Kinderunterhalt mit Nachehelichen Unterhalt verrechnen?

5 Antworten

Nein, das geht so nicht, das Geld wurde ihr ja zum Leben zugesprochen und daher gehe ich mal davon aus, dass sie wirklich nicht leistungsfaehig ist (also unter 1000 Euro nettto verdient). Dann muss sie ja auch nicht zahlen.

Fuer den Ehegattenunterhalt gibt es ein Urteil (ab morgen zumindest), fuer den Kindesunterhalt gibt es aber wohl keinen Titel, was sie genau zu zahlen haette, oder? Dann kannst du ihn auch nicht einfordern und schon gar nicht einbehalten.

Sollte das Kind unter 12 Jahre alt sein, dann kriegst du ja eh Unterhaltsvorschuss fuer dein Kind. Ist sie aelter, dann hast du schlicht und ergreifend Pech gehabt, wenn sie nicht leistungsfaehig ist und musst selber dafuer sorgen. Damit teilst du das Schicksal mit sehr vielen alleinerziehenden Muettern und Vaetern, die auch nichts kriegen (ich gehoere auch dazu).

Das einzige, man kann sie auffordern, mehr zu arbeiten (also Vollzeit), wenn sie keine weiteren kleinen Kinder hat, aber sie muss dann ja auch erst mal was finden. Und vorher ist nichts zu holen, das ist nun mal so.

Das wird vermutlich nicht klappen. Aber: Euer Kind hat einen Anspruch auf Unterhalt von der Mutter. Wenn die im Moment nicht leistungsfähig ist, kann man sich den Unterhalt vom Jugendamt vorschießen lassen, das sich den Unterhalt dann später von der Mutter zurückholt.

Einzelheiten kann Dir dein Anwalt morgen sagen. Du hast doch wohl einen eigenen Anwalt ??

Wollte mich nur vorab mal informieren.

Ja ich habe einen Anwalt. Meine Frau aber nicht. Sie bekommt nur einen von mir gestellt, der auf die Rechtsmittel verzichtet. da muss ich keinen Trennungsunterhalt mehr zahlen. da spare ich mir 1000 Euro

Das sind zwei unterschiedliche Rechtstitel die du nicht einfach gegeneinander aufrechnen kannst.

Die Unterhalte können nicht miteinander verrechnet werden.

Aber:

Die Frau ist in erster Linie für das bei Dir lebende minderjährige Kind unterhaltspflichtig.
Sollte sie diesen Unterhalt nicht aufbringen können und Du diesen zusätzlich zum Betreuungsunterhalt für das Kind leisten, könnte sich dadurch Dein Selbstbehalt gegenüber der Frau erhöhen bzw. Dein "unterhaltsrelevantes Einkommen" entsprechend mindern.
Das wiederum könnte dazu führen, dass Du ihr weniger Unterhalt zahlen müsstest......

Hallo,

da du morgen einen gerichtlichen Termin hast, wird dein Anwalt dir diese Frage bestimmt besser beantworten können!

Alles Gute !

Emmy

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