Kilometergelder von Finanzamt nicht anerkannt! Was tun? (Selbstständigkeit)

5 Antworten

Ich vermute mal, dass das Fizamt die Kilometer aufgrund der Höhe nicht anerkannt hat.

Da Du eine Laufleistung von 40.000 km geltend machst, bräuchte Dein Fahrzeug eine Laufleistung von mind. 80.100 km, damit Du die Kilometer geltend machen kannst.

Da dies vermutlich nicht der Fall sein wird, handelt es sich zwingend um ein Betriebsfahrzeug.

Somit: Einlage des Fahrzeuges zum 01.01. zum Teilwert, Ansatz sämtlicher angefallener Kosten (Benzin, Steuer, Versicherung, Reparaturen, Parkgebühren). Gleichzeitig Ansatz einer unentgeltlichen Nutzungsentnahme (Pkw-Nutzung).

Da die betrieblichen Km nachgewiesen werden können, ist "nur" für die übersteigenden Kilometer eine Nutzungsentnahme zu erfassen.

Da es sich jetzt um ein Betriebsfahrzeug handelt, ist der Verkauf steuerpflichtig .....

Durch den Ansatz der tagsächlichen Kosten wird ein geringerer Betrag abzugsfähig sein, genau das will das Fizamt erreichen ...

Du hättest einfach diese Kosten in der Buchführung als Betriebsausgaben, inkl. deiner weiteren Fahrzeugkosten wie Wartung, Leasing, Reparatur ect., geltend machen müssen.

Aber als privat genutze KM geht das nicht und erstrecht nicht bei geschäftlich genutzem Anteil.

Du musst Fahrtenbuch führen. Deine Fahrten getrennt nach privat und geschäftl. trennen.

Bei den geschäftl. Fahrten ist jede einzlne Fahrt, jeder Kunde Ort und Datum, Uhrzeit auf zu schreiben.

Dementsprechend kannst du dann wie oben beschrieben, prozentual für den geschäftl. genutzen Anteil, sämtliche Fahrzeugkosten als Betriebsausgaben in die Gewinn-Verlustrechnung einbringen.

Hast du jertzt einen Firmenwagen, so kannst du die 1% Reglung inanspruchnehmen. Dafür musst du dir aber jährlich 1% des NEUWAGEN-Listenpreises als geltwertes Einkommen auf deinen Gewinn zurechnen.

In diesem Fall brauchst du kein Fahrtenbuch mehr und kannst die vollen Fahrzeugkosten als Betriebskosten in die Gewinn-Verlustrechung einbringen.

Oder du führst wie oben beschrieben ein Fahrtenbuch und musst dann deine privatfahrten wieder prozentual abrechnen.

An deiner Stelle würde ich mich einmal bei einem Steuerberater schlau machen und auch einen Kurs für Existenzgründer besuchen, damit solche Eigentore nicht mehr vorkommen.

Wenn du Selbstständig bist kannst du nicht mir 30 ct. abrechnen. Du hast eine vernünftige Buchhaltung zu führen, also auch Tankbelege aufheben und verbuchen, sowie eine GuV-Rechnung zu erstellen. Du kannst pauschal, ohne Fahrtenbuch, problemlos 75 % der Fahrzeugkosten als geschäftlich anrechnen. Das reicht i.d.R. für kleine Selbstständige auch aus.

ähm, wenn das Fahrzeug zu mehr als 50% betrieblich genutzt wird ist es ZWINGEND ein betriebliches Fahrzeug. Also mit Abschreibung, Benzinrechnungen usw.

und als private Nutzungsentnahme dann, wenn kein Fahrtenbuch vorliegt, die 1%-Regelung.

und somit dürfte in den meisten Fällen der "Vorteil" des Firmenfahrzeuges dahin sein.

Genau deshalb habe ich mein Fahrzeug zum 01.03. ins Privatvermögen übernommen ....

@wurzlsepp668

Was hat denn die 1%-Regelung mit Selbstständigkeit zu tun ? Die greift bei der Nutzung eines Firmenwagens (als Angestellter) mit Privatnutzung.

@kieljo

wenn er 40.000 km betrieblich gefahren ist, braucht er eine Laufleistung des Fahrzeuges mit über 80.000 km ....

das Fahrzeug ist ZWINGEND ein Betriebliches Auto, deshalb 1%

@kieljo

@ kieljo:

gut, dass Du mich darauf hinweist, dass die 1%-Regelung nur für Angestellte gilt ...

dann habe ich jahrelang meine Gewinnermittlung falsch abgeben ..................

@wurzlsepp668

Völliger Unsinn. Keiner kann dir vorschreiben wie viel KM du geschäftl. zu fahren hast oder fahren darfst. Und keiner schreibt dir irgend eine Laufleistung vor.

Wenn er jährlich 45.000Km davon 40.000 Km geschäftlich fährt, so muss dies eindeutig belegbar dem FA in Form eines Fahrtenbuches vorgelegt werden. In diesem Fall jedoch wäre der Firmenwagen und die 1% Reglung wohl die bessere variante. Bei umgekehrten Verhältnis ist es besser erstellt seiner Firma die geschäftl. genutzen KM und Kosten prozentual in rechnung. ( das zeigt sich bei den Betriebsausgaben in der Gewinn-Verlustrechnung).

@Griesuh

Nachtrag: bei mehr als 50% geschäftl. Nutzung ist das Fahrzeug als Betriebsvermögen zu behandeln. Dann greift auch hier wieder die 1% reglung.

@Griesuh

@ griesuh:

ist mir doch bekannt, ich bin im steuerlichen Bereich tätig ....

Ich muß mich nur immer wundern, welche Antworten geben werden, obwohl die Person von dem Thema keine Ahnung hat.

Wichtig ist das Fahrtenbuch und nicht die Tankbelege. Das Fahrtenbuch sollte formal den Anforderungen des Fiskus genügen. Über einen StB Einspruch einlegen.

Fahrtenbuch vorlegen, bzw für nächstes jahr eins schreiben

Was möchtest Du wissen?