Konsequenzen für ältere Schüler?

7 Antworten

Hallo!

Bei uns gab es in der Berufsschule, die ich ab 2007 dreieinhalb Jahre lang besuchte (ich war zwischen 17 und 20), auch noch diverse Zusatzarbeiten, wenn man sich daneben benommen hat. Wurden sogar dann und wann noch verteilt. Ansonsten gab es Klassenbucheinträge & bei ganz schlimmen Vergehen wurden Ausbilder und Vater/Mutter herzitiert, um den Verbleib an der Schule zu prüfen. Das ist etwa in einem frühen Fall von Cybermobbing oder als jemand über den kürzlich verstorbenen Vater eines Mitschülers Gerüchte streute passiert. 

------> der Rektor appellierte aber damals am ersten Tag, an dem er uns alle persönlich in die Aula zitierte, dass man sich als Pädagoge ziemlich blöd vorkäme erwachsenen Menschen, denen man eig. auf Augenhöhe begegnen sollte Strafarbeiten oder Nachsitzstunden aufzubrummen & man als Schüler dieser Schule im eigenen Interesse dafür sorgen solle, dass so etwas möglichst nie passiert. 

Unser Klassenlehrer führte dann eine Regel ein, dass man bei bestimmten Vergehen zunächst mal eine und dann drei Seiten abzuschreiben hätte, die am nächsten Tag abzugeben wären.. beliebt waren aber auch Aufsätze, in denen man sein "Verschulden" begründen und darlegen musste und zu schildern hatte, warum man das besser nicht wieder tut.

So ähnlich war das aber auch schon in der Oberstufe-Realschule. 

Also ich gebe durchaus noch Strafarbeiten.

Ich stelle die älteren Schüler (ab 18) immer vor die Wahl, ob der Betrieb informiert werden soll, oder sie eine Strafarbeit wollen.

Es entscheiden sich eigentlich immer alle für die Strafarbeit. Die ist dann natürlich sehr umfangreich, sonst wirkt es in dem Alter ja nicht mehr. Dann schreibt ein 19/20-jähriger eben mal ein paar Seiten aus dem Buch ab bis zum nächsten Tag. Wer sich mit 20 kindisch benimmt, bekommt eben auch eine kindische Strafe dafür :-).

Mich würde mal interessieren, welche Art von »daneben benehmen« Deine Erpressung rechtfertigt? Hast du Angst vor einer Auseinandersetzung mit demjenigen oder einfach keine Lust darauf?

Erziehung zu Gehorsam ist eine Methode vergangener Jahrhunderte. Sie sollte eigentlich überwunden sein.

@Kuhlmann26

Kommt drauf an, welcher Gehorsam gemeint ist. Wenn einer mit 18 noch nicht kapiert hat, dass man andere nicht stört, ist der geforderte Gehorsam nicht unbegründet.

Nachsitzen lassen wird sicher nicht passieren. Als erstes wird Meldund an den Ausbildungsbetrieb gemacht. Und wenn dabei ein aüSchaden entstanden ist, dann muss der natürlich vom Schüler bezahlt werden.

Und im Ausbildungsbetrieb wird man sich schon Sanktionen überlegen. Und das kann manchmal sehr unangenehm sein, wenn man vom Chef einen Anschiss bekommt.

Es ist nicht so, dass man sich nicht mehr an Hausregeln zu halten hätte, nur weil man volljährig ist. Die Volljährigkeit hat nichts mit dem Schulbetrieb zu tun - für den volljährigen Schüler gelten nicht plötzlich andere Regeln.

Der einzige Unterschied ist, dass er alles ganz allein zu verantworten hat, selbst Entschuldigungen für Fehltage schreiben darf und für sich selbst einsteht in jeder Hinsicht, ohne das die Eltern mit einbezogen werden.

In der Berufsschule wird der Betrieb informiert, das verbaut dir nicht sofort die Karriere, aber es wird dir helfen, wieder auf die Spur zu kommen.

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