Krank geschrieben, raus gegangen um einkaufen zu gehen, Chef sieht mich und droht mit einer Abmahnung, darf er das?

5 Antworten

Krank heißt nicht bettlägerisch oder unter Hausarrest.

Man ist nur dazu verpflichtet Aktivitäten zu unterlassen, die die Genesung erschweren. Andererseits kann je nach Krankheit ein Spaziergang an der frischen Luft auch sinnvoll sein.

Was ihre Angst angeht, das ist natürlich irrational. Arbeits-RS ist aber vorhanden für den Fall der Fälle?

Kommt darauf an, wegen welcher Erkrankung sie nicht arbeiten kann.

Aber wie du schreibst, wurde sie von ihrem Chef beim Einkaufen gesehen.

Bei einer anderen Gelegenheit hat sie ein Kollege auf dem Weg zur Apotheke getroffen.

Nun ist sie schon wieder krank, möchte sich mit dir treffen.

Da man statistisch davon ausgehen muss, dass sie nicht immer jemanden trifft, wenn sie unterwegs ist, muss sie doch relativ häufig unterwegs gewesen sein, um zwei Personen aus dem Arbeitsumfeld über den Weg zu laufen.

Ich finde, für eine kranke Person ist sie relativ viel unterwegs!!!

Die Krankmeldung erscheint doch sehr zweifelhaft, um das mal nett zu formulieren.

Doofes beispiel:
Wenn ein Freund oder eine Freundin von dir, über ihr/sein Partner redet, weil's grad schlecht läuft, dann zählt diese meist nur die Negativen Sachen auf oder?
Ergo "statistisch" gesehen ist die Beziehung für die Tonne.

Was ich damit sagen möchte ist, das ich natürlich nur grade die "problematischen" Szenen nenne.

@DayuDK

Schon klar. Trotzdem bleibt die Frage, wie oft muss ich rausgehen um jemanden von der Arbeit zu treffen?

Das passiert ja nicht bei jedem Verlassen der Wohnung.

Also, wenn sie 2x jemanden von der Arbeit getroffen hat, wird sie wohl doch etwas häufiger rausgegangen sein als nur diese 2x!!!

Du kannst es drehen und wenden wie du willst, es widerspricht jeder Lebenserfahrung! So wird wohl auch ihr Chef denken.

Es nimmt ihr keiner ab, wenn sie sagt, dass sie nur diese 2x draußen war und sie immer eine Person von der Arbeit traf.

@egglo2

Okey stimmt auch wiederrum.
Nehmen wir aber mal an ihre Krankheit basiert auf Psychischer Natur, sie mag diese eher weniger Preis geben und jetzt hat der Chef aber die typische Reaktion darauf, da sie sich nur Krankschreiben lässt, weil sie kein Bock hat.
Darf er sie Abmahnen wenn er sie draußen sieht oder kann er durch irgend eine Hintertür was aus machen?


@DayuDK

Wenn sie psychische Probleme hat, muss sie natürlich nicht im Bett liegen!

Die Diagnose geht den Arbeitgeber natürlich auch nichts an.

Fakt ist aber, er bekommt den Eindruck, dass sie keinen Bock hat. Würde dir, als Chef, auch so gehen, oder?

Ich denke, die einzige Lösung ist, wenn sie mit ihm offen spricht.

Natürlich geht sie dann auch ein Risiko ein, da nicht alle Arbeitgeber Verständnis aufbringen für solche Erkrankungen.

Aber auch jetzt hat sie natürlich das Risiko Konsequenzen tragen zu müssen.

Ich bin kein Jurist, aber wenn ein Arbeitgeber eine Person los werden möchte, dann findet er in der Regel einen Weg.

@egglo2

Das sind doch alles nur blödsinnige Spekulationen, die im Zusammenhang der Frage völlig irrelevant sind!

@Familiengerd

Das hättest Du ruhig ganz dick schreiben können.

@Maximilian112

Meinst Du das ungefähr so, Maximilian:

Das sind doch alles nur blödsinnige Spekulationen, die im Zusammenhang der Frage völlig irrelevant sind!

:-))

Es kommt darauf an, weshalb man krank geschrieben ist - wobei der Grund für die AU den Chef erst einmal nicht zu interessieren hat, im Nachhinein jedoch eine Rolle spielen kann.

Es gibt Erkrankungen, bei denen es sogar gewünscht wird, nach Draußen zu gehen (zB Sport bei Depressionen).

Gibt Deine Freundin allerdings bei Kollegen an, sie läge mit Fieber im Bett und wird dann in bester Laune beim Shoppen beobachtet, ist es logisch, dass der Chef das nicht gerade toll findet.

Eine Abmahnung ist m. E. quatsch, da, unter normalen Umständen, der Chef den Grund für die Krankschreibung nicht kennt.

vor allem ist sie ja Azubi, da kann der Chef nicht viel machen, außer es passiert öfter - aber dann wird womöglich einfach das Arbeitsklima für sie nicht mehr angenehm sein.

@MiaB24

Genau sehe alles genau so Samika, und Mia, genau das ist passiert, was natürlich nicht förderlich ist, wenn gründe der Krankschreibung auch Psychischer Natur sind.. 

dann sollte sie wirklich mit dem Chef sprechen.

Was hat sie denn für eine Krankheit? 

Während der Krankschreibung darf man alles tun, was der Genesung förderlich ist. Und natürlich auch einkaufen gehen. Sogar ein Gaststättenbesuch ist erlaubt, wenn man nicht gerade bettlägerig ist, oder eine ansteckende Krankheit hat. Man muss ja schließlich was essen. 

Wenn sie Depressionen oder Burnout hat, sind Unternehmungen an der frischen Luft förderlich. 

Wenn der Chef sie daraufhin abmahnt, kann sie gegen die Abmahnung vorgehen. 

Gute Besserung für deine Freundin. 

Vielen Dank

Die Erkrankungen sind mitunter auch Psychischer Natur, diese haben dann natürlich wieder Auswirkungen auf den Körper und die Reaktion vom Unternehmen bzw vom Chef, ist da natürlich nicht förderlich.

@DayuDK

Das hatte ich mir schon gedacht bei so einer langen Krankschreibung. Gerade deshalb sollte sie viel unternehmen, was ihrer Genesung förderlich ist - vor allem an der frischen Luft. 

Glücklicherweise hatte sich bei mir keiner dran gestoßen. Und ich wurde sogar zu einer Feier eingeladen. 

Wenn man arbeitsunfähig geschrieben ist, darf man alles tun, was der Genesung  dienlich ist, sogar verreisen. Das einzige, was man nicht tun darf, ist arbeiten. Wenn Deine Freundin z. B. im Büro arbeitet, sollte si e sich nicht beim ganztätigen Chatten in Facebook erwischen lassen. Dann würde der Arbeitgeber mit Recht sagen, dass sie auch bei ihm am PC hätte sitzen können.

Wenn man strenge Betruhe und vielleicht sogar Quarantäne verordnet  bekommen hat, sieht die Sache wieder aus, aber meistens steht auf den gelben Zetteln arbeitsunfähig drauf.

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