, dass ich behindert bin. Selbst beim Vorstellungsgespräch hatte ich erwähnt, dass ich eine Erkrankung habe und was diese mit sich bringen kann.

4 jahre in einem grossen ind. unternehmen

Gekündigt werden kann man immer. Der AG findet immer Mittel und Wege.

eigentlich nicht,aber wenn der chef kein bock mehr drauf hat,wird er andere gründe nennen,wenn nicht sogar welche erfinden,solltest vors arbeitsgericht,wie lange hast dort gearbeitet?

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