Klage gegen Langzeitstudiengebühren?

2 Antworten

Wer so lange studiert, wird doch bestimmt schon einmal vom Beratungshilfeschein gehört haben, den man beim Amtsgericht seines Vertrauens (oder Gerichtsbezirks) erhält.

Nein habe ich noch nichts von gehört. Ich google das gleich mal.

Aus welchem Grund soll der Bescheid denn rechtswidrig sein?

Nur weil er dir nicht gefällt, heißt das nicht, dass er falsch ist.

Eine andere Frage wäre, warum du so lange studierst...

Warum ich solange studiere geht hier niemanden etwas an. Ist auch völlig irrelevant, da (wie ich bereits oben geschrieben habe) der Antrag mit der Begründung, dass ich mehr als 740 € Einnahmen habe, abgelehnt wurde (und nicht etwa, weil ich zulange Däumchen drehe).

Und mit gefallen oder nicht gefallen hat das auch wenig zu tun. Ich sehe einfach einen Studienkredit in Höhe von 200€ monatl. nicht als Einnahme, da bei Krediten vertraglich geregelt ist, das man sie zurückzahlen muss - weshalb ich meiner Ansicht nach nicht über die 740€ Grenze komme und deshalb gerne dagegen rechtlich angehen möchte.

Danke für die Nichtbeantwortung meiner Frage/n.

@SkimLP

Natürlich ist Kredit eine Form der Einnahme das lernst du in jeder kaufmännischen Ausbildung als erste Tagesordnung.

@SkimLP

wie du das siehst dürfte reichlich egal sein, wichtig ist wie die das sehen und wenn die nun mal sagen alles über 740 Geldeingang dann kannst du da nicht viel machen. Bafög wird doch auch überall voll gewertet obwohl es zur hälfte zurück gezahlt wird.

@SkimLP

Warum bekommst kein Bafög? Auch wegen Überschreitung der Regelstudienzeit? Dann könnte dir Wohngeld zustehen.

@dieLuka

Wie die das sehen, weiß er ja nun^^, aber auch darauf kommt es nicht zwingend an.

Und als ein Gegenbeispiel: Dem Bafög-Antrag schaden die "Einnahmen" aus dem Studienkredit nicht.

@Droitteur

Das mag sein. Bafög ist aber ein anderes Thema bei dem auch alles mögliche andere irgendwie berücksichtigt wird und das in der Beschreibung schon mit Ausnahmen und Positivlisten kommt.

Hier wurde aber offensichtlich schlicht gesagt Einkommen = Was eingenommen wird. Keine ganz ungewöhnliche Formulierung.

Ja gesehen hat er es, eingesehen aber nicht:

weshalb ich meiner Ansicht nach nicht über die 740€ Grenze komme

Punkt ist aber doch das er nicht der erste sein wird der so eine konstelation hat. Und wenn die nicht so ne Ausnahmenliste führen bei der man argumentieren kann das das dazu gehören müsste hat er ja nicht mal nen Ansatzpunkt außer "ich sehe das anders".

Da sehe ich viel Aufwand und zeitverlust mit wenig erfolgsaussicht bei einem Studium das im nächsten Semester eh abgeschlossen wird.

@dieLuka

Bafög mag ein anderes Thema sein, aber es zeigt doch, dass diese "Logik" "Kredit=Einnahmen" für diesen Bereich keineswegs selbstverständlich ist.

Mehr als sehen muss er auch nicht, denn ein Einsehen ist da gar nicht nötig, da es wie gesagt auch nicht maßgeblich auf deren Sichtweise ankommt, sondern im Zweifel auf die der Gerichte und der Gesetzgeberin. Und da lohnt es sich schon mal, zu fragen, ob deren Sichtweise wirklich legitim ist. "Wenn die das sagen, wird es schon stimmen" hilft ihm dann aber nicht wirklich weiter :D

Dass sein Studium ohnehin bald fertig ist, wird er sicher vor Augen haben^^ Wenn er dann trotzdem hier fragt, werden wir ihm doch nicht sagen, "glaub halt, was die erzählen, bist eh bald fertig"; das ist doch keine Antwort auf seine Frage?

Wenn du mich persönlich fragst, ich denke selbst auch nicht unbedingt, dass in einer Härtefallbetrachtung der Kredit außen vor bleiben sollte. Wenn das Geld "da" ist, ist es "da", egal woher es kommt. Es ist ja nicht der Sinn der Härtefallregelung, ihn sozial zu entlasten, sondern um akute Not zu vermeiden. Zu diesem Zweck halte ich es durchaus für gerechtfertigt, den Kredit als Einnahme zu werten.

Unabhängig von dieser Ansicht würde ich niemals damit argumentieren, dass man dem entscheidenden Amt einfach so glauben sollte (wichtig sei, wie die das sehen). Gar nicht erst angewöhnen so etwas ;)

@Droitteur

Du vergleichst äpfel mit birnen.

Entweder ich sage einkommen und meine Alles (das schein hier der Fall zu sein sonst hätte er es anders gesagt) oder ich sage folgendes zählt zum einkommen und/oder folgendes zählt nicht.

In der Praxis schreibt niemand einkommen und macht dann links und rechts ausnahmen ohne diese schriftlich zumindest grob zu umreißen. So blöd ist keiner. Damit hat er aber aber auch keinen X sollte zu Ausnahme y Zählen Grund.

Wenn es ausnahmen gibt sind die dokumentiert. Die logik "wenn da keine Ausnahmen stehen gibt es keine Ausnahmen" hat durchaus gültigkeit.

