Kohl KG droht mit Strafanzeige. Was tun?

3 Antworten

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  • Wenn am neuen Wohnort der Anschluss nicht realisierbar ist, besteht Sonderkündigungsrecht. Dies wurde vor ca. einem Jahr durch eine Änderung des TKG eingerichtet.
  • Selbst wenn nach altem Recht hier gehandelt werden würde und die Kündigung nicht akzeptiert würde, so darf der Anbieter NICHT die gesamten Fixkosten bis Vertragsende als Schadenersatz verlangen sondern maximal 50%.
  • Grundsätzlich sollte man niemals irgendeine Vereinbarung mit Inkassobüros treffen. Weder Raten- noch sonst irgendeine Zahlung. Inkassokosten sind gerichtlich nicht durchsetzbar, wenn man nicht so dämlich ist diese durch ein eventuelles Schuldanerkenntnis im Zusammenhang mit einer Ratenzahlung anzuerkennen.
  • Sofern du den Eingang der Kündigung beim Anbieter nachweisen kannst, empfehle ich dir gegenüber diesem (Kabel Deutschland) der Forderung vollumfänglich zu widersprechen. Kopie des Widerspruchs An Kohl und die Zahlung verweigern. Drohe eine negative Feststellungsklage an.
  • Nehme anwaltliche Hilfe oder eine Beratung bei der Verbraucherzentrale in Anspruch.

Ergänzend eine Frage: Hast du irgendetwas unterschrieben?

Ich würde denen antworten: "Ich bin H4-Empfänger, kann die Raten nicht mehr zahlen. Ich habe es versucht, sie versuchen mich hier aber auszunehmen. Die Ankündigung, Strafanzeige zu stellen wegen Betrugs, begreife ich als Nötigung und ich behalte mir vor, nicht nur Strafanzeige wegen falscher Verdächtigung zu stellen, sondern auch wegen Nötigung. Bei mir kann nichts gepfändet werden, ich denke ich muss in die Insolvenz.

Davon abgesehen habe ich mich informiert. Die Forderung der Kabel Deutschland ist so in dieser Höhe nicht durchsetzbar. Ich werde ggf. zum Amtsgericht gehen und dort mit Beratungsschein zu einem Anwalt, der das alles einmal prüft und sich bei Ihnen meldet."

Das sind so Stichwörter mit dem Holzhammer. Ich würde genau das machen: Zum Amtsgericht, Beratungsschein abholen und das von einem Anwalt prüfen lassen, soweie mit ihm bereden, wie man vorgeht.

P.S.: Kann es sein, dass in einem anderen Forum das gleiche behandelt wurde? Kommt mir bekannt vor...

Rein rechtlich gesehen: Vertrag ist Vertrag. Also wenn du vertraglich verpflichtet bist, bis Dezember 2013 den Kabelempfang zu zahlen, dann ist das so und es spielt leider keine Rolle, ob du diese Leistung in Anspruch nimmst oder nicht. So gesehen ist die Forderung gegen dich leider berechtigt und auch gerichtlich durchsetzbar. Das ganze hat jedoch rein gar nichts mit Betrug oder einer strafbaren Handlung deinerseits zu tun - das ist absoluter Unsinn, du hast ja keine Straftat begangen, sondern kannst einfach nicht zahlen! Was du auf jeden Fall tun solltest ist Zahlungen zu leisten, so gut es eben geht, weil solange du zahlungswillig bist sind gerichtliche Zwangsmaßnahmen im Prinzip nicht durchsetzbar und dein Zahlungswille zeigt sich durch tatsächliche Zahlungen (auch in geringer Höhe!).

Die Kohl KG aktzeptiert aber keine Zahlungen wenn keine Ratenzahlung vereinbart wurde. Und die Raten in Höhe von 80 euro kann ich nicht aufbringen. Niedriger aktzeptieren Sie die Raten auch nicht

@Snoopii80

Was Inkassobüros wollen oder nicht ist rechtlich irrelevant.

"Vetrag ist Vertrag" ist zwar prinzipiell richtig. Bei vorzeitigem Umzug und damit verbundener Nicht-Bereitstellung fällt dennoch nur maximal der Schaden an. Der ist regelmäßig deutlich niedriger als die erhobene Gebühr. Der Kabelbetreiber hat ja auch Einsparungen.

Bei Telekommunikationsunternehmen haben Gerichte ja bereits argumentiert, dass dies regelmäßig nur 50% der Grundgebühr sein muss oder noch weniger. Warum? Tarifgestaltung.

Nehmen wir an, der Vertrag wäre auf großem Paket und auf 50€ monatlich geschlossen (muss ja so sein, sonst kämen die 1000€ nicht ansatzweise zustande). Nehmen wir an, der günstigste Einsteigertarif liegt bei 5€ monatlich. Dann würde ein Gericht urteilen, dass vielleicht mit entgangenen Gewinnen nur 30% der Grundgebühr als Schaden erlaubt sein würden...

