Kindergeld, Unterhalt und Kostgeld abgeben?

5 Antworten

Deine Mutter soll mal nicht vergessen,das sie dir ab dem 18 Lebensjahr eigentlich auch zum Barunterhalt verpflichtet ist,sie kann diesen nur in einen Naturalunterhalt umwandeln,weil du noch bei ihr wohnst !!! Wenn sie also schon 184 € Kindergeld + 200 € Unterhaltszahlung von deinem Vater bekommt,also schon ca. 380 € im Monat hat,steht ihr eigentlich gar nichts mehr zu. Es ist zwar richtig,das dein Einkommen auf deinen Unterhaltsanspruch angerechnet wird,aber zu deinem Nettoeinkommen käme noch das Kindergeld dazu. Du kannst ja im Internet mal die Düsseldorfer Tabelle suchen,da steht,was dir ab dem 18 Lebensjahr eigentlich für ein Unterhalt zustehen würde. Von diesem Betrag musst du normalerweise dein Kindergeld von 184 € abziehen,das würde dann den Betrag ergeben,der dir von deinen Eltern noch zustehen würde. Dieser Unterhaltsanspruch,der dann noch bestehen würde,muss mit deinem Nettoeinkommen verrechnet werden,würdest du mehr Netto haben,als noch Anspruch besteht,müssten dir deine Eltern gar keinen Unterhalt mehr zahlen. Dann hätte deine Mutter das Recht,dich an den Wohn und Lebenshaltungskosten anteilig zur Kasse zu bitten.

Zunächstmal ist es so, das der Unterhalt und das Kindergeld zur Deckung des Barbedarfs des Kindes dienen. Ferner ist zu beachten, das bei volljährigen Kindern beide Elternteile im Verhältnis ihrer Leistungsfähigkeit barunterhaltspflichtig sind.

Ihre Mutter kann Ihnen anstelle von Bargeld aber auch Naturalien ( Unterkunft, Essen, Kleidung,...) geben soweit Ihre Belange dabei berücksichtig werden. Sie kann auch das an Sie gezahlte Kindergeld dafür verwenden.

Anspruch auf das Azubi Gehalt, oder den vom Vater gezahlten Unterhalt hat sie hingegen nicht. Sie hat hier lediglich die Möglichkeit ihre Naturalleistungen entsprechend zu reduzieren. Ob das so praktikable ist, ist eine andere Frage, insoweit kann die Vereinbarung von Kostgeld, soweit das Kindergeld und der von der Mutter geschuldete Barunterhalt nicht ausreicht, sinnvoll sein.

Nun haben wir uns mal wieder zerstritten, da ich nach einem Schlüssel für mein Zimmer gefordert habe, was mit 22 mein gutes Recht ist wie ich finde.

Da haben sie durchaus recht. Mit 22 haben sie natürlich Anspruch auf Privatsphäre gegenüber der Mutter. Wird Ihr Privatleben von der Mutter nicht respektiert, dann bleibt Ihnen nur der Auszug. In diesen Fall ist in der Regel unterhaltsrechtlich von einen Bedarf von 670€ auszugehen. Dieser ist zunächst durch das Kindergeld und die Ausbildungsvergütung ( abzüglich Mehraufwand in der Regel 90€) zu decken. Ebenso sind Staatliche Leistungen wie BAB und BAföG zu nutzen. Der Rest ist Bedarf, der gegenüber den Eltern im Verhältnis deren Leistungsfähigkeit geltend gemacht werden kann.

Kindergeld und Unterhalt gehören dem, der Miete , Essen und Trinken bezahlt.Also deiner Mutter. Sie könnte dir evtl. eine kleines Taschengeld für deine Bedürfnisse geben, da du aber schon Geld verdienst , und Lehrlinge bekommen ja schon ein richtig gutes Gehalt heutzutage, ist das wohl nicht nötig. Das sie mittlerweile zum Anwalt geht ,wirft ein recht schiefes Licht auf euer Verhältnis. Warum ziehst du nicht aus, dann kannst du alles Geld für dich behalten.

Aber sie kann ja schlecht verlangen, dass ich ihre Schulden bezahle, die sie hat um sich Möbel zu kaufen und mir ein Auto zu schenken.