Natürlich kann man es versuchen und argumentieren es sollte Ausnahmen geben und ggf hat man sogar glück aber allein schon damit nicht der nächste kommt und sich so oder ähnlich wieder runter rechnet würden die sich auf einem negativen URteil kaum sitzen lassen.

Es wäre einfach idiotisch sich hier auf einen Rechtsstreit einzulassen der potentiell über die Studiendauer hinaus geht und, spätestens wenn das studium zuende ist, was ja anscheinend in <12 Monten der Fall ist, und er arbeitet deutlich teurer sein kann als was auch immer für Gebüren jetzt zu bezahlen sind.

Ich sag ja auch nicht das man immer alles schlucke nsoll was einem erzählt wird.

Man sollte sich seine Kämpfe aussuchen und hier ist der Nutzenfaktor bei einem Semester deutlich unter dem Aufwand der hier ja anscheinden eher ins Studium gesteckt werden sollte ud potentiell auch deutlich unter den Kosten.

Das klingt für mich wie ein Rechtsstreit bei dem er verliert, selbst wenn er ihn gewinnen sollte.

Deswegen ja mein rat es hier darauf zu belassen.

@dieLuka

"Du vergleichst äpfel mit birnen."

Das möchte ich gern zurückgeben: Du warst es doch schließlich, die aus dem simplen Umstand, dass Bafög doch auch überall voll gewertet würde, überzeugend schließen wollte, dass auch in dieser Härtefallregelung der Kredit zu berücksichtigen sei.

Deine weiteren Differenzierungen hast du erst im Nachgang gebracht. Ohne diese Differenzierungen muss man eben auch das pauschale Gegenbeispiel gelten lassen.

Dein Argument, dass der Kampf sinnlos sein könnte (trotzdem nicht sein muss, aber das ist ein anderes Thema), in allen Ehren, aber auch dies hast du nun einmal ursprünglich nicht gesagt, sondern nur pauschal gemeint "wie du das siehst dürfte reichlich egal sein, wichtig ist wie die das sehen".

@Droitteur

Die differenzierung hab ich im Nachgang gebracht weil ich eigentlich dachte das es klar it das der übliche Fall ohne Ausnahmen ist. Immerhin ging es bei der Frage ja um einen Fall ohne Ausnahmeregelung. Erst als du mit ausnahmefällen anfingst musste ich klarifizieren das ich diese nicht meinte.

Das ist also nicht äpfel und birnen das ist das was ich die ganze zeit sage.

Äpfel und birnen ist es ein System mit haufenweise "das ist inkl" und "das ist Exkl" mit einem System zu vergleichen bei dem es Heißt "Einkommen"

Wie bereits gesagt führe ich hier nur aus weill du ständig lücken in der aussage suchst.

Meine orginalaussage bleibt dabei aber unangetastet:

Hier ist es wichtig wie die das sehen denn die werden ihre Meinung nicht ändern nur weil er das anders sieht.

Die auf deinen Anreiz aufgelegte Hintergrundidee hinter der aussage habe ich ja zu genüge ausgeführt.

Ich poste hier ja nicht um mich zu wiederholen. Ich poste um klarzustellen was gemeint war bzw um auf weiterreichende Erklärungen zu liefern da diese ja anscheinen erforderlich sind um das zu klären.

Da ist es nur natürlich das sich hier auch aussagen finden die ich im ursprung für selbsterklärend hielt bzw. die impliziert waren. So z.B. das Thema mit dem Rechtsstreit. Das war für micht erlich gesagt selbsterklärend basierend auf der beschreibung des Fragestellers. Es gibt keine Ausnahme, die Argumente sind schwach und er will sein Recht durchsetzen mit potentiell weitreichenden Folgen => Das impliziert doch schon in sich das sich das nicht schnell und kosten arm lösen lässt.

ISt aber auch egal.

Wir sind uns doch in der Grundidee einig das das nicht viel bringt. Da brauch man ja nicht romane drüber schreiben.

@dieLuka

"Wie bereits gesagt führe ich hier nur aus weill du ständig lücken in der aussage suchst."

Keine Sorge, ich hab nicht wirklich Interesse daran, dich zu nerven, aber wenn du meinst, ich würde Äpfel mit Birnen vergleichen, schau ich doch gern mal genauer hin ;D

Wie gesagt: Du selbst hast das Bafög-Beispiel, als eines mit vielen Inkls und Exkls, hier eingebracht, und es mit dem "völlig anderen System", ohne Exkls und Inkls, verglichen.

Das Thema mit dem Rechtsstreit ist in der Tat so selbsterklärend, dass ich es eben genauso selbsterklärend überflüssig fand, darauf hinzuweisen. Du hast es ja dann trotzdem gemacht und auch noch ausführlich erläutert; gar nicht nötig.

Wenn du meinst, dass es deshalb wichtig ist, wie "die" das sehen, weil er ihnen praktisch ausgeliefert ist, kannst du das doch gern so vertreten; das ist - egal ob ich das auch so sehe oder nicht - so doch völlig nachvollziehbar. Ich würde das dann aber klarer von der inhaltlichen Einschätzung zur Sache abgrenzen, weil man sonst meinen könnte, dass das "OhnehinPraktischAusgeliefertSein" in Wahrheit nur ein Ersatzargument ist.

@Droitteur

"Wie gesagt: Du selbst hast das Bafög-Beispiel, als eines mit vielen Inkls und Exkls, hier eingebracht, und es mit dem "völlig anderen System", ohne Exkls und Inkls, verglichen."

..dann solltest du mir auch dasselbe zugestehen, ohne mir einen schlechten Vergleich vorzuwerfen.

(Bearbeitungszeit war zuende, darum neuer Kommentar^^)

Was möchtest Du wissen?