Krankheit über 4 Wochen - Chef will mich sprechen

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Ich würde ihm das genau so erklären, wie Du uns das jetzt erklärt hast. Ich weiß zwar nicht, wie das Verhältnis zwischen Dir und Deinem Chef ist und ob er Depression eher als Krankheit oder eher als Befindlichkeitsstörung sieht, die man mit einem "Reiß Dich mal zusammen!" wegwischen kann. Das gibt es ja leider auch immer noch. Aber ein offenes Gespräch war noch immer die beste Basis für ein unbelastetes Verhältnis. Und Du musst Dir dann auch nichts vorwerfen.

seh ich auch so :)

Sprich mit Deiner Psychologin darüber, eventuell ist eine stationäre Therapie notwendig. Deinem Chef würde ich einfach die Wahrheit sagen, nämlich dass Du es nicht weisst,und dass es Dir nicht gut genug geht, um die Arbeit wieder aufzunehmen. Er wird das sicher verstehen, und er muss auch kalkulieren können, wie er diese fehlende Arbeitskraft ersetzen kann. Evtl. durch Zeitarbeiter.

Ich muss noch was nachtragen. Tatsächlich habe ich die Depressionen schon seit über 20 Jahren. Habe mich aber bislang immer selbst gezwungen sie zu besiegen - mit mehr oder weniger Erfolg. Seit 3 Jahren bin ich nun bei dieser neuen Pyschologin in Behandlung - sie verordnete mir einiges, was auch gut half - leider mit Nebenwirkungen. Aber jetzt geht es gar nicht mehr, deswegen sagte sie: "Jetzt ist Schluß - Sie bleiben mal eine Weile zuhause".

Wenn ich jetzt einen Termin mit dem Personalchef ausmache, fragt der bei der Begrüßung: "Wie geht es Ihnen?"

Soll ich da sagen schlecht oder es überspielen und gut sagen?

Und ich will ja nach der 7. Woche wieder schaffen wenn es geht.

Aber ein Prophet bin ich doch nicht, weiß doch heute noch nicht, wie es am Ende der 7. Woche ist.

@Roomster

''Soll ich da sagen schlecht oder es überspielen und gut sagen?''

Warum sagst du nicht ''Den Umständen entsprechend.''?

Der Arbeitgeber ist laut SGB IX § 84 Abs.2 verpflichtet für Beschäftigte die innerhalb eines Jahres arbeitsunfähig sind,ein betriebliches Eingliederungsmanagement durchzuführen. Das beinhaltet auch Rückkehrergespräche. Zusamenhang zwischen Arbeitsplatz und Krankheit, welche Maßnahmen wurden ergriffen um Abhilfe zu schaffen. Alles zur Sicherung des bestehenden Arbeitsverhältnis.

Also ich würde mit dem Chef sprechen.

Immerhin lebst du auch von ihm. Er muss doch bescheid wissen wie es um den Arbeitsplatz steht. Du bist doch sicher nicht umsonst dort angestellt. Wer macht deine Arbeit jetzt. Die Kollegen und Kolleginnen müssen jetzt deine Arbeit mit machen oder dein Chef muss jemand einstellen. Das muss doch geregelt werden.

Stimmt schon. Aber darum geht es ja gar nicht. Es ist bei uns alles geregelt, wer wessen Arbeit macht, wenn jemand ausfällt. Diesmal bin ich krank. Früher und später wieder, bin ich es der einspringt. Wir sind ein gutes Team. Nur, das "persönliche" Vorbeikommen und besprechen ist doch sowas von unnötig. Das kann man doch alles am Telefon genauso besprechen. Also liefe es so ab: Ich fahre hin, gehe zum Chef, er frägt, wie lange ich noch krank bin, ich sage weiß ich nicht - muß abwarten wann die Medikamente wirken - ich hoffe sehr bald - will bald wieder zu meiner Arbeit gehen. Dann Aufwiedersehen und ich gehe wieder.

Also mal ehrlich, diese paar Worte kann man doch auch am Telefon sprechen.

Oder?

@Roomster

Aber wo ist denn das Problem. Dein Chef möchte sich mit dir unterhalten. Er möchte wissen wie es Dir geht und möchte vielleicht herausfinden, wann du wieder kommst.

Mein Rat ist. Gehe hin und sprich mit ihm.

Du kannst Ihm nicht sagen wie lange Du noch krank bist. Alles andere wäre reine Spekulation. Was solltest Du Ihm auch anderes sagen?

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