Krankenversicherung: Muss ich als Vollzeit-Student mit einem 450+€ Gehalt KV zahlen?

5 Antworten

die Beschäftigung selbst bleibt versicherungsfrei. d.h. der Arbeitgeber führt keine Beiträge zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung ab. dass heißt aber nicht, dass du keine Beiträge zahlen brauchst.

du überschreitest nämlich dann die Grenze für den Anspruch auf die kostenfreie Familienversicherung und fällst dort raus.

da du nicht über die Beschäftigung krankenversichert bist und eben auch keinen Anspruch auf Familienversicherung hast, kommt die Krankenversicherung der Studenten (KVdS) zum Tragen. d.h. du musst dich selbst, für ca. 90 Euro pro Monat, krankenversichern.

du hast eine Mitteilungspflicht gegenüber der Krankenkasse. d.h. du musst dein Einkommen aus der Beschäftigung offenlegen, da die Kasse dein monatliches Einkommen nicht sieht.

dann stellst du noch einen Antrag auf die KVdS und reichst eine Einzugsermächtigung ein. der monatliche Beitrag wird dann von deinem Bankkonto eingezogen.

Leider sind hier einige Antworten falsch.

Als Werkstudent zahlst du nur Beitrage zur Rentenversicherung, die der Betrieb für dich abführt.

ABER Werkstudenten können nicht familienversichert sein. Die Familienversicherung endet, wenn du mehr als 450 € verdienst. Dies bedeutet, du musst dich in der KVdS (Krankenversicherung der Studenten) versichern und zahlst den Studentenbeitrag in Höhe von 73,47 € zur Krankenversicherung + 21,42 € zur Pflegeversicherung, also insgesamt 93,89 €. Voraussetzung ist, dass dein Studium zeitlich überwiegt.

Nur eulig hat bisher korrekt geantwortet.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

MenschmitPlan hat ebenfalls richtig geantwortet.

Es sind natürlich 94,89 € - ohne Taschenrechner nicht so einfach ;-)

Nee, nur Rentenversicherung wird dir vom Gehalt abgezogen, ggf. noch Steuern. Darfst aber während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Std pro Woche arbeiten.

Du musst dich dann aber mit Studententarif selber versichern in der KV/PV, da du bei diesem Verdienst aus der Familienversicherung fliegst.

Bei Werksstudenten gelten da andere Regeln, denke ich.

@dasadi

Ich rede von Werkstudenten!

@MenschMitPlan

Aber wenn man als Werksstudent angemeldet ist, ist man doch gar nicht krankenversicherungspflichtig ?

@dasadi

Nicht über das Arbeitsverhältnis, habe ich doch geschrieben. Trotzdem braucht in Deutschland jeder Mensch eine Krankenversicherung. Und da der Verdienst lt. Angaben des Fragestellers zu hoch für die Familienversicherung sein dürfte, bleibt nur Studentenvers, freiwillige oder private Vers.

@MenschMitPlan

Alles klar, so verstehe ich das jetzt, danke.

Hm, im 3. Link steht, dass ich aus der Familienversicherung bei meinem Lohn rausfliege. Trotzdem verstehe ich dann nicht, warum manche in der selben Situation KV zahlen und manche nicht. Der Community-Experte meint oben ja auch, dass man nicht zahlen muss, als "Werkstudent".
Kann es sein, dass der AG die KV zu 100% übernehmen kann?

@syron17

Nein, kann der AG nicht. Und welche "manche" meinst du und ist die Situation tatsächlich "die selbe"?

@MenschMitPlan

Kollegen bei der Werkstudententätigkeit und ja, Vollzeitstudenten und unter 25.

@syron17

Arbeiten die max. 20 Std pro Woche?

Es ist auch nicht auszuschließen, das so manche Lohnabrechnungsstelle Fehler macht. Ist vllt. auch nicht bekannt, dass es sich um Studenten handelt? Es gibt einige Möglichkeiten, warum unterschiedlich abgerechnet wird.

Als Student mit einem eigenen Brutto-Einkommen von 450+ musst du eigene Beiträge für die Krankenkasse zahlen.

Der mtl. Beitrag dürfte so bei 190 € liegen.

Stimmt, aber der Studententarif (KVdS) liegt bei 95 €. 190 € wäre der niedrigste Tarif für eine freiwillige Versicherung, die hier nicht zutrifft.

@okieh56

Danke für die Berichtigung!

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