Es geht hier ja nicht nur um ein einfaches "Nicht-Zahlen-Wollen/Können", sondern um ein "Umgezogen-Nicht-mehr-Bereitstellen."

Zudem gibt es da ja seit Sommer 2012 zumindest im TKG eine Klausel, wonach bei Umzug und Nicht-Bereitstellung am neuen Wohnort nur 3 Monate gefordert werden dürften. VIelleicht hatte der TE hier ja auch Internet von Kabel Deutschland bezogen? Dann dürfte Kabel Deutschland nicht mal ansatzweise alles bis Vertragsende fordern. Das verbietet das Gesetz ;-)

Hmmm sowas ist blöööd. Du brauchst auf jeden Fall einen Anwalt.... Lass dich aber von diesen Inkasso Affen nicht unter Druck setzen. Du kannst die Raten nicht länger zahlen...PUNKT...kein Betrug kein nix. So solltest du es ihnen schildern und wenn nötig mit Nachdruck des Anwalts.

Verzweifelt: Brief von einem Inkasso Unternehmen erhalten, was tun?

Hey. Ich habe gestern ein Schreiben vom infoscore Forderungsmanagement GmbH bekommen. Darin geht es um den Rückstand meiner Zahlungsverpflichtung gegenüber Vodafone (Handyvertrag). Ich muss zugeben das ich seit Dezember letzten Jahres in Verzug bin. Ich bekam in dieser Zeit bis jetzt allerdings keine Mahnung. Ich bin 5 Raten im Rückstand und 2 davon habe ich einmal im April und einmal letzte Woche überwiesen, bleiben noch 3 plus jeweils die aktuelle Rechnung. Ich finde es auch seltsam das ich bis jetzt nichts von Vodafone hörte und dann direkt ein Inkassobüro. Die Hauptforderung beträgt 212,91 Euro, Mahnkosten 5,60 Euro und Rücklastschriftgebühr 4,50 Euro. Das alles ist datiert mit dem 19.05.2017 was mir komisch vorkommt, da ich ja zuletzt gerade erst überwiesen und keine Mahnung erhalten habe. Am 22.05.2017 wurde das Schreiben aufgesetzt und am selben Tag sind 70,.. Euro Inkassokosten auf dem Brief vermerkt. Das ganze wollen sie bis zum 1. Juni auf ihrem Konto haben. Ich kann das unmöglich mit einem mal abdrücken. Ich habe mich bei Vodafone eingeloggt und die 3 überfälligen Raten mal zusammen gerechnet. Da komme ich aber komischerweise nicht auf die 212,.. Euro. Wie soll ich jetzt am besten vorgehen? Ich habe mir überlegt, monatlich einfach weiter so an Vodafone zu überweisen wie jetzt: Eine rückfällige und die aktuelle Rate von meiner online Rechnung und das Inkasso erstmal ignorieren, anders kann ich es nicht machen und das ist doch immer noch besser als gar nicht zu zahlen, oder? :/

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Kohl Forderungsmanagement

Ich habe gestern einen Brief von oben genannter Firma, die im Auftrag von Kabel Deutschland handelt, erhalten.

Sie schreiben, dass ich bis zum 02.04.2013 einen 4 stelligen Betrag überweisen soll.

Ich habe letztes Jahr meinen Kabel Vertrag gekündigt, da ich von Leipzig nach Halle gezogen bin und die Dienste von KabelDeutschland an meiner Adresse nicht verfügbar sind.

Ich habe ordnungsgemäß meinen neuen Mietvertrag in kompletter Auslage und meinen umgeänderten Personalausweis, mit der neuen Adresse, vorder- und rückseitig, postalisch zugesandt.

Mir wurde am Telefon von einer KabelDeutschland Mitarbeiterin gesagt, dass die Unterschrift auf meinem Mietvertrag gefehlt hätte und daher die Kündigung nicht geltend ist.

Ich bat sie in den Unterlagen nachzuschauen und sie hat meinen Mietvertrag, mit Unterschrift und Personalausweis, gefunden.

Sie sagte mir, dass meine ganze Post an meine alte Adresse geschickt wurde, d.h. alle Mahnungen und Rechnungen, die gar nicht zutreffend waren, da ich ja verzogen bin. Außerdem soll ich die Geräte (Receiver, Internet-Router) nicht zurückgeschickt haben, was ich gar nicht wusste, dass ich dazu verpflichtet bin, da ich ja nie einen Brief von KD erhalten habe.

Jetzte habe ich mich an das Kohl Forderungsmanagement gewendet und die, übrigens unglaublich unhöfliche, Mitarbeiterin sagte mir, dass ich in dem Fall nichts machen kann und sie einen Vermerk mache, wenn ich der Zahlung nicht nachkomme und eine Zwangsvollstreckung anfordern würde.

Kann mir jemand weiterhelfen? Würde ich Recht bekommen oder muss ich mich darauf einstellen, einen Anwalt einschalten zu müssen?

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