Kuendigung wegen eigenbedarf, wie lange muss angegebene person mind. in der wohnung wohnung bleiben?

6 Antworten

Das kann man pauschal gar nicht sagen. Man stelle sich vor, der Vermieter behauptet, sein Sohn will sich von seiner Frau trennen und braucht deswegen die Wohnung. EB-Kündigung, Sohn räumt schon mal ein paar Sachen rein und es passiert ansonsten nichts.

Man forscht ein wenig nach und stellt fest, da ist gar nichts mit Trennung. Der Lebensmittelpunkt des Sohnes ist weiterhin im Haus seiner Familie bei seiner Frau und den Kindern und man sieht sie Arm in Arm durch die Stadt laufen.

Gerüstet mit entsprechendem Wissen und guten Zeugen hätte man wohl gute Chancen.

Was aber, wenn erst mal nichts passiert, man sieht den Sohn auch nie zusammen mit seiner Frau, aber man freut sich schon und reicht schon mal die Klage ein und plötzlich rücken jede Menge Handwerker an, die die ganze Wohnung umbauen, was sich natürlich hinzieht und nach einem Jahr sagt der Sohn, nun habe ich mich doch entschieden, bei meiner Familie zu bleiben. Schlechte Karten für Dich, würde ich sagen.

Andersrum kann es auch sein. Der Sohn zieht ein und nach 3 Wochen wieder aus. Allem Anschein nach wurdest Du betrogen. Der Vermieter kann aber hieb- und stichfest belegen, dass sein Sohn durchaus die Absicht hatte, einzuziehen. Z. B. Scheidungsklage war schon eingereicht etc.

Was ich damit sagen will: Mach Dir keine großen Hoffnungen. Vermieter, die auf diese Weise (noch dazum it RA im Rücken) ihre Mieter los werden, sichern sich sehr gut ab. Da hast Du kaum eine Chance.

Dafür gibt es eine Richtlinie. Wichtig ist, dass die Wohnung an die benannte Person vermietet wurde und diese eingezogen ist. Ob die nun 3 Wochen, 3 Jahre oder 30 Jahre dort wohnt, ist völlig wurscht.

Im internet habe ich gelesen, dass ich, wenn ich das irgendwie beweisen kann, schadensersatz (umzugskosten, provision, mietdifferenz) fordern kann.

Nur, wenn es sich um vorgetäuschten Eigenbedarf handelt. Dies ist hier nicht der Fall, die Person ist eingezogen.

Ich verstehe die Frage nicht ganz.

Du hast eine ordnungsgemäße Kündigung wegen Eigenbedarfs erhalten. Die in der Kündigung genannte Person ist auch tatsächlich in deine ehemalige Wohnung eingezogen. Wenn es so ist, hat der Vermieter alles richtig gemacht und du kannst keinerlei Forderungen gegen ihn geltend machen.

Wenn aber eine andere Person in die Wohnung eingezogen ist, dann könntest du Schadenersatz fordern, aber auch nur dann.

Kuendigung wegen eigenbedarf, wie lange muss angegebene person mind. in der wohnung wohnung bleiben?

Das kann man pauschal gar nicht beantworten. Zum Zeitpunkt der Kündigung muss der Grund für Eigenbedarf vorliegen und der kann auch mal ganz schnell wegfallen.

Im internet habe ich gelesen, dass ich, wenn ich das irgendwie beweisen kann, schadensersatz (umzugskosten, provision, mietdifferenz) fordern kann.

Man muss es aber beweisen können.

Aber Du hast doch einen Anwalt schon konsultiert und der kann Dir die Frage auch bestimmt beantworten.

Dafür gibt es keine Richtwerte. Wenn allerdings offensichtlich hier Eigenbedarf nur vorgetäuscht wurde, ist der Vermieter dem Mieter voll schadenersatzpflichtig. Als da sind Umzugskosten, höhere Miete der neuen Wohnung und, und ... Also sämtliche Aufwendungen im Zusammenhang sind zu ersetzen.

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