Kinder von Pflegefamilie zurückbekommen

8 Antworten

Dazu gibt es nur zwei Möglichkeiten.

Du sprichst mit dem Jugendamt und versuchst eine Regelung zu erreichen.

Stellt sich das Jugendamt absolut quer, gehst du zum Familiengericht. Dort stellst du einen Antrag sämtliche Rechte wieder übertragen zu bekommen.

Die Entscheidung des Familiengerichtes ist dann bindend für alle Seiten.

Die Materie ist jedoch soch Umfangreich und es spielen viele Faktoren eine Rolle. Daher rate ich dir besser einen Anwalt für Familienrecht auf zu suchen und dich von diesem beraten zu lassen.

Für die Beratung kannst du einen Beratungshilfeschein erhalten, der sichert das die Kosten übernommen werden. Die meisten Anwälte haben die Anträge dazu vorliegen.

Du kannst aber auch zum Amtsgericht gehen und dir dort einen solchen Schein ausstellen lassen.

Ich wünsche dir viel Erfolg.

Auch bei Abgabe in eine Pflegefamilie steht die Rückkehr des Kindes immer im Vordergrund.

Zuerst würde ich regelmäßigen Umgang einfordern. Geh zum Jugendamt und lass Dich dort beraten, wie man in deinem Fall am besten vorgeht.

Ruckzuck geht das nicht und sollte es auch nicht gehen.

Ich kann gut verstehen, dass Du Deine Entscheidung von damals bereust; vielleicht kann man so argumentieren, dass Du damals noch nicht volljährig warst und die Reichweite Deiner Entscheidung nicht abschätzen konntest. Natürlich spricht es auch sehr für Dich, dass Du Dein Leben jetzt gut im Griff hast, und da Du Deinen Sohn ja nicht zur Adoption freigegeben hast, steht der Weg zurück zumindest theoretisch offen. Allerdings wird das Wohl des Kindes immer vorrangig behandelt. Es wäre sicher wichtig, dass Du mehr Kontakt zu Deinem Sohn hältst, damit Eure Beziehung sich langsam aufbauen kann. Es geht nämlich nicht von heute auf morgen, das Kind zu Dir zu nehmen. Auch den Pflegeeltern solltest Du das Gefühl vermitteln, dass der Kontakt zu dem Kind nicht abgebrochen wird, wenn es zu Dir käme. Und letztlich spielt auch die Meinung des Kindes eine Rolle. Allerdings würde ich ohne fachkompetente Beratung keine Schritte einleiten. Wende Dich also an einen Anwalt, der auf dieses Gebiet spezialisiert ist. Wenn jemand eine Chance haben will zu diesem Schritt, den Du planst, dann nur mit einem solchen.

Tja, das ist natürlich eine verfahrere Kiste.

Zuersteinmal finde ich es gut, dass du mit 17 eine "vernünftige" Entscheidung getroffen hast. Dein Sohn scheint es bei seinen Pflegeeltern gut getroffen zu haben. Als seine leibliche Mutter hast du auf jeden Fall das recht ihn rgelmäßig zu sehen- und genau da würde ich ansetzen.

Sorge dafür, dass du dein Kind regelmäßig, mindestens alle 14 Tage siehst- und wenn das Routine geworden ist, dehne diese Besuche aus- auf Wochenenden, kleine Ferien usw.

Aber auch Pflegeeltern sind nur Menschen mit Gefühlen- und ich denke mal, dass die dir gegenüber Vorbehalte haben, eben weli du dein Kind damals weggegeben hast. Die Pflegeeltern wissen, dass sie PFLEGE eltern sind und keine Adoptiveltern. Eine Pflegschaft ist meistens begrenzt, auch wenn sie vielleicht hoffen, dass sie das Kind bis ins Erwachsenenalter hinein begleiten können.

An deiner Stelle würde ich auf einen guten Kontakt zu deinem Sohn hinarbeiten und nicht darauf, dass das Kind ganz zu dir zurückkommen soll. Das weil es um das Wohl des Kindes geht und nicht darum was Mutter oder Pflegeeltern wollen. Der Kleine sollte niemals vor die Wahl gestellt werden. Er sollte mit dem Wissen groß werden: Ich habe Pflege- Eltern UND eine Mama, und alle lieben mich. Irgendwann- oder auch nie!- wird er von alleine sen Wusch äußern, bei seiner Mama leben zu wollen, und dann ist es seine Entscheidung, die auch die Pflegeeltern mittragen werden, wenn sie ihn lieben.

Aber dein Umgangsrecht würde ich einfordern. Und ich würde was die Erziehung angeht mit den Pflegeeltern an einem Strang ziehen, alles andere wäre kontraproduktiv. Und versuch auch einen guten Kntak zu den Pflegeeltern herzustellen, frag was er mag, was er hasst, was sein Lieblingsessen ist usw. Nimm an seinem Leben Teil- aber zwing dich ihm nicht auf. Eer wird dich einfordern, wenn er dich braucht. Und achte auch darauf, dass er euch Erwachsene nicht gegeneinander ausspielt! Kinder merken schnell wo sie ihren Vorteil erwirtschaften können. Und nichts wäre schlimmer, als ein angezettelter Krieg zwischen dir und den Pflegeeltern!

Du kannst dich mit deinem Wunsch an das Jugendamt wenden. Die Pflegeeltern sind erstmal außen vor, denn sie dürfen nichts selbst entscheiden. Aber ob das fürs Kind, und nur darum geht es, richtig ist glaube ich nicht. Die Pflegeeltern sind die Personen, die es liebevoll aufgezogen haben, die bei Kummer und Sorgen für ihn da waren. Dein Lebensweg sieht doch wie folgt aus, Studium beenden, Einstieg in den Beruf und dann auch Vollzeit arbeiten. Dein Sohn bräuchte dich aber ganz besonders in dieser schwierigen Phase des Wechsels und dann kommt der Schulwechsel usw. dazu. Lass den Kleinen sein zu Hause, seine Familie und sein Umfeld. Wenn du das schaffst bist du für mich eine gute Mutter, denn du handelst in seinem Interesse. Vielleicht ist es möglich den Kontakt auszubauen, dann geht es dir sicher auch besser. Das müßtest du aber mit dem Jugendamt klären.

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