Kirchensteuer - Warum ist der Staat Handlanger der Kirchen?

5 Antworten

Im Jahre 1802 wurde quasi die Kirchensteuer eingeführt.Durch die Enteignung des Kirchenvermögens wäre der Staat verpflichtet gewesen, der Kirche eine Entschädigung zu zahlen. Das tat er nicht, sondern verpflichtete fortan die Kirchenanhänger dazu, einen Obulus zu leisten, den man heute Kirchensteuer nennt. Somit zahlen die Gläubigen die Schuld des Staates für die damalige Enteignung des Kircheneigentums. Da aber diese Institution ohne Geld nicht überleben kann, gibt es die Kirchensteuer bis heute und wird vom Staat eingezogen und an die Finanzämter der Kirchen weitergeleitet. Der Beschluss, der aus dem Jahre 1802 datiert, hat Bestand und wird auch nicht geändert. Wer sich dieser Steuer entziehen will, der hat die Möglichkeit aus der Kirche auszutreten. Freilich verliert man dadurch nicht seinen Glauben. Glaube ist die eine Sache, Geld eben die andere. Es stimmt, dass es in einigen Ländern keine Kirchensteuer gibt. Da spenden aber die Gläubigen freiwillig und erhalten somit deren Kirchen die Existenz. Ich glaube bei den Moslems gibt es auch keine starr festgelegte "Kirchensteuer". Die geben je nach Möglichkeit freiwillig das, was man erwartet..

die kirche (der papst) stand im dt. reich lange WEIT ÜBER dem staat und war ohnehin die reichste institution. ohne den "segen" des papstes ging buchstäblich nichts, und bis heute hat sich NUR WENIG daran geändert. irgendwann gab es mal ein abkommen zwischen kirche und staat (konkordat) in dem das verhältnis beider zueinander festgelegt wurde.

Weil diese Länder von der "Weltkirche" (Offb.12,9; 17,1-6) geführt werden (Offb.13,-1-8).

Es gibt in Deutschland keine echte Trennung zwischen Staat und Kirche. Es gibt ja häufig immer noch christlichen Religionsunterricht in den Schulen. Auch das ist eine Ungerechtigkeit.

niemand ist verpfichtet daran teilzunehmen; es kann stattdessen das Fach "Ethik" gewählt werden; wenn "Ethik" nicht angeboten werden kann, dann ist eben für die betroffenen Schüler frei.

@Guppy194

Erstens stimmt das so nicht immer. Ich musste damals, um mein Abitur machen zu können, Religion belegen, da keine Ethik angeboten wurde. Ich wurde nicht vom Unterricht freigestellt. Außerdem konnte ich nur zwischen evangelisch und katholisch wählen. Jüdische Religion wurde nicht angeboten.

Kirche und Glauben haben überhaupt nichts miteinander zu tun.

Was möchtest Du wissen?