Können Unterhaltsschulden bei Privatinsolvenz "verfallen"?

5 Antworten

Es gehen immer die Gerichtskostenzeit ,sprich Scheidungskosten vor, dann die Kosten vom Finanzamt. Das heisst der Staat geht bei Pfändungen vor. Danach kommen die säumigen Unterhaltsschulden. Dein Vater hat bei einer Insolvenz einen Selbstbehalt von circa 1200 Euro..

Besorge Dir ein Pfändungstilel über deine Ansprüche. Dann kannst du ihn jederzeit pfänden lassen. Für die Pfändungen,kannst du bei Gericht einen Antrag stellen auf Kostenübernahme wenn du bedürftig bist.

Solltest du Beweise haben, dass er neben der Insolvenz noch nicht angegebene Einnahmen hat ,kannst du ihn bei der Staatsanwalt anzeigen.

Wichtig ist,das über die Unterhaltsschuld Titel vom Gericht hast,damit kannst du ihn jederzeit pfänden lassen.Besorge dir einen Beratungsschein für einen Rechtsanwalt,er kann deinen Vater anschreiben und sich deiner Sache annehmen

Hi!

Also da ich in ungefähr derselben Situation bin und mein Privatinsolvenzverfahren fast 5 Jahre läuft, kann ich Dir zumindest eines ganz sicher sagen:

Ab der Eröffnung der Insolvenz werden ALLE Schulden zusammengefasst. Auch Unterhaltsschulden. Das heißt nach Ablauf der Insolvenz verfällt dieser bis zur Eröffnung angehäufte Teil tatsächlich. Allerdings läuft der Unterhaltsanspruch ja während der Insolvenz weiter und dieser Teil wird nicht mehr erlassen. Beispiel: Würde die Insolvenz 6 Jahre dauern und über den gesamten Zeitraum wäre keine Zahlung möglich, hieße das, dass alle angelaufenen Schulden bis zur Eröffnung verpuffen, aber für den Insolvenzzeitraum wieder neue aufgelaufen sind. Wie das mit den Prioritäten genau gelagert ist, dazu kann ich Dir leider nichts genaueres sagen, da ich diesen Fall so nicht hatte. ;)

Viele Grüße

Bei mir gehts eigentlich nur um ältere Unterhaltsansprüche, hab aktuell keinen anspruch

Bei mir gehts eigentlich nur um ältere Unterhaltsansprüche, hab aktuell keinen anspruch

"Es spielt keine Rolle, wem gegenüber die Unterhaltschulden bestehen. Der Schuldner erhält die Restschuldbefreiung auch bei Unterhaltsschulden gegenüber den Kindern, dem Ehegatten oder gegenüber der Vorschusskasse."

das is die aussage einer anwaltsseite. ab dem 1.7.2014 hat sich das allerdings geändert. wer sein insolvenzverfahren davor eröffnet hat, dem verfallen sie allerdings noch.

Unterhaltsschulden werden genauso wie alle anderen Schulden behandelt.
Falls eine Insolvenzmasse vorhanden ist, werden die Schulden anteilsmäßig daraus bedient.

"Es spielt keine Rolle, wem gegenüber die Unterhaltschulden bestehen. Der Schuldner erhält die Restschuldbefreiung auch bei Unterhaltsschulden gegenüber den Kindern, dem Ehegatten oder gegenüber der Vorschusskasse."

müsste wohl stimmen wenns die aussagen von einem anwalt ist^^

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