Kündigen lassen und Umzugskosten von Arge erstattet bekommen?

5 Antworten

Das Arbeitsamt - schon seit längerem Agentur für Arbeit - "kann" nach § 44 SGB III ggfls. aus dem Vermittlungsbudget fördern .... das gilt grundsätzlich auch für Umzugskosten ...

Voraussetzungen:

  • Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung wird gefördert 
  • die Förderung ist für die berufliche Eingliederung notwendig

Da es sich um eine "Kannleistung" handelt, hat die Agentur für Arbeit hier Ermessen auszuüben .... wer seine Arbeit aufgibt und anderswo schon etwas "in der Tasche hat" gehört mit Sicherheit nicht zu dem Kreis der zu fördernden ....

Du wirst also Deinen (beruflich bedingten) Umzug selber zahlen müssen .... ggfls. kann man die Kosten aber steuerlich geltend machen ....

Nein, das musst du schon selbst zahlen. Die Kosten würden natürlich nur übernommen werden wenn du in deiner jetzigen Stadt nicht zu vermitteln wärst. Nachdem du schon eine neue Stelle hast wird das nix 

Erstattung der Umzugskosten durch das Arbeitsamt

Voraussetzungen


  • Antritt einer neuen Arbeitsstelle in einer anderen Gemeinde (gegen Vorlage des entsprechenden Arbeitsvertrages) 
  • Auflösung eines gemeinsamen Haushaltes durch Scheidung (gegen Vorlage der Scheidungspapiere)
  • Familienzuwachs erfordert mehr Wohnraum (Vorlage des Mietvertrags)
    Mietkostensenkung (Vorlage des Mietvertrags) 
  • Kündigung durch den Vermieter (Vorlage des Kündigungsschreibens)
  • Medizinische Indikationen wie chronische Erkrankungen oder Verletzungen, die eine andere Wohnsituation erfordern (Vorlage des ärztlichen Attests)


Nicht akzeptiert werden

  • Haushaltszusammenführungen
  • Die Aussicht bzw. erhöhte Chancen auf eine neue Arbeitsstelle an einem anderen Wohnort
  • Mietmängel
  • Bei unter 25-Jährigen: Der Auszug aus der elterlichen Wohnung (Ausnahme: Antritt einer Ausbildungsstelle in einer anderen Stadt oder schwerwiegende zwischenmenschliche Probleme wie körperliche Gewalt)

Tipp: Sollte die ARGE selbst Sie zu einem Umzug (z. B. zur Mietkostensenkung) auffordern, können Sie für sämtliche Auslagen Schadensersatz fordern. Zudem haben Sie eine Schonfrist von sechs Monaten, um sich eine neue Wohnung zu suchen. In dieser Zeit muss das Arbeitsamt weiterhin für Ihre Miete aufkommen.

Quelle:

http://www.ummelden.de/umzugskosten-uebernahme-arge.html


Wie es aussieht, wenn Du vor dem Umzug nicht arbeitslos warst (bestimmte Dauer notwendig?), bzw. selbst gekündigt hast, kann ich Dir leider auch nicht sagen.

Du weißt schon, daß Du beruflich veranlaßte Umzugskosten in Deiner Einkommensteuererklärung/Lohnsteuerjahresausgleich geltend machen kannst?


Aber jetzt angenommen ich werde gekündigt. Das wäre natürlich jammerschade.

Und wie es der Zufall will, habe ich sofort die chance bei einen Konzern einzusteigen der nur leider paar hundert Km entfernt ist.

Da weigert das Arbeitsamt die Umzugskostenübernahme weil ich doch auch in der jetztigen Stadt arbeiten könnte? Woran wird das festgemacht? Den Job den dort ausüben würde, gibt es hier nicht und wenn sehr selten (Industrie schwache region).

Du kannst die Umzugskosten als Werbungskosten steuerlich geltend machen. "Dich kündigen lassen" wäre missbräuchlich. Du hättest also 12 Wochen Sperre zu erwarten.

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