Kleingewerbe anmelden. Welche kosten kommen auf mich zu?

4 Antworten

Um Dir auskunft zu geben müsste man wissen wovon Du während der Umschulung lebst, in der Du Dich befindest.

Bekommst Du ALG I, ALG II?

Bist Du Familienversichert?

Wenn Du mit einem Nebengewerbe neben der Familienversicherung mehr als 435,- Euro mtl. 5220,- Euro jährlich verdienst, sind Krankenversicherungsbeiträge fällig.

Hast Du das Nebengewerbe neben einer Festanstellung, entstehen keine Beiträge.

Das Nebengewerbe kostet ausser den Anmeldegebühren (20,- bis 35,- Euro) nichts.Ab dem zweiten Jahr IHK Beitrag.

Es wäre noch zu klären, wie es mit der Besteuerung aussieht. Sind Deine Kunden Selbständige, oder Privatleute. Danach richtet sich, ob Du in der Umsatzsteuer Kleinunternehmer bleibst, oder Regelbesteuerung wählst.

Einkommensteuer fällt an, wenn Du Gewinne machst.

Ich bekomme bis zu Ende meiner Umschulung Arbeitslosegeld wegen Umschulung und bin selbst versichert. Ab dem 01.08.18 bin ich dann Fest eingestellt in Vollzeit und möchte auch ab da, mit meinem Nebengewerbe beginnen. Meine Kunden wären Privatleute.

@schmetterlinq89

OK, dann bist Du über die Haupttätigkeit versichert und solange Dein Vorjahresumsatz unter 17.500,- ist bleibst Du Kleinunternehmer und Umsatzsteuer wird nicht erhoben. DEinen Gewinn musst Du natürlich in der Einkommensteuererklärung versteuern.

sodass ich das wie ein 450 Euro Job nutzen kann

Wirst du nicht können, da dein Einkommen nach deinem Einkommensteuersatz versteuert werden muss. Pauschal wird dein Gewinn mit 1/3 besteuert.

Von den 450€ hast du also nach Steuerabzug ca 300€.

Was für kosten auf dich zukommen, hängt wie du vermutest von deiner Steuerklasse ab, deinem Umsatz, deinem Gewinn, deinen Ausgaben...

solange du in einem vollzeitjob mit einer nebentätigkeit diesen vollzeitjob nicht vernachlässigst oder gar deinem chef konkurrenz machst, kannst du damit soviel verdienen wie es geht.

du zahlst nur die gebühren für die gewerbeanmeldung, meldest dich beim finanzamt an oder lässt dich als sog. "kleingewerbetreibender" (umsatz bis 17.500 € pro jahr) von der entrichtung der umsatzsteuer befreien. auf jeden fall musst du eine einfache buchführung betreiben (einnahme-überschuss-rechnung), alles mind. 10 jahre lang aufheben und den netto-ertrag als einkommen aus selbständiger tätigkeit zusammen mit dem einkommen aus dem vollzeitjob mit der jährlichen steuererklärung anmelden.

  1. ein Kleingewerbe gibt es nicht
  2. bei Gewerbe zählt die Grenze mit 450 € monatlich NICHT

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