Kleingewerbe eBay - wer hat Erfahrung?

3 Antworten

Ganz ehrlich - du solltest das tun, was du schon hattest tun wollen - einfach alles hinschmeißen, sobald der geringste Widerstand auftritt und nicht alles so läuft wie man sich die Sache zusammen gesponnen hat.

Du hast dich auch nicht schlau gemacht, ebenso wenig wie etwas außerordentlich kompliziert ist.

Du hast verschiedene Beschreibungen und Erklärungen überflogen, weil dir wahrscheinlich die Text bereits zu lang waren.

Weil man auf diese Weise jedoch kaum die Zusammenhänge begreift, ist es am einfachsten - alles als viel zu kompliziert abzustempeln.

Kompliziert ist einzig und alleine dein Sicht und Denkweise.

Du konzentrierst dich einzig und allein auf die Absicht etwas zu verdienen. Alles was jedoch für einen Verdienst erforderlich ist blendest du aus.

Bevor du die nicht änderst - wird dir die Erfahrung anderer herzlich wenig nutzen.

Ebenso gut könntest du den Wunsch haben eine Fremdsprache zu lernen und nach drei Tagen aufzugeben, weil die Sprache zu kompliziert ist.

Du schreibst:

Ich würde gern ein Kleingewerbe gründen mit der Kleinunternehmerregelung im Nebenzu etwas dazu zu verdienen.

Meine Frage:

Was weißt du über den Begriff Kleingewerbe und Kleinunternehmerregelung?

Warum hast du dich dafür entschieden und nicht für eine GmbH, eine , OHG, AG, eine Gbr oder KG?

Du schreibst:

ich sollte eigene AGBs haben, das kostet einiges das machen zu lassen.

Wer behauptest so was?

Allgemeine Geschäftsbedingungen sind nicht zwingend notwendig. Nur wenn du AGB benutzt, dann müssen sie den rechtlichen Bestimmungen entsprechen!

Ich würde dir sogar raten, deine AGB auch das Nötigste zu beschränken.

Gut zu wissen.

Auch wer als Privatverkäufer regelmäßig aug eBay handelt und die Sachmängelhaftung ausschließt benutzt bereits AGB.

Kosten tun auch die AGB an sich nichts, sondern die Juristen, die die Inhalte prüfen.

Bevor du in die Situation solcher Aufwendungen kommst, dauert es noch eine Weile.

Im Übrigen gibt es zig Anbieter (Kanzleien), die für etwa 10,- EUR im Monat garantiert abmahnsichere AGB anbieten. Im Ernstfall hast du da sogar gleich den juristischen Beistand mit gebucht

Du schreibst:

Und: auf eBay Gebühren muss ich die Steuern selbst berechnen und ans Finanzamt abführen (Reverse Charge).

FAKT IST:

Einmal abgesehen davon, dass auch dieser Satz (wie viele andere) unverständlich formuliert ist, macht dieses Beispiel, so unmissverständlich deutlich, dass du auch nicht den Hauch einer Ahnung hast.

Und hier geht es nicht etwa um Unwissenheit, sondern um Desinteresse.

Kleinunternehmerregelung + Steuern ans Finanzamt abführen

Beides stammt von dir. Was meinst du passt da nicht zusammen?

Und um welches Art von Steuern geht es überhaupt?

Kirchen- oder Hunde Hundesteuern - Tabak- oder Vergnügungssteuern?

Oder eventuell um Umsatz, bzw. Mehrwersteuern, die du an das Finanzamt abführen musst?

Wenn du dir antrainierst die Dinge beim Namen zu nenne, statt sie zu pauschalisieren, sind sie auch weniger kompliziert.

Gut zu wissen:

Das Gleiche gilt auch für jede andere Art von Aussagen:

Du schreibst:

muss ich die Steuern selbst berechnen und ans Finanzamt abführen

Falsch. Richtig ist, dass du diese Aufgabe auch einfach an einen Steuerberater abgeben kannst.

Die Frage ist lediglich ob das überhaupt nötig ist?

Denn das was dir maßlos komplizierst erscheint - ist in Wahrheit das Einfachste, was man sich vorstellen kann.

Ob die Geschichte wirklich so umständlich ist, dass du dir die Sachen auf die es letztendlich ankommt nicht zutraust, werden wir jetzt sehen.

GLAUBST DU, DIR FOLGENDES WISSEN DAUERHAFT ANEIGNEN ZU KÖNNEN?

Schritt 1:

Du nimmst dir ein Blatt Papier, dass du durch einen senkrechten Strich in der Mitte halbierst.

Auf die linke Seite schreibst du EINNAHMEN und auf die rechte AUSGABEN - Fertig:

Schritt 2:

Auf die EINNAHMEN-SEITE schreibst du die Beträge, die du duch den Verkauf erhalten hast (nachdem der Käufer bezahlt hat!).

Auf die andere AUSGABEN-SEITE verbuchst du alles Aufwendungen, die für die Betriebsführung erforderlich sind!

Das wären zum Beispiel Kosten für den Wareneinkauf, eBay-Gebühren, Internetanschluss, Aber auch Lager und Verpackungskosten, Porto usw.

Auch wenn du nicht zur Doppelten Buchführung verpflichtet bist, solltest du von Anfang an folgende Weisheit beherzigen!

KEINE BUCHUNG OHNE BELEG! (Quittungen, Rechnungen aufheben!)