Um eine Sache direkt klar zu stellen :) - Kindergeld steht DIR zu und nicht deiner Mutter! Denn das Kindergeld ist für das Kind da ^^ und nicht für die Mutter. Der Unterhalt steht ebenfalls dem Kind zu, bzw. soll dafür genutzt werden den Unterhalt des Kindes zu gewährleisten. Was will deine Mutter also bitte damit?

Kostgeld kann deine Mutter, meines Wissens nach, verlangen wenn du bei ihr zu Hause wohnst. Allerdings solltest du für dieses Kostgeld auch einiges "bekommen". Wie zum Beispiel freies Essen und Wäsche waschen.

Sie sagt, dass das Kindergeld UND der Unterhalt für Strom, Wasser und Lebensmittel da ist.

@kittycat91

Das ist auch richtig so.

Was will deine Mutter also bitte damit?

Miete? Essen? Trinken? Wasser? Strom? Telefon? Versicherungen?

@Datenschnee

Sie verlangt zusätzlich auch noch Kostgeld. Dann frage ich mich, warum sie zusätzlich auch noch dieses verlangt.

Kann dir persönlich nur dazu raten, dich nach was eigenem umzusehen. Dann wirst du damit keine Probleme mehr haben. Allerdings ist das natürlich auch ein neuer Schritt im Leben ;) sollte klar sein.

@AuroraFee

Die Pflichten deiner Eltern

Deine Eltern sind nicht dazu verpflichtet, Dir das Kindergeld auszuzahlen, solange Du minderjährig bist und noch zuhause lebst. Allerdings sind sie Dir gegenüber zum Unterhalt verpflichtet, solange Du in der Erstausbildung/Studium bist und Dich nicht selbst versorgen kannst/selbst kein Einkommen hast. Das Kindergeld wird dem Unterhalt dann angerechnet. Nach dem Gesetz schulden die Eltern dem Kind nur eine (!) Ausbildung. Mit deren Abschluss hat das Kind dann die Möglichkeit sich seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die Eltern haben damit ihre Pflicht getan.

Antrag auf Auzahlung

Wenn die Eltern - trotz bestehender Verpflichtung- keinen oder nur unregelmäßig Unterhalt leisten, kann die Familienkasse das Kindergeld auf Antrag des Kindes direkt an das Kind auszahlen. Die genaue Summe errechnet Dir zum Beispiel Deine örtliche Familienkasse. Es gibt auch Richtwerttabellen, z.B. die so genannte Düsseldorfer Tabelle (gültig für die alten Bundesländer) und die so genannte Berliner Tabelle (gültig für die neuen Bundesländer). Verdienen Deine Eltern nach der Düsseldorfer Tabelle beispielsweise 2100 €, hättest Du ab 18 Jahren einen Unterhaltsanspruch von ca. 537 €. Übrigens: Entstehen dem Kind plötzlich nicht vorhergesehene Kosten, wie z. B. Krankheitskosten, Kosten wegen einer neu aufgetretenen Behinderung, Kosten für die Erstausstattung eines Säuglings, etc., dann müssen die Eltern diese Kosten anteilig (entsprechend ihrer jeweiligen Einkommen) übernehmen. Voraussetzung ist, dass die Kosten zur Zeit der Festsetzung nicht voraussehbar oder abschätzbar waren. So können z. B. auch die Kosten einer Klassenfahrt neben dem allgemeinen Unterhalt geltend gemacht werden. Zudem dürfen es keine regelmäßig anfallenden Kosten sein, die sind nämlich schon über den allgemeinen Unterhalt gedeckt.

Was sagt ihr zu der Lage?

Wenn es schon so weit ist, dass dir deine Mutter "Post von ihrem Anwalt" schicken lässt, ist es wohl an der Zeit, dass du dir eine eigene Bleibe suchst.

Eine eigene Wohnung kann ich denke ich noch nicht finanzieren..

@kittycat91

Du hast dein Ausbildungsgehalt, bekommst dann das Kindergeld, Unterhalt von deinem Vater und deiner Mutter. Wenn das nicht reicht kannst du Bab beantragen.

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