Kündigung wegen Geschäftsaufgabe, Firmenneugründung durch Ex-Mitarbeiter

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Wenn es sich um eine Firmen übernahme durch das Personal handelt, wäre ja die Folgefirma Rechtsnachfolgerin. Dann würden die Arbeitsverträge ja weiter laufen. Da die Firma aber erlischt, gibt es keine Rechtsnachfolge.

Wer sich an der Neugründung beteiligt, ist anschließend drin - andere eben nicht.

Bevor ihr Pläne zur Neugründung macht solltet ihr das bei der zuständigen Handwerkskammer klären. Da ist mehr Beratungsbedarf als nur einen Pachtvertrag zu unterschreiben.

Das Unternehmen wird ja neu geründet; damit können das diejenigen machen, die das möchten; eine OHG-Gründung sollte allerdings gut überlegt sein, da alle Gesellschafter unmittelbar, unbeschränkt und gesamtschuldnerisch mit dem Privatvermögen haften.

Nein, müssen überhaupt nicht, warum denn auch? Eine neu gegründete Gesellschaft hat mit der vorher aufgelösten nichts mehr zu tun. Wer jetzt als Gesellschafter einer neuen OHG auftreten will, ist egal.

Macht sich ein Arbeitnehmer durch das Arbeiten ohne „Gesundheitszeugnis“ strafbar?

Guten Tag,

Ich habe folgendes Problem und hoffe, dass ihr so nett wärt, mir dabei zu helfen:

Ich arbeite seit August letzten Jahres als Aushilfskraft in einem Schnellrestaurant. Ende letzten Jahres habe ich einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben, was aufgrund der Mindestlohnerhöhung notwendig war.

Anfang diesen Jahres wurden die Löhne der Arbeitnehmer aus dem Betrieb verzögert (mittlerweile gar nicht mehr) ausgezahlt, was damit begründet wird, dass die Unterlagen mehrerer Mitarbeiter nicht vollständig seien.

Zunächst hieß es, dass nur die Unterlagen der Festangestellten nicht vollständig seien. Dann hieß es, dass nun die Unterlagen aller Arbeitnehmer nicht vollständig vorliegen würden. Der Vorgesetzte würde sich an jeden Einzelnen wenden, um ihm mitzuteilen, welche Unterlagen fehlen.

Am 1. März (also weit nachdem ich den Arbeitsvertrag unterschrieben hatte) wandte sich mein Vorgesetzter an mich und teilte mir mit, dass nun wohl doch einige Unterlagen fehlen würden. Bei diesen handelt es sich um Belehrungen (welche nicht durchgeführt wurden). Darunter die Belehrung durch das Gesundheitsamt nach dem Infektionsschutzgesetz.

Irrationalerweise wurde mir die Schuld für das Nichtauszahlen der Löhne zugewiesen (da angeblich meine Unterlagen als letztes fehlen würden, wobei anscheinend nicht bedacht wurde, dass ich erst letzte Woche aufgrund dieser Angelegenheit kontaktiert wurde; andere Mitarbeiter wurden noch gar nicht kontaktiert, obwohl es ja hieß, dass von niemandem vollständige Unterlagen vorliegen würden). Das ist einer von mehreren Gründen, weshalb ich mit dem Gedanken spiele, zu kündigen.

Ich habe nach einiger Recherche herausgefunden, dass sich ein Arbeitgeber dadurch strafbar macht, dass er Angestellte ohne die besagte Belehrung, arbeiten lässt.

Nun stellt sich mir die Frage, ob ich mich durch das Arbeiten ohne Belehrung über das Infektionsschutzgesetz strafbar gemacht habe (obwohl ich schon länger in dem Betrieb arbeite, wurde ich nicht auf die Notwendigkeit einer Belehrung hingewiesen)?

Des Weiteren frage ich mich, ob die Nichtauszahlung der Löhne eine rechtlich legitime Sanktion für das Fehlen von Unterlagen ist.

Würde ich mich also dadurch strafbar machen, wenn ich zur Arbeit erscheine, obwohl mir eine Belehrung fehlt (mein nächster Arbeitstag wäre morgen; die Belehrung kann aufgrund von Blockseminaren, welche ich besuchen muss, erst frühestens übernächste Woche stattfinden)?

Ist es notwendig, einen Nachweis über die Belehrung nachzureichen, nachdem ich gekündigt habe (die Kosten für die Belehrung müssten von mir getragen werden) ?

Ist es demnach sinnvoll, gegen ein mögliches beharrendes Nichtauszahlen meines Lohnes (nach meiner baldigen Kündigung) rechtlich anzugehen?

Ich bedanke mich schon im Voraus für eure Antworten und bin für jede Hilfe sehr dankbar!

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Personalmangel, Überstunden, schlechte Bezahlung

Ich arbeite in einer kiefer-gesichtchirurgischen Praxis und auch klinik. ( beides ist sozusagen angemeldet). Wir können auch stationär aufnehmen, allerdings nur privat Patienten. Mein Chef ist nicht tarifgebunden, da er nicht in der Gewerkschaft ist. (Oder so ähnlich, kenne mich da nicht richtig aus) Wir haben 3 Assistenzärzte und einen Angestellten Arzt. Nun zum Problem: alle Mitarbeiter werden unterbezahlt als es der Tarif vorschreibt! Da er sich nicht an den Tarif halten muss darf er das nehme ich an. 2 Mitarbeiter sind seit Gründung der Praxis dabei, bekommen aber wenig Lohn und noch ne ne Erhöhung gehabt (seit 10 Jahren). Beide ca 50 Jahre und deshalb schlechte Chancen den Arbeitgeber zu wechseln. Die restlichen Angestellten werden auch unterbezahlt (10 EUR Std- brutto) Auszubildende bekommen im ersten Lehrjahr je 100 EUR weniger. Müssen ihre Bücher selber zahlen! Alle Angestellten müssen klinikklamotten selber kaufen. Urlaub gibt es nicht mehr als vorgegeben 24 Tage. Manchmal stehen nach Arbeitsende (10 Std tag- 40 Std Woche) noch Unfälle an, die im Krankenhaus operiert werden müssen. Dh zwei bis drei Angestellte müssen mit. Es gibt dafür keine Zuschläge, nur diese überstanden darf man aufschreiben und wieder abbauen. Überstunden werden nicht gezahlt. Zu all dem sind wir ständig unterbesetzt da zu wenig Personal. Dadurch entsteht Chaos und Überlastung. Ständig und permanent. Keiner hat sein Aufgabengebiet. Bei einer so vielseitigen Praxis das reinste Chaos. Auch mit der Hygiene nimmt er es nicht so genau. Benutzt Anästhesie Kanülen mehrfach obwohl die nur einmal benutzt werden dürfen (örtliche Betäubung). Schreit rum wenn etwas fehlt, was bei dem Stress nicht ausbleibt. Droht mit Kündigung wenn jemand aufmuckt! Fakt: 5 Ärzte, assistenzhelferinnen: 4 , Auszubildende: 2 , Anmeldung 2 (zu wenig bei 5 Ärzten , Auszubildende: 1! Da ist Aufbereitung zu machen (ne Menge) einschweißen, sterilisieren. Vorbereitung, Assistentz und aufräumen. Einige leiden schon an Depressionen und Überforderungen kann man was tun???

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