Kirchenaustritt eines Ehepartners, anderer Ehepartner jedoch bei der Kirche angestellt

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Nur der Vertragspartner, der den Arbeitsvertrag unterschrieben hat, verpflichtet sich, sein Leben gemäß den Normen der Kirche auszurichten. Davon ist in der Regel der Ehepartner nicht betroffen.

Steuerlich wird sich nicht viel oder nichts ändern, wenn beide Partner gemeinsam zur Einkommensteuer veranlagt werden. Anders ist es, wenn sie getrennt veranlagt werden, dann wird auf das Einkommen ausgetretenen Partners keine Kirchensteuer fällig.

Arbeitsrechtlich dürfte es bei der geschilderten Konstellation keine Probleme geben und ich bezweifle sehr, dass es hierfür arbeitsvertraglich überhaupt eine Klausel gibt. Ein Blick in den Arbeitsvertrag des Partners gibt Aufschluss darüber.

Wenn wirklich deshalb eine Kündigung ausgesprochen wird, dann SOFORT das Arbeitsgericht anrufen und sich auf keinen Palaver mit der Kirche einlassen. So etwas ist nicht zulässig!

Wie ich aber Kirchen als Arbeitgeber kenne finden die schon einen Grund, wenn sie eine Kündigung wollen.

nein, hat er nicht ! Es sind zwei freie Menschen, die ihre eigene Entscheidung treffen können. Der Ehepartner wird nicht für die Entscheidung seines Partners "bestraft".

Hallo Raubkatze45,

ich würde dies genauso sehen. Aber Recht haben und Recht erhalten sind ja bekanntermaßen Zweierlei. Und die Sorge bleibt.

Danke Trotzdem. Ein Gutes Neues auf diesem Weg.

Nein. Das geht nicht.

Die Kirche kann ihren Mitarbeiter ja wohl kaum zur "Scheidung zwingen"

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