Kind adoptieren, was meint ihr?

10 Antworten

Ich kenne mehrere Familien mit Pflege- oder Adoptivkindern, es geht wenn es keine eigenen Kinder gibt. Ansonsten gibt es in den allermeisten Fällen irgendwann Stress weil sich die "dazugekommenen" Kinder immer benachteiligt fühlen, selbst dann wenn sie mehr dürfen und bevorzugt werden.

Meine eigene Pflegeschwester (aufgewachsen als wäre sie bei uns in der Familie geboren, in jeder Hinsicht inclusive dem Namen) ist mit 13 in eine andere Familie gegangen weil sie fand das wir sie benachteiligen, da ist sie mit 14 weg in eine WG, die hast sie nach 6 Monaten rausgeworfen und seitdem lebt sie alleine. Sie ist wieder zurückgekommen, zeitweise, aber nur um die Familie komplett zu vernichten wie sie selbst später gesagt hat. Als das nicht geklappt hat hat sie jeden Kontakt abgebrochen. So gesehen bin ich arg vorbelastet.

Eine Adoption ist eine wunderbare Sache. Ob das auch für euch das richtige ist, müsst ihr entscheiden. Wendet euch an eine Beratungsstelle.

Erst wenn ihr beide euch gleichermaßen sicher seid - erst dann wäre es "gut".

Geht in euch und überlegt ob es noch andere Gründe gibt als der Grund "etwas Gutes tun oder so ähnlich".

Denn als Adoptionswillige werdet ihr als Familie auf Herz und Nieren geprüft. Schließlich will man ein Kind ja nicht "einfach so dem Nächstbesten überlassen".

Ihr als Paar müsst euch einig sein. Ihr bildet eine Einheit und als solches solltet ihr übereinstimmen und es gemeinsam durchstehen.

Vor Jahren lernte ich mal einen Vater und seinen Adoptivsohn kennen. Dieser Vater erzählte mir nebenbei das seine Frau und er als Paar am Adoptionsprozess zerbrachen. So gesehen war er also letztlich alleinerziehend.

und was ist eure Motivation für die Adoption? Einfach "nur" weil ihr was gutes tun wollt?

So oder so: ich glaube, ihr wißt gar nicht, was eine Adoption bedeutet.

Grundsätzlich erstmal: es gibt verschiedene Arten der Adoption: aus dem Inland und aus dem Ausland.

Im Inland gibt es sehr wenig Kinder, die zur Adoption freigegeben werden. Pro Jahr kommt es etwa zu 4000 Adoptionen - und das beinhaltet Stiefkind- und Auslandsadoptionen. Dagegen gibt es viel mehr Paare, die ein Kind adoptieren wollen. Alleine in meinem Landkreis gibt es etwa 10-12 Paare, und das ist in ganz Deutschland so. Und die meisten dieser Paare können kein eigenes Kind bekommen und haben eine entsprechende Vorgeschichte. Unter Umständen ist einer der Partner unfruchtbar. Oder das Paar hat bereits mehrere künstliche Befruchtungen hinter sich, ohne eine Schwangerschaft. Die haben also keine Chance auf ein leibliches Kind.

Und dann kommt ein Paar wie ihr, daß bereits ein Kind hat und auch kein Problem damit hätte, noch ein leibliches Kind zu bekommen. Wem würdet ihr da eher ein Adoptivkind geben - von den wenigen, die es überhaupt gibt.

Es gibt auch noch Auslandsadoptionen. Die sind sehr zeit- und kostenintensiv und vor allem eine extreme psychische Belastung. Es dauerte schnell mal 3-4 Jahre oder mehr, bis man ein Kind bekommt. Seid ihr bereit, so lange auf ein Kind zu warten?

Dazu kommen noch die Kosten: mit 20.000-30.000€ muß man rechnen. Könnt ihr als junge Familie so viel Geld zusammenbekommen?

Und dann gibt es auch noch die psychische Belastung, alleine schon während der Wartezeit. Niemand kann dir sagen, wann ein Kind bei einer Auslandsadoption kommt. Es kann sein, daß es nur 2 Jahre dauert, oder vielleicht auch 4. Wenn es ganz schlimm läuft, kann es sogar passieren, daß das entsprechende Land, aus dem das Kind kommen soll, alle Adoptionen stoppt. So war es 2015 beispielsweise bei Kenia. Die haben damals per Gesetz alle Auslandsadoptionen gestoppt. Es gab sogar Paare, die bereits wußten, welches Kind sie bekommen würden, hatten Fotos davon, etc. - die durften die Adoption aber nicht vollziehen.

Und auch danach ist eine Adoption nicht ohne. Die Mutter-Kind Bindung beginnt schon während der Schwangerschaft. Das fehlt bei einem Adoptivkind. Man kann zwar vieles dieser Bindung auch zum Adoptivkind aufbauen, aber doch nicht alles.

halte ich überhaupt nichts von

und deine begründung klingt, als wenn du 14 wärst

etwas ähnliches hatte ein kollege mal gesagt

er möchte etwas gutes tun, aber erst macht er ein richtiges kind

ich hab ihn so hart ausgelacht, da ist ihm aufgefallen, was er gesagt hatte

ist ca 20 jahre her, er ist jetzt 40 und single^^

Na... der Vergleicht hinkt aber zum Umfallen.
Von einem 'richtigen Kind' ist beim Fragesteller keine Rede.

@Arlecchino, UserMod Light

ne, er hat ja auch eben schon eins

die einzige, die hier auch plan hat, ist die pest

weil sie auch die einzige ist, die schon vor 10 jahren wählen durfte

@Arlecchino, UserMod Light

Nein, von einem richtigen Kind ist keine Rede, aber zu schreiben "was gutes tun.." lässt darauf schliessen das sich hier Null Gedanken zum Thema gemacht wurden. Das ist keine Spende an Obdachlose - Er der Nette empathische Gönner, der was abgibt, und das Kind, soll dankbar sein das es aufgenommen wurde.Wer adoptieren will ist bereit dazu. Bereit dazu das seine Familie sich unwiderruflich verändert. Ist jetzt kein Paket das man irgendwann zurückschickt. Das ist ein Mensch.

@mirabellaxxo

leider geht mir deine art ab, dreckige menschliche abgründe mit so wundervoll blumigen worten zu beschreiben

genau das ist es

"wir wollen mal was gutes tun, wir kaufen schon im bioladen und trennen unseren müll, da dachten wir uns, wir adoptieren mal ein kind"

ich finde auch, das hört sich bei ihnen so leicht daher gesagt an

man kann sich natürlich auch täuschen, aber ich denke, jemand, der 100% dahinter steht, muss nicht auf so einer schülerseite hier wildfremde fragen

der ist eben bei einer beratungsstelle oder so gewesen und hat sich irgendwo richtig informiert

@Satanistsuper

Der User ist Mitglied seit einem Tag.. Das sagt alles.

@mirabellaxxo

Na... es könnte bedeuten, dass der Nutzer der Ansicht war, gute Fragen seien hier gut aufgehoben. Nu weiß er das schon ein bisschen besser.

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