Das Betriebsergebnis lässt sich am Monatsende einfach und unkompliziert auch Ungeübte feststellen. Und zwar anhand einer :

GEWINN - VERLUST - RECHNUNG (Ein stink normales Haushaltsbuch funktioniert genauso!)

Schritt 3:

Nun addierst du nur noch die Betrage auf der rechten und der Linken Seite deiner "Buchführung"

  • Preis x Anzahl = Umsatz (Einnahmen)
  • Einnahmen - Ausgaben = Gewinn bzw. Verlust

Warum man sich von Anfang an gewissenhaft mit der Gewinn-Verlust-Rechnung beschäftigen sollte, zeige ich dir noch mal kurz an einem überspitzten Beispiel:

Nehmen wir an du hast zum Verkaufspreis von 10,- EUR 1000,- Artikel verkauft.

Dann würde sich folgender Umsatz ergeben:

Preis (10,- EUR) x Anzahl (1000) = Umsatz (10.000,- EUR)

Hat der Artikel jedoch mit allen Kosten 9,50 EUR im Einkauf gekostet, wäre die Freude nur von kurzer Dauer.

Einnahmen (10.000,- EUR) - Ausgaben (9.500,- EUR)= Gewinn (500,- EUR)

Du wirst zugeben, dass es eigentlich gar nicht so kompliziert ist.

Leider ist es oft so, dass solche Sachen eher als Spielerei gesehen und nicht wirklich wichtig gesehen wird.

Ähnlich wie früher die Berichtshefte, die wochenlang nicht beschrieben wurden und dann einfach was rein gekritzelt wurde damit die Seiten voll wurden.

30,- EUR für Druckerpatronen - egal. Die letzte Quittung vom Paketversand finde ich auch nicht mehr. Was soll's. Auf 5,- EUR kommt es nicht an.

Warum man jedoch auch diese Kleinbeträge nicht unterschätzen sollte, zeigt das Beispiel zu Schluss.

Nehmen wir an du hast Einnahmen von 200,- EUR - dann Beträgt die Umsatzsteuer 38,- EUR (19%), die du an das Finanzamt abführen musst.

Gut zu wissen:

Wer Umsatzsteuer zahlen muss - kann auch Umsatzsteuer geltend machen!

30,- Für die Patrone = 5,70 EUR MwSt

5,- Versandkosten = 0,95 EUR MwSt

Fazit: Ganze 6,75 EUR verschenkt!

Die hätte man nämlich von den 38,- EUR abziehen können!

Somit hätte man nur 31,25 EUR zahlen müssen und die Steuerlast um 18% reduzieren können!

Gut zu wissen:

Das Finanzamt hätte auch die 6,75 EUR erstattet, wenn man selbst 0,00 EUR Umsatz hatte.

Diese Kleinig keiten sind es die man sich möglichst schnell aneignen sollte.

Andererseits wird man mal Glück und mal Pech haben, jedoch nie wissen ob man erfolgreich handelt!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Kleingewerbe gibt es nicht.

Kleinunternehmerregelung schon, macht nur nicht immer Sinn.

Als Selbständiger bist natürlich du auch selbst für deine steuerlichen Pflichten zuständig, das umfasst auch die Gewinnermittlung.

Ebay-Gebühren, die du auslegst sind Betriebsausgaben.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Hilfe gibt es bei der IHK. Die beraten einen telefonisch oder man kann auch dort einen Termin machen.

Ab 2015 Nettorechnung bei eBay auch für Kleinunternehmer?

Guten Abend!

Vor ein paar Tagen erhielt ich von eBay die Mitteilung, dass ab dem 01.01.2015 gewerblichen Verkäufern aus Deutschland pauschal nur noch eine Nettorechnung ohne Mehrwertsteuer ausgestellt wird.

"Am 1. Januar 2015 tritt eine neue EU-Richtlinie in Kraft. Dadurch ändert sich die Berechnung der Umsatzsteuer auf elektronisch erbrachte Dienstleistungen. Gewerbliche Verkäufer mit Sitz in Deutschland werden ab 1. Januar 2015 Nettorechnungen erhalten. Ihnen wird keine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt. Auf den Gebührenseiten werden ab diesem Datum die eBay-Gebühren für gewerbliche Verkäufer als Nettopreise angezeigt."

Als Kleinunternehmer bin ich doch verpflichtet die Mehrwertsteuer an den Anbieter abzuführen, oder? Muss ich nun auch statt der Mehrwertsteuer an eBay diese Beträge als Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen? Wenn ja, wie?

Außerdem verlangt eBay dass ich meine Umsatzsteuer-ID hinterlegen soll:

"Was sollten Sie als Nächstes tun? Hinterlegen Sie Ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bei eBay. Unseren Informationen zufolge ist für Sie derzeit keine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bei uns erfasst. Diese ist jedoch der beste Beweis dafür, dass Sie ein gewerblicher Verkäufer sind. Falls Sie noch keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer haben, können Sie diese auf der Seite des Bundeszentralamts für Steuern beantragen. Nicht alle Unternehmen sind umsatzsteuerpflichtig. Falls Sie momentan als Kleinunternehmer tätig und umsatzsteuerbefreit sind, sollten Sie Ihre Umsätze, inklusive Ihrer Verkäufe bei eBay auf die entsprechenden Jahresgrenzen prüfen."

Die muss ich als Kleinunternehmer doch gar nicht haben?! Was bedeutet diese "neue EU-Richtlinie" nun für mich als Kleinunternehmer bei eBay?

Vielen Dank für Antworten! Mit freundlichen Grüßen

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?