Kriegt ein gesetzlich Betreuter, der nicht geschäftsfähig ist und unter pathologischer Spielsucht leidet sein Geld vom Wettanbieter zurück?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn die Verträge aufgrund der Geschäftsunfähigkeit unwirksam ist, dann besteht in der Regel ein Anspruch auf Rückzahlung. Man wird aber wohl prozessieren müssen.

Vielen Dank für Ihre Antwort! Spielt dabei der Zeitraum eine Rolle? Die Geschäftsunfähigkeit des Betroffenen besteht seit ca. einem halben Jahr. Können sämtliche Einzahlungen, die während diesem Zeitraum geleistet worden sind zurückgefordert werden oder lediglich die kürzlich erfolgten? 

Der Zeitraum kann nur hinsichtlich der Verjährungsfristen eine Rolle spielen. Verfahrensrechtlich kann das auch relevant sein, da es natürlich schwieriger zu beweisen ist, umso länger es zurückliegt. Der Rückzahlungsanspruch bezieht sich auf sämtliche Gelder, die aufgrund unwirksamer Verträge geflossen sind. Das Ganze müsste man aber im Einzelfall genauer betrachten. Daher sollte der Betreuer auf jeden Fall einen Rechtsanwalt beauftragen, sofern er das nicht selbst ist.

Ich schätze mal, eher nicht!
Sonst wäre ja folgendes Geschäftsmodell leicht möglich:

Der nicht geschäftsfähige dient als Proxy-Spieler für einen anderen. Verliert der andere Spieler, so wird die Karte "Geschäftsunfähigkeit" gezogen und der Einsatz wird zurückgezahlt. Gewinnt der Proxy-Spieler, so teilen sich Proxy- und echter Spieler den Gewinn.

Da werden sich die Wettanbieter schon ausreichend abgesichert haben und der Proxy-Spieler muss z.B. versichern, mind. 18 Jahre alt und geschäftsfähig zu sein. Da steht sicher irgendwas passendes im Kleingedruckten. Wäre sonst zu einfach, die Spielbank auszuplündern.

Hört sich sehr plausibel an, nur darf ein gesetzlich Betreuter gewonnenes Geld soweit ich weiß ebenfalls nicht ohne weiteres behalten, da er ja aufgrund der geschäftsunfähigkeit erst gar nicht hätte wetten dürfen 🤔 Andererseits würde keiner bei einem Gewinn zum Buchmachen hingehen und sagen:“Hey das durfte ich gar nicht“😂 

Aber wenn das rauskommt gibt es wohl erst richtig Ärger nehme ich an... Mhh verzwickte Situation. 

@Bossti95

Ja, mein Szenario mit dem Proxy-Spieler ist echt so naheliegend. Da ist bestimmt schon jemand drauf gekommen, ungefähr drei Tage nachdem so etwas wie "Geschäftsunfähigkeit" gesetzlich näher definiert wurde.

Also irgendwann 1750 oder so...

hätte der Wettsüchtige gewonnen würde dann der Spieler den Gewinn wieder zurück zahlen an den Wettanbieter wenn dieser Pleite geht.?

Vermutlich nicht..

Man muss klagen und viel Geduld und Beweise auffahren, dass es zu einem Vergleich kommt!

Jeder weiß, das Sportwetten auf Dauer immer negativ sind, Buchmacher sind keine Animateure sondern Knallharte Geschäftsmänner die Geld damit verdienen wollen.

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