Kündigung bei 300 Minusstunden

5 Antworten

das selbe wie mit Überstunden. Verlässt ein AN den Betrieb und hat Überstunden, so möchte er diese ausbezahlt haben. Hat ein AN aber Minusstunden/Minuten dann werden diese genauso mit dem Urlaub verrechnet und wenn das nicht reicht, vom Gehalt abgezogen. Ich denke, du hättest keinen anderen Betrieb gefunden, der dir die Möglichkeit gegeben hätte, zu arbeiten in Vollzeit bei vollem Gehalt und dich dennoch 3 Tage pro Woche frei zu stellen für eine Ausbildung. Solche Abkommen beruhen auf gegenseitigem Vertrauen und ich finde es nicht fair von dir, nun, wo DU bekommen hast, was du wolltest, deineSeite des vereinbarten nicht einzuhalten. Man sieht sich immer 2 mal....gerade in der Geschäftswelt. Fairness ist anders......

Deine Erklärung zu Minusstunden allgemein ist falsch. Hat der Arbeitgeber die Minusstunden zu verantworten, ist weder Rückzahlung noch Verrechnung mit Urlaub zulässig.

Hier ist es nur aufgrund der speziellen Vereinbarung anders.

@Jorgfried

es gelten die selben Regeln wie bei den Überstunden so habe ich das gemeint. Und auch da geht es darum ob genemigt/gewollt/in Kauf genommen

Nun erhält der AN von einem anderen AG ein Angebot. Was würde mit den ca. 300 Minusstunden passieren, wenn der AN kündigt?

Wenn das schriftlich vereinbart ist, das gibt es ein Problem, Dann muss der die Minusstunden abarbeiten oder bezahlen.

Das ist fast Betrug des Arbeitgebers am Arbeitnehmer.

Jetzt bezahlt er 300 Stunden, in denen nichts gearbeitet wird. Bezahlt wird nach dem recht geringen Aushilfsgehalt.
Danach mit Vollzeitvertrag, wenn der Stundenlohn um einiges hoeher ist, arbeitest du dann 300 Stunden ohne Lohn, den du ja vorher schon bekommen hast.
Aaaaber - fuer die 300 Stunden haettest du dann um einiges mehr bekommen. So jedoch bekommt der Arbeitgeber 300 Stunden Arbeit waehrend deines Vollzeitarbeitsverhaeltnisses, fuer die er aber nur (halt im voraus) den niedrigen Aushilfslohn bezahlt hat. Das ist eine gewaltige Uebervorteilung. Auf solche Regelungen wuerde ich mich nicht einlassen.

Wenn du eine bessere Stelle findest, dann waere es denkbar, den Lohn fuer die 300 Stunden zurueckzuzahlen. Das ist naemlich nur ein geringer Lohn, waehrend du fuer 300 Std Arbeit dann bei jedem Arbeitgeber in einem richtigen Arbeitsverhaeltnis hoeher bezahlt wirst.

Die Antwort ist ja nun vollkommen sinnfrei.

Wenn du lesen kannst, wird der FS Vollzeit bezahlt und für eine Aus- oder Weiterbildung während dessen auf Zeitkonto freigestellt. Wo ist da bitte die Übervorteilung?

Dann muß der Arbeitnehmer ca. 2 Monatslöhne an den Arbeitgeber zahlen.

Die Minusstunden sind aus Gründen entstanden, die der ArbN zu vertreten hat. Wenn der ArbG schlau ist, hat er eine schriftliche Vereinbarung mit dem ArbN darüber getroffen, so dass bei Ausscheiden vor Ausgleich des Zeitkontos selbstverständlich eine Rückzahlung fällig werden wird.

Verrechnung mit Urlaub ist im Übrigen nur insofern möglich, als dass der ArbN Urlaubsansprüche über den gesetzlichen Mindesturlaub hinaus haben soll.

Zudem sei auf § 850c ZPO hingewiesen. Sollte die Forderung des ArbG die Pfändungsfreigrenze des ArbN überschreiten, hat er nicht das Recht, sich einfach am Lohn des ArbN in voller Höhe zu bedienen, sondern muss sich wie jeder andere Gläubiger auch mit dem pfändbaren Betrag zufrieden geben und im Zweifel eine über das Ausscheiden hinaus gehende Ratenzahlung in Kauf nehmen.

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