Kleingewerbe Verdienstgrenze wann versteuern?

4 Antworten

Muss ich ab jetzt sofort die MwSt dann berechnen und muss ich die bisher verdienten € 17.500,00 dann auch komplett versteuern?

Ab 01.01.2019 bist du regelbesteuerter Unternehmer.

Und dass alles müsste ich dann bei meiner Einkommenssteuererklärung für 2018 angeben ?

Naja den in der EÜR ermittelten Gewinn.

Die 17.500,00€ beziehen sich auf das Vorjahr, wir wissen nicht wie viel Umsatz Du 2017 hattest oder es es überhaupt ein wirtschaftliches Vorjahr gibt.
Hast Du letztes Jahr schon Dein Gewerbe betrieben und warst unter den 17.500,00€ wird man sich das laufende Jahr angucken. Wenn Du voraussichtlich weniger als 50.000,00€ Umsatz erwirtschaftest bist Du weiterhin gemäß §19 Umsatzsteuergesetz ein Kleinunternehmer.

War Dein Umsatz in 2017 höher als 17.500,00€ und Du bist Deiner Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung nachgekommen hätte sich das Finanzamt schon mit Dir in Verbindung gesetzt und Dir erzählt das der §19 UStG für Dich nicht mehr gilt.

Es gibt kein Kleingewerbe, und es gibt auch keine 'Verdienstgrenze'.

Es gibt nur eine Kleinunternehmerregelung im Umsatzsteuergsetz, und die in § 19 Umsatzsteuergesetz genannte Freigrenze bezieht sich auf den Umsatz.

Zitat:

Die für Umsätze im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 geschuldete Umsatzsteuer wird von Unternehmern, die im Inland oder in den in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebieten ansässig sind, nicht erhoben, wenn der in Satz 2 bezeichnete Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17 500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50 000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird.

https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html

Wenn du nächstes Jahr deine Steuererklärung abgibst, wird dich das FA darauf hinweisen, dass du ab einem bestimmten Monat (nach Abgabe) die Steuranmeldung einzureichen hast und somit auch die USt auszuweisen hast etc.

dummerweise ist für die Prüfung der Umsatzgrenze der STEUERPFLICHTIGE verantwortlich .....

wie kommst du auf den Trichter, dass das Finanzamt ihn auf dies hinweist?

würde ja heißen, wenn die Erklärung 2018 erst in 2020 abgegeben wird, bräuchte der Fragesteller keine Mehrwertsteuer für die Umsätze 2019 bezahlen

@wurzlsepp668

reicht es nicht den Zufluss auf 2019 zu schieben?

Natürlich kann er so ehrlich sein, die USt direkt abzuführen und Voranmeldungen zu schicken. Aber eigentlich wird dann im Folgejahr darauf hingewießen, dass er kein umsatzsteuerlicher "Kleinunternehmer" mehr ist und jetzt USt abzuführen hat

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