Kinder bestrafen?

5 Antworten

Kinder loten stets ihre Grenzen aus, sie brauchen rechtzeitig Massnahmen um zu begreifen, was richtig ist. Hat man den Zeitraum wegen Fahrlässigkeit verpasst, an den noch Worte genügten, bleibt den Eltern aus eigener Schuld nichts anderes übrig, als mit Fernsehverbot, Stubenarrest ect. sich gehör zu verschaffen. Schlagen würde ich mein Kind nie!!!

"Psychologische" Strafen sind nicht weniger seelisch verletzend für Kinder als körperliche. Strafen sind aus meiner Sicht Bankrotterklärungen des Charakters der Eltern; Ausdruck von Unfähigkeit und Hilflosigkeit! Ich habe Verständnis für jedes Elternteil, dem - bei aller konstruktiven Grundeinstellung - doch mal reflexartig die Hand ausrutscht. Aber niemand sollte mit dem Bewußtsein in der Welt sein, daß Kinder Strafen bräuchten. Bestrafen tut schon das Leben. Das müssen Eltern nicht noch zusätzlich tun!

Erziehung kommt aus dem "Bauch"heraus,habe 3 Kinder,alle 3 haben schon mehrmals welche auf den Po bekommen,aber wohlgemerkt,in "Maßen",denn ein Klaps auf den Po hat noch keinem geschadet.Also nicht immer diese "Gefühlsduselei",jede Mutter oder Vater weiß,was Sache ist,also laßt die Eltern selbst entscheiden,sie sind alt genug und haben auch ihren eigene Erfahrung,denn jedes Kind ist ein Individium und hat eigene Vorstellungen vom Leben,man will mit Sicherheit nur das Beste.Also Eltern Kopf hoch,IHR MACHT NICHTS FALSCH !

Ich habe selbst keine Kinder aber dafür 8 Geschwister derren erziehung ich mehr als genug miterleben durfte / musste. wir sind eine patchworkfamilie. Meine Mutter hat ihre 3 kinder aus 2 Ehe recht offen erzogen ( sie werden selbst aus ihren Fehlern lernen / Zb. hat mein Halbbruder 6 jahre eine Kuhmilchallergie sie hat ihm 3 mal gesagt, dass er durch schokolade Hautausschläge bekommt dann hat sie ihn machen lassen, er naschte und bekam ausschläge seitdem isst er keine Schoki mehr) Mein Vater hingegen bestraft seine 3 aus 2 Ehe zwar nicht mit prügeln aber er hat eine sehr laute furchteinflösende stimme wenn er Laut wird und eine recht strenge erziehung. Das heißt wenn er ein Kind mit den Selben Problemen hätte, er hätte es ihm auf Teufel komm raus verboten und das Kind hätte heimlich genascht wenn mein Vater nicht im Haus wäre. War nur ein Beispiel aber ich glaube die beste erziehungsmethode ist immernoczh wenn die Kinder aus erfahrungen lehrnen und nicht aus Prügeln

Ich bin seit 14 Jahren Mitglied des Bundesverbandes Psychiatrie-Erfahrener, Mitgründer und Vorstandsmitglied im Hamburger Landesverband Psychiatrie-Erfahrener, aktives Mitglied und auch Gründer von Selbsthilfegruppen (SHG) und habe in diesem Zusammenhang an mehreren Durchgängen Fortbildungsmodulen für SHG-Mitglieder teilgenommen. Wenn man die Lebens- und Leidensgeschichten der Menschen hört, die betroffen sind von psychischen Störungen / Erkrankungen, könnte man oft meinen, eigentlich die Eltern hätten schon dringend Therapie nötig gehabt, aber sie haben ihre Störungen an den Kindern ausgelebt und so sind die schließlich konkret krank geworden. Nicht nur innerhalb eines Menschen können "Sumptomverschiebungen" stattfinden, auch in Familien und ähnlichen Systemen. Zum Patienten wird immer das schwächste Glied in dem jeweiligen System. Die Systemtherapie hat sich diese Zusammenhänge zum Arbeitsfeld gemacht. Leider ist diese sinnvolle Therapie in Deutschland keine Kassenleistung, während sie es in Österreich jedoch ist.

Korrektur: "Nicht nur innerhalb eines Menschen können SYMPTOMVERSCHIEBUNGEN stattfinden..."

Es scheint zwar so zu sein, daß eine "Tracht Prügel" den Kindern nicht schadet, aber die Schäden, die im Laufe solcher Erziehung entstehen, fallen meist nur deswegen nicht auf, weil die große Mehrheit der Menschen in der zivilisierten Gesellschaft seelisch deformiert / gestört ist! Wenn man wirklich genau hinschaut, ist so gut wie jeder auf die eine oder andere Art traumatisiert, von Angst / Unsicherheit dominiert, mit psychischen Mängeln behaftet. Auch in Anlehnung an Arbeiten / Veröffentlichungen über massenpsychologische Phänomene (die nach meinem Verständnis auf bewußtseinsenergetischer Grundlage ablaufen), kann man m.E. davon ausgehen, daß der größere Teil der "Probleme", die bei Kindern auftauchen, durch die innere Einstellung ihrer Eltern und ihres weiteren Umgangs verursacht/ausgelöst werden. Ansonsten verweise ich auf die Veröffentlichungen zu dem Phänomen, das ich vorzugsweise "kollektive Zivilisationsneurose" nenne. Siehe u.a. mein GF-Tipp dazu.

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