Kündigung - Frist nicht einhalten?

5 Antworten

Grundsätzlich muss ein sehr guter Grund, für eine fristlose Kündigung vorliegen. Wen dem Arbeitgeber, dadurch einen erheblichen Schaden entsteht, kann er darfür von Dir Schadensersatz verlangen.

was passiert, wenn ein Arbeitnehmer seine Kündigungsfrist nicht einhält,

Er hält seinen Vertrag nicht ein und kann daher für alle den AG dadurch anfallenden Kosten in Regress genommen werden, was nicht wenig sein kann.

Vom Arbeitszeugnis brauchen wir erst gar nicht reden. 

Unter welchen Umständen darf der Arbeitnehmer fristlos kündigen

Stehr im Arbeitsvertrag

kann daher für alle den AG dadurch anfallenden Kosten in Regress genommen werden, was nicht wenig sein kann.

Dafür muss der Arbeitgeber aber nachweisen können, dass der Schaden alleine aufgrund des schuldhaften unentschuldigten Fernbleibens entstanden ist.

Steht im Arbeitsvertrag

Wie kommst Du denn darauf?

Im Arbeitsvertrag wird kaum stehen können, unter welchen Voraussetzungen das Arbeitsverhältnis fristlos gekündigt werden kann, weil die möglichen Kündigungsgründe viel zu vielfältig sein können, als dass man sie aufführen könnte!

Generell wird dann nur die tatsächliche Arbeitszeit vergütet, war man nur z.B. 7 Tage von 30 Tagen da werden logischer Weise nur 7 bezahlt. Angefallene Über- bzw. Minunsstunden werden verrechnet, zustehender Urlaub wird verrechnet. Wenn ohne triftigen Grund geht oder einfach nicht zur Arbeit kommt wird abgemahnt, wird das Verhalten des AN nicht besser kommt eine weitere Abmahnung oder die fristlose Kündigung. Im Falle einer fristlosen Kündigung bekommst du von der Agentur für Arbeit noch eine Sperre von 3 Monaten, das bedeutet man sieht für diese Zeit KEIN Arbeitslosengeld. Hoffentlich hat man für den Fall genug Rücklagen gebildet.

Ein Arbeitszeugnis wirst du dann auch nicht sehen, was die Jobsuche zusätzlich etwas erschweren kann.

Der Arbeitgeber kann sich dann kurzfristig einen teuren Leiharbeiter nehmen und die Mehrkosten als Schadenersatz von Arbeitnehmer fordern.

Das kann locker das doppelte vom eigenen Lohn ausmachen.

Das kann locker das doppelte vom eigenen Lohn ausmachen.

Alleine die "Mehrkosten"???

@Familiengerd

Ergänzung:

Der Arbeitgeber müsste außerdem beweisen können, dass dieser Schaden alleine wegen der Vertragswidrigkeit des Fehlens entstanden ist und nicht auch hätte entstehen können z.B. bei plötzlicher Erkrankung.

@Familiengerd

Der übliche Faktor für einen Leiharbeiter ist 2,3. bei sehr kurzem Einsatz oder kurzfristiger Notwendigkeit auch höher. Damit ja, die Mehrkosten.

Schau in deinen Arbeitsvertrag, da sind sicher Konventionalstrafen vereinbart und Kündigungsgründe angegeben.

da sind sicher Konventionalstrafen vereinbart

Wie kommst Du auf "sicher" - und darauf, dass es überhaupt einen schriftlichen Arbeitsvertrag gibt, in dem das stehen könnte?

und Kündigungsgründe angegeben

Im Arbeitsvertrag wird kaum stehen können, unter welchen Voraussetzungen das Arbeitsverhältnis fristlos gekündigt werden kann, weil die möglichen Kündigungsgründe viel zu vielfältig sein können, als dass man sie aufführen könnte!

Was möchtest Du wissen?