Kindesunterhalt weiterhin gleiche Höhe bei 2 monatiger Elternzeit?

5 Antworten

Du bist verpflichtet, so viel wie möglich zu verdienen, um deiner Unterhaltspflicht nachzukommen. Wenn du aus freien Stücken auf einen Teil deines Gehalts verzichtest (Elternzeit), bedeutet das nicht, dass auch dein erstes Kind verzichten muss.

du mußt während dieser zeit den normalen unterhalt weiterzahlen............da du ja freiwillig dein Einkommen reduzierst berechtigt dich das nicht den Unterhalt herabzusetzen........und da es nur 2 Monate sind sollte es doch auch nicht so eine großes Problem sein , oder ?

Ich verstehe es so, da ich weniger verdiene und die Höhe des Unterhalts vom Netto-Einkommen laut Düsseldorfer Tabelle berechnet wird, müßte ich doch eigentlich weniger zahlen oder ?

Es ist Deine freie Entscheidung weniger zu verdienen, da man nicht verpflichtet ist in Elternzeit zu gehen. Man kann also sagen Du sorgst mutwillig für ein niedrigeres Einkommen. Ich finde es nicht schön, wenn das erste Kind nun darunter leiden soll, dass Du für das "neue" Kind da sein möchtest.

Du sorgst mutwillig

Ich finde Väter die für ihre Kinder Zuhause da sei wollen, sollte man nicht vorwerfen, dass sie dies mutwillig tun. Den die machen das aus Fürsorge für ihr neues Kind.

Sinn und Zweck dieses Gesetzes und die Motivation der Väter, sollte da nicht ganz verdrängt werden an der Stelle.

@SchlawienerSued

Er ist aber bereits Vater. Das erste Kind darf nicht hinter dem "neuen" zurück gesetzt werden. Natürlich darf er in Elternzeit gehen und Zeit mit dem neuen Kind verbringen. Dennoch hat er seinen (Zahlungs-)Verpflichtungen gegenüber dem ersten Kind nachzukommen. Es wird ja nicht um Tausende von Euro gehen. Zur Not muss er halt das Geld dann vom Ersparten nehmen.

Also keiner verurteilt es, dass er Elternzeit nimmt. Was aber nicht korrekt ist, ist der Versuch sich dadurch von den Unterhaltspflichten zu drücken.

So einfach ist das nun nicht. Wenn eine Vereinbarung oder ein Titel bestehen sollte, dann bist du auf jeden Fall verpflichtet, dich daran zu halten. Dieses muesste erst abgeaendert werden per Gericht oder mit einverstaendnis der Kindsmutter und das koennte weit mehr kosten, als du sparen koenntest. Wenn so etwas nicht besteht, dann koenntest du mit der Kindsmutter reden, ob sie damit einverstanden waere.

Ansonsten gibt es in der Duesseldorfer Tabelle ja auch von ... bis .. Werte und es gibt den Mindestunterhalt. Unter den wirst du wahrscheinlich eh tragen muessen (du fuerst ja den geringeren Verdienst absichtlich herbei), du wuerdest dann vielleicht nur ein paar Euros sparen, wenn ueberhaupt.

Du kannst ja mal beim Jugendamt nachfragen. Das kostet ja nichts.

Da das Versorgungsamt das Elterngeld zahlt, könntest Du ja sogar argumentieren, dass Du während dieser Zeit gar kein GEHALT bekommst - also musst Du ja eigentlich gar nichts zahlen, oder?

Es zwingt Dich doch niemand Elternzeit zu beanspruchen. Du hast eine Verantwortung für Dein erstes Kind und die liegt mitunter in der Zahlung des Dir auferlegten monatlichen Unterhaltes. Also wirst Du die volle Höhe zahlen müssen - und zwar voll berechtigt!

Da das Versorgungsamt das Elterngeld zahlt, könntest Du ja sogar argumentieren, dass Du während dieser Zeit gar kein GEHALT bekommst - also musst Du ja eigentlich gar nichts zahlen, oder?

Unterhalt berechnet sich auf das EINKOMMEN nicht nur auf das Gehalt. Zudem verzichtet er ja freiwillig auf das Gehalt.

Es zwingt Dich doch niemand Elternzeit zu beanspruchen.

Sischer Datt. Aber natürlich darf man da dann schon ein wenig anfangen darüber nachzudenken in wie weit das eine Benachteiligung von neuen Kindern von unterhaltspflichtiger Vätern ist, wenn der Staat extra für Neuväter solche Gesetze schafft unterhaltspflichtig Väter 2-3 mehr mal nachdenken müssen ob sie sich diese Elternzeit überhaupt leisten können. Ich meine das Gesetz wurde ja für ALLE Kinder gemacht. Auch für die von bereits unterhaltspflichtig geschiedenen Vätern.

und zwar voll berechtigt!

Ich denke neue Kinder von unterspflichtigen Vätern sollten auch Rechte haben.

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