Konsumfunktion abhängig vom Einkommen unlogisch?

3 Antworten

Die Formel ist insoweit Quatsch, als man nicht einen autonomen Konsum vorgeben kann und dann die marginale Konsumneigung auf das gesamte Einkommen bezieht, das bereits durch das autonome Einkommen aufgezehrt ist. Sinn macht das nur, wenn die Formel lautet, dass Konsum = -autonomer Konsum + Grenzneigung zum Konsum * (Einkommen - autonomer Konsum). Dabei wäre autonomer Konsum ein fixer, lebenswichtiger Konsumanteil (Miete, Telefon, notwendige Lebensmittel usw.) und der Rest zum Einkommen, das frei verfügbare Einkommen, würde mit einer Grenzneigung zum Konsum gewichtet, der andere Teil wäre Sparneigung. Nur so macht das Sinn. Das wäre in Deinem Beispiel Null und somit gäbe es nur einen autonomen Konsum da gar kein frei verfügbares Einkommen übrig bleibt.

Die Logik der Funktion ist eigentlich schon gegeben. Der Mensch hat halt Grundbedürfnisse die er auch ohne Einkommen decken muss. Der zweite Teil die Abhängigkeit vom Einkommen ist auch realistisch , oder meinst Du nicht , dass man mehr konsumiert mit höherem Einkommen. Sicherlich ist das nicht immer eine lineare Beziehung, diese Annahme wird dann in anderen Modellen modifiziert ( ist halt dann der Konsum einfach nur abhängig vom Einkommen nicht zwangsläufig linear) . Du befindest dich dort übrigens eigentlich nur auf dem Gütermarkt , das Geld als Tauschmittel musst Du zum Verständnis nicht betrachten .

Grundbedürfnisse und Abhängigkeit sind logisch, nur nicht warum beim einsetzen von Einkommen in Höhe der Grundbedürfnisse einen höheren Konsum als Einkommen ergeben.

@werriskiertder

Ja ist halt dann dort nicht definiert, würde jetzt mal ganz platt sagen, wenn Du Sprungstellen bei gebrochenrationalen Funktionen findest sprich Definitionslücken, dann zweifelst Du auch nicht an der Logik der Mathematik oder ?

man könnte dann entsparen, geht natürlich langfristig nicht. Wo hast Du dieses Beispiel her ? ist natürlich quatsch , der autonome Konsum ist natürlich entsprechend klein. Der Gesamtkonsum kann ja den Wert des Volkseinkommens nicht überschreiten ( zumindest nicht in einer geschlossenen Volkswirtschaft beim Grundmodell) Hätte deine Volkswirtschaft einen autonomen Konsum von 1000 und ein Einkommen von 1000 würde man ja nur diese autonomen Konsumgüter herstellen wäre ja Y= C + I + G nur beschränkt auf Y = C autonom

Dieses Beispiel habe ich mir einfach selber zusammen gesetzt bzw wurde so in einer Vorlesung auch behandelt - aber wenn man sich die Konsumfunktion Bsp in Wikipedia unter "die marginale Konsumquote" anguckt ist dort das selbe Problem:

Ca=100 und c=0,75

Schaut man auf der Einkommensachse (also die x Achse) - findet man bei einem Einkommen von 100 einen Konsum von 175. Jetzt könnte man evtl sagen dass die Einkommensachse quasi falsch beschriftet ist

@werriskiertder

ja möglich , dass man solche Beispiele konstruieren kann, so eine Volkswirtschaft , die dann regelmässig entspart kann natürlich nicht lange "überleben". Ist aber kein Grund die Logik des generellen Zusammenhangs anzuzweifeln. Müsste man dann halt die Güter importieren Geht dann nicht lange gut.

@pucho

Ok also mit dem entsparen ist es Vllt erklärt... Oder müsste man sagen dass es sich dabei um eine Einkommenssteigerung auf der x Achse handelt? Wo man dann den autonomen Konsum nochmal drauf addiert...

@werriskiertder

nee , man kann ja das Einkommen nicht erhöhen, wenn das mit beispielsweise 100 angegeben ist, die Güter für den autonomen Konsum müssen ja irgendwo herkommen, wahrscheinlich halt auf "pump" bzw. entspart über den Import.

Die Gleichgewichtsbedingun wäre ja nicht erfüllt,

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