Kindergeld und Unterhalt pfändbar?

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Wenn du eine Tochter, also ein Kind, hast, dann stehen dir monatlich 1.438,34 € an Freibetrag zu.

http://www.akademie.de/wissen/pfaendungstabelle

Bekommst du denn nur den sowieso sicheren Freibetrag von 1.045,04 € oder bereits den erhöhten von 1.438,34 € ?

Wenn du den geringeren bekommst, dann geh zu deiner Bank und sage denen das du ein Kind hast und daher den Freibetrag erhöhen möchtest. Nimm die Geburtsurkunde deiner Tochter mit.

Der höhere Freibetrag gilt dann ab Juli 2014 . Alles vor Juli 2014 ist weg.

Hast du im Juli bereits 1.045,04 € erhalten, dann müssen dir innerhalb von 4 Banktagen nach Beantragung des höheren Freibetrages die restlichen 393,30 € zur Verfügung stehen.

Übersteigt dein Einkommen auch die 1.438,34 €, muss man abwägen.

Dann kommt es darauf an, wie stark du auf jeden Cent angewiesen bist. Hast du zum Beispiel eine hohe Miete zu zahlen ( 500 € und mehr ) und musst noch dich und deine Tochter verpflegen, dann könnte es sich lohnen zum Amtsgericht zu gehen.

Dort zur Vollstreckungsabteilung. Auch Vollstreckungsgericht genannt. Da solltest du Personalausweis, Geburtsurkunde deiner Tochter, Mietvertrag, P-Konto Vertrag und aktuelle Kontoauszüge mitnehmen.

Und aufgrund der Unterlagen, sowie deiner Aussagen den Rechtspflegern verständlich machen, warum der Freibetrag von 1.438,34 € nicht ausreicht und erhöht werden soll.

Die vom Gericht helfen kostenlos.

Ja ich bin in der Inso, habe keinen Pfändunges- und Überweisungsbeschluß, weder Sach-, noch Lohn-, noch Kontopfändung. Ich habe einen Freibetrag auf dem P Konto von 1622 Euro. 1045,- + 393,- +184,-. Mein Einkommen setzt sich wie folgt zusammen: mein Lohn von 1245,- und dem Kindergeld. Also lag ich mit 193,- unter der Freigrenze. Seit geraumer Zeit bekomme ich ,nach langem Kampf , endlich Unterhalt (350,-) für meine 16 jährige Tochter. Nun übersteigt mein monatliches Einkommen den 'Freibetrag mit 157,- und der Überschuß wird von der Bank einbehalten, da auf dem Konto, lt Bankauskunft, ein Insoverfahren anhängig ist. Wie komme ich an das Geld? Oder wird der Überschuß irgendwann vom Insolvenzverwalter eingezogen? Denn der Übersch summiert sich ja von Monat zu Monat, wenn er weiterhin regelmäßig zahlt. Was ich hoffe.Was kann ich tun???

@francine97

Ja, wenn dann verwaltet die Bank nur den Überschuss. Leitet ihn dann an den Verwalter weiter. Und der verteilt es auf die Gläubiger.

Der Überschuss vom Juli 2014 darf frühstens am 1.09.2014 an die Gläubiger gehen.

Deine Situation ist mir - und sicher einigen anderen auch - zu hoch. Bitte wende dich an die Vollstreckungsabteilung des Amtsgericht. Das sind ganz normale Menschen da.

Ohne Robe. Die haben normale Klamotten an. Also keine Scheu. Die sind gerade für solche Sachen da, wenn man einen höheren Freibetrag begehrt.

Denk an die Unterlagen, die in meiner Antwort stehen. Nimm diese zu Gericht mit. Die verlangen kein Geld.

@Goldjurist

Danke für die rasche Antwort. Ich war schon beim Schuldnerberater, der mich an die Vollstreckungsabteilung verwiesen hat. Dort sagte man mir , da kein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss vorliegt bzw eingetragen ist, könnten sie nichts unternehmen und haben mich an meinen Insolvenzverwalter verwiesen. So laufe ich von einem zum anderen und weiss im Moment nicht , wo mir der Kopf steht. Der Insolvenzverwalter ist jetzt der Meinung, ich muß den Überschuß abführen. Ich bin ja bereit meine Schulden wenigstens zum Teil zu Tilgen, aber ich komme ja nicht an das Geld, den Überschuß, ran, da dieser ja für mich gesperrt ist. Bin Momentan total verzweifelt und weiss nicht weiter. Wie soll ich mich denn jetzt verhalten. Meine Tochter hat seit geraumer Zeit ein eigenes Konto. Ich habe aber ein schlechts Gewissen, wenn ich den Unterhalt von ihrem Vater gleich auf ihr Konto überweisen lasse. Ich will ja nicht den Eindruck erwecken, Geld an der Insolvenz vvorbei zu schmuggeln. Das könnte mich wahrscheinlich die Restschuldbefreiung kosten, oder?

@francine97

Achso natürlich. Die Vollstreckungsabteilung hat ja erstmal recht. Es liegt ja keine Pfändung vor, sondern es läuft die Inso . :´-(

Hmm, das kann sein das das Probleme gibt, wenn deine Tochter den Unterhalt auf ihr Konto bekommt. Muss aber auch nicht.

Hach Mensch ist das heikel. :-/

Rechtsanwalt geht auch nicht, denn du verdienst zuviel. Da könntest du locker mal zwischen 80 € und 250 € für eine Beratung zahlen.

Du kannst bei deiner Frage auf "Noch eine Antwort bitte" klicken. Dann können nochmal welche hier antworten. Ist echt kompliziert.

Sehe gerade: Ich kann da auch drauf klicken. Also tue ich das jetzt. :)

@Goldjurist

Dankeschön. Also erst mal abwarten und Tee trinken. Im September ist der Abschluß Termin für die Eröffnungsphase. Dann geht es in die WVP. Mal sehen was dann noch kommt. LG

@francine97

Wünsche dir viel Glück. :-)

Du bist in der Inso ,und da hast du einen Freibetrag ,der steht dir zu alles andere geht an die Gläubiger.Viele meinen wohl jetzt sind wir in der Inso ,nach 7 Jahren sind die Schulden weg,wäre doch schon etwas zu einfach.Würdest du so deine Schulden loswerden,sei doch froh ,wenn du den Gläubigern was anbieten kannst.

Geld welches Du für Deine Tochter bekommst lasse bitte auf ein Konto unter den Namen Deiner Tochter überweisen. Es ist ausschließlich für Deine Tochter. Dann wird nur noch für Dich der normale Betrag für eine alleinstehende Person zur Kenntnis genommen.

Wäre mein Vorschlag. Denn wenn Deine Tochter einen so hohen Unterhaltsanspruch gegenüber ihrer Mutter hat dass die Gesamtsumme aller an Dich abgeführten Einnahmen deswegen zu hoch wird

dann wird das Geld Deiner Tochter bei Dir angerechnet. Das kann nicht sein. Du erhältst den Unterhalt als Sachleistung ausschließlich für Deine Tochter und nicht um Deine Schulden abzuzahlen. Und Du wirst, unterstelle ich Dir, das Geld welches Du für Deine Tochter bekommst, ausschließlich von dem für sie eingeríchteten Konto für ihren Lebensunterhalt nutzen.

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