Kleinbetrieb und kranke Mitarbeiter?

5 Antworten

In so kleinen Betrieben ist es besser, seine Mitarbeiter leistungsorientiert einzustellen. Der Arbeitsvertrag sieht dann ein Grundgehalt vor und der Rest wird durch Arbeit verdient. Meinetwegen je Kunde x€ oder je Haarschnitt.

Ist der Mitarbeiter fleißig, wird er sehr gut bezahlt, ist er krank, gibt es nur das Grundgehalt.

Ich finde das extrem viel. Das sind fast 5 Wochen krank im Jahr. Knapp alle 7 Woche ist sie für eine Woche weg. Nicht nur mich verärgert das, sondern auch die Kunden.

Nun ja - da hat wohl jemand ein schlechtes Imunsystem. Eine Freundin von mir nimmt auch jede Grippe mit und würde wohl auch auf diese Anzahl kommen...

Zwar reagieren die meisten entspannt aber dennoch ärgert es mich, dass ich dann für meine Mitarbeiterin mitarbeiten muss. Ich habe sie eingestellt um entlastet zu werden und nicht um noch mehr in Stress zu kommen.

Da kannst du dich aber auch ein Stück weit beim Hamsterrad bedanken, das jedes Jahr ein Stückchen schneller läuft. Mieten steigen und Ausgaben - man kann nicht alles über Preiserhöhungen an die Kunden abwälzen. Bedanke dich z.B. auch bei der EZB mit ihren "easy Money" Spielchen - deren Auswirkungen wir schon spüren...

Ich finde dies einfach nicht tragbar so.

Dann musst du sie los werden.

So nun meine Frage: Was ist an Krankheitstagen zumutbar und was ist schon extrem viel?

'Bin kein Jurist für Arbeitsrecht aber ich tippe mal (mit 95% Sicherheit), dass das zumutbar ist...

Ich kann dich aber voll verstehen, dass dich das nervt. Bin selbst Freiberufler - allerdings ohne Mitarbeiter. Aber was soll ich sagen - es gibt nun mal Leute, die sind nicht so stark und daher häufiger krank...

...und mal ehrlich - ne hustende Friseurin ist für Kunden halt auch ein No-Go. Ich bin da echt angepisst, wenn mir die Friseurin ständig in den Nacken hustet - am besten noch wenn es der Haarschnitt vorm Urlaub ist... ;D

...kannst du dir nicht wenigstens was über die Steuern zurückholen?

Du machst Dich bei uns in Deutschland selbständig - zunächst einmal Hut ab zu Deiner Entscheidung! Du weißt allerdings auch, dass Du gerade als Existenzgründer Steine verschiedenster Art in den Weg gelegt bekommst.

Das können Gesetze und Vorschriften sein, die Dir das Leben schwer machen. Bei vielen Handwerksbetrieben sind das auch Kunden, die nicht zahlen wollen / können. Genauso sind das Mitarbeiter, die aus verschiedenen Gründen ausfallen.

Über solche Schwierigkeiten musst Du Dir aber gleich zu Beginn im Klaren sein. Und Dich fragen, ob Du das Durchhaltevermögen hast, mit solchen Problemen fertig zu werden. Hier sollte man sich bereits im Vorfeld Gedanken machen.

Ich persönlich gehe bereits seit fast 20 Jahren zu einer Friseurmeisterin. Sie war im September / Oktober für etliche Wochen mit der Bandscheibe ausgefallen. Die Gesellin schmiss den Laden mit Aushilfe alleine. Auf einen Termin musste ich also 10 Tage warten. Als zufriedener Kunde nehme ich das aber in Kauf!

das ist schon sehr viel. Was sagt sie denn wenn du sie darauf ansprichst? Wenn sie einfach in diesem Jahr Pech hatte und alles mitnahm was geht, dann ist das echt blöd, aber wenn das ein Dauerzustand ist, dann kann ich dich sehr gut verstehen.

Ja und? Ich habe auch ne Freundin, die nimmt jedes Jahr jede Erkältung mit und liegt flach - das sind dann schon knapp 3 Wochen. Dann hat sie noch chronisch Rücken und fällt daher ca. einmal im Jahr aus...dann noch mal ne Magen-Darm-Grippe...

...ist sie nun ein schlechter Menschen, weil sie ein schwaches Immunsystem hat?

Aber ich kann ihn auch gut verstehen und in Anbetracht dessen, was unser Sozialstaat kostet, sollte er gerade kleine Betriebe gegen sowas besser absichern...

