Krankmeldung vorher angekündigt - bekomm ich Schwierigkeiten vom Chef?

9 Antworten

Eine "angekündigte Krankheit" ist ein Grund für eine fristlose Kündigung (wenn sich das halbwegs belegen lässt).

Was meinst Du mit "Wie siehts da mit Rufschädigung aus"???

Wenn Dein Chef Deinen Ruf schädigt, indem er das in der Branche weitererzählt, dann kannst Du da leider nur wenig dagegen tun - gegen Gerüchte ist man normalerweise halbwegs machtlos. Vor allem, wenn Sie einen wahren Kern besitzen.

Oder meint Dein Chef, der Ruf seiner Firma wäre Durch Dich geschädigt worden? Sowas kann man theoretisch konstruieren, in der Praxis wird er Dich aber nicht haftbar machen können, solange Du nicht gerade "Firma XY ist doof" Anzeigen in die Zeitung setzt. Er müsste schon konkret nachweisen können, welcher Schaden ihm konkret durch Dein Verhalten entstanden ist und dass Du den grob Fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführt hast.

Aber er kann Dir natürlich kündigen.

Es wurde im Prinzip schon gesagt: Wenn mann willkürlich eine (nicht vorhandene) Erkrankung ankündigt, ist das ein Kündigungsgrund. ("Wenn ich keinen Urlaub kriege, werd ich halt krank".)

Wenn aber objektiv absehbar ist, dass eine Erkrankung zu erwarten ist ("Morgen krieg ich zwei Weißheitszähne gezogen und werde wahrscheinlich drei Tage krank sein".), dann ist das vollkommen in Ordnung.

Wenn in diesem Fall der Chef herumerzählt, dass Herr X. eine Erkrankung angekündigt hat und gekündigt wird, könnte man das schon als Rufschädigung sehen, oder?

Da stellt sich die Frage ob Du vorher schon wusstest dass Du, wann auch immer, eine Grippe haben wirst, sieht nicht gut für Dich aus. Eine notwendige Behandlung, sei es auch mit bekannt bestimmtem Termin, dürfte keine Probleme mit sich bringen.

Welche Konsequenzen sich aus der Ankündigung einer Krankmeldung ergenen können, hängt davon ab wie Sie Ihre Krankmeldung geäußert haben.

Wenn es Ihnen am letzten Arbeitstag nicht gut ging und Sie daraufhin in etwa so geäußert haben, "So wie es mir heute geht, werde ich morgen wohl krank sein.", sollten keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu erwarten sein.

Konnte der Arbeitgeber Ihre Äußerung als Drohung auffassen, dann drohen Ihnen arbeitsrechtliche Konsequenzen, bis hin zu einer fristlosen Kündigung. Beispiele für eine solche Äußerung: "Wenn ich diese Arbeit machen muss, bin ich morgen krank." oder "Wenn ich keinen Urlaub bekomme, dann gehe ich zum Arzt."

Generell ist es sehr unklug eine Arbeitsunfähigkeit anzukündigen, darauf sollte man lieber verzichten. Auf keinen Fall ist eine solche Äußerung in einer emotional angeheizten Stimmung angebracht. Dies gilt auch für den Fall dass das Verhältnis zwischen Arbeitgeber (Vorgesetzten) und Mitarbeiter nicht in Ordnung ist.

Was Sie mit Rufschädigung meinen, kann ich nicht nachvollziehen.

Peter Kleinsorge

Dein Ruf ist schon erheblich angeknackst.Ich würde zurück rudern und mich entschuldigen.Kaum jemand glaubt,daß Du wirklich krank bist.Den Arzt hast Du wohl auch hinters Licht geführt

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