@Schwarzlicht42

nein, aber zwischen schlechter Mensch und in diesem Umfeld schwer tragbar ist doch ein Unterschied. Klar fällt es schwer jemandem der eh schon bgebeutelt ist noch ein Problem mehr aufzuhalsen wenn man ihn kündigt. Aber soll man in einem so kleinen Betrieb über lange Zeit diese Krankheiten mittragen? Auf Dauer geht das zu Lasten der übrig gebliebenen und deren Gesundheit oder auf Kosten des guten Rufes. Beides nicht prickelnd. Da hilft dann alles soziale denken nichts, denn das Geld das sie verdient muss ja irgendwie auch eingenommen werden.

@Sanja2
Da hilft dann alles soziale denken nichts, denn das Geld das sie verdient muss ja irgendwie auch eingenommen werden.

Weniger steuer und Reglementierung und man könnte noch eine weitere Teilzeitkraft einstellen, die die Ausfälle übernimmt... ;)

Klar fällt es schwer jemandem der eh schon bgebeutelt ist noch ein Problem mehr aufzuhalsen wenn man ihn kündigt.

Ja da hast du Recht. Ich würde in dem Falle evtl. auch kündigen - wenn es nicht anders geht. Mit guten Arbeitszeugnis dennoch (darf ja eh nichts negatives drinstehen wegen Krankheiten)...

...in einem größeren Betrieb kann das besser abgefangen werden - leider sind die meisten Friseurläden halt recht klein...

...aber das ist doch auch genau der Grund, weshalb allein erziehende Mütter so gut an Jobs kommen - weil mit einem 5-Jährigen Kind 5 Wochen Ausfall im Jahr ja noch wenig sind.

Aber das kann es doch nicht sein, in unserem ach so sozialen Deutschland. Ich mein der Sozialstaat kostet uns ja auch enorm und verhindert halt gerade, noch ne Teilzeit einzustellen, weil das Geld schon beim FA liegt. Und genau das ist es, was ich bemängele...

@Schwarzlicht42

da hast du schon recht, aber das kann die Fragestellerin jetzt einfach nicht ändern.

@Sanja2

Stimmt. Ich schreibe das nur gern mal, weil das in DE immer wieder vergessen wird...

Der Mitarbeiter muss weg.

24 Krankheittage gibt es nicht entweder ist die Mitarbeiterin chronisch krank oder du bist zu weich und die feiert sich schön krank.

So oder so ist das für einen so kleinen Betrieb wie deinen finanziell nicht tragbar. Gib ihr eine betriebbedingte Kündigung aus und sie soll in der Frist ihre restlichen Urlaubstage verbrauchen.

So wie ich die Sache aber einschätze wird sie dann zum Arzt rennen sich die verbleibende Zeit Krank schreiben lassen und die Urlaubstage ausbezahlen lassen.

Keine Skrupel oder schlechtes Gewissen die interessiert es auch nicht das du finanziell den nach runter gehen kannst durch ihre abzocke

krank sein im Kleinbetrieb?

Wie ihr vielleicht wisst, ist es immer schlecht in einem Kleinbetrieb krank zu sein. Das ist einer der Gründe warum ich in meinen 15 Jahren Betriebszugehörigkeit quasi 12 Jahre lang immer krank und zum Teil sogar schwer krank mit hohem Fieber arbeiten gegangen bin. Vor 3 Jahren hatte ich dann einen Vorfall musste in eine neurologische Klinik, wg einer Entzündung im Rückenmark, hatte einen inkompletten Querschnitt, konnte fast nicht mehr laufen.. bislang liegt der Verdacht auf MS, hatte aber seitdem keinem Rückfalll und alle Symptome haben sich zurückgebildet, zum Glück..Dennoch sollte ich Stress im Beruf meiden, um nicht wieder einen Rückfall zu provozieren, was sowieso nicht möglich ist in dem Betrieb, aber vor allem wenn ich krank bin mich auch krank melden! Anfangs gab sich mein Chef fürsorglich und verständnissvoll, allerdings schien die ganze Sache für ihn nach ca. 2,5 Monaten nicht mehr relevant zu sein und er behandelte mich wieder wie eh und je, als wäre nichts passiert. Wenn ich mal krank bin so wie heute, (hab eine ganz dicke Backe wg. Weisheitszahn und muss zum Zahnarzt) tut er immer so als hätte ich ihn persönlich beleidigt oder würde simulieren. Das kotzt mich einfach an, am liebsten würde ich den Job wechseln, aber in der heutigen Zeit, wo man überall nur noch von Jahr zu Jahr verlängert wird, überlegt man sich 2 mal ob man seine Festeinstellung einfach so riskieren möchte. was würdet ihr tun? oder mir raten